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Juristisches Studium in Potsdam

  1. Potsdam - Die Stadt und ihre Universität
  2. Studium
  3. Bibliothek
  4. Leben in Potsdam
  5. Freizeit
  6. Gesünder leben in Potsdam
  7. Fazit

Potsdam - Die Stadt und ihre Universität

Potsdam (ca.150.000 Einw.), an der Havel, inmitten der märkischen Landschaft mit vielen Seen und ausgedehnten Wäldern gelegen (die bereits Fontane beschrieb), ist die Stadt der Preußenkönige und Ort des Potsdamer Abkommens 1945. Von diesen Attributen hört man in Potsdam manchmal schon zu oft. Potsdams wohl prominenteste Sehenswürdigkeit ist das Schloss Sanssouci. Aber nicht nur die einstige Sommerresidenz Friedrichs des Großen und der Park Sanssouci mit seinen zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten lohnen einen Besuch. Die historischen Quartiere der Stadt – die Russische Kolonie Alexandrowka, das Holländische Viertel und das böhmische Weberviertel - vermitteln das Flair einer europäisch geprägten Stadt. Was Potsdam neben seinen Schlössern, Gärten und historischen Gebäuden zu bieten hat, erkennt man erst während eines längeren Aufenthaltes. Im US Magazin "National Geographic Traveler" belegt Potsdam auf einer Liste der weltweit historisch bedeutsamsten Orte den achten Platz: "Der Eindruck sowjetischen Lebens verschwindet rapide und die exzellente Restauration der Stadt tritt an seine Stelle; Potsdam nimmt seinen verdienten Platz als eines von Deutschlands wichtigsten kulturellen Zentren ein. Es ist auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft weit fortgeschritten. Potsdam ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Berlin zu erreichen, hat von sehr viel Geschichte zu berichten und historische Gebäude vorzuweisen. Die Lenné Landschaften sind ein Hauch Frischluft - gut geführt und entzückend." Warum den Aufenthalt in Potsdam nicht gleich zum Jura-Studium nutzen?

Die Uni Potsdam wächst von Jahr zu Jahr. Mittlerweile absolvieren ca. 20.000 junge Leute ein Studium an der Uni Potsdam, davon studieren 2000 Jura. Gemessen an der Gesamtstudentenzahl sind das zehn Prozent. In jedem Wintersemester werden 500-700 Studierende im Fach Rechtswissenschaft zugelassen, 60 Prozent von ihnen sind Frauen. Die Zahl der Erstsemester in der juristischen Fakultät ist in den letzten stark gestiegen, weil die Studienplätze ohne Numerus Clausus direkt durch die Uni vergeben werden. Durch den großen Neubau am Komplex Griebnitzsee sind weitere große moderne Hörsäle und Seminarräume entstanden, die für die Potsdamer Studierenden genug Platz bieten, so dass sich bei Lehrveranstaltungen darin keiner drängeln muss. Übrigens ist Potsdam längst nicht mehr eine reine "Ost-Uni". Viele Studenten kommen aus den alten Bundesländern. Es gibt außerdem ca. 2.000 ausländische Studierende an der Uni Potsdam.

Universität Potsdam, im Hintergrund das Neue Palais Die Universitätsgebäude verteilen sich auf drei Standorte. Die Gebäude befinden sich auf historischem Terrain: im Schlosspark Sanssouci, in Babelsberg und in Golm, einem Potsdamer Vorort. Als Jurastudent ist man ausschließlich an dem Standort in Babelsberg zu Hause. Das Hauptgebäude, das ehemalige Präsidialgebäude des deutschen Roten Kreuzes, befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Griebnitzsee. Von dort kann man mit der S-Bahn sowohl ins Stadtzentrum Potsdam als auch nach Berlin fahren. In dem 1928 für das DRK erbauten Gebäude war seit 1953 die Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR untergebracht. An dieses ursprüngliche Universitätsgebäude ist ein neues, großes Gebäude angebaut worden, es bietet für die Jurastudenten seit dem Wintersemester 2007/2008 neue und moderne Hörsäle und Seminarräume. In unmittelbarer Nähe des Universitätskomplexes liegt die alte Villenkolonie Babelsberg, in der u.a. so mancher Ufa-Schauspieler, der in den nahe gelegenen Studios drehte, zu Hause war.

Das Hauptgebäude Griebnitzsee In Babelsberg werden seit 1947 rechtswissenschaftliche Studien betrieben, die längste Zeit (1953-1990) in der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften der DDR. In dieser Einrichtung wurden u.a. die Diplomaten der DDR ausgebildet.

Nach Auflösung der Akademie nahm am 15.1.1991 ein später in die Juristische Fakultät umgewandelter, neugegründeter Fachbereich Rechtswissenschaft seinen Lehrbetrieb auf. Ursprünglich sollte sich die Fakultät in 15 C4 und vier C3 Lehrstühle gliedern. In diesem Bereich kam und kommt es zu Einsparungen. Den aktuellen Stand könnt Ihr zur Zeit am besten direkt dem Vorlesungsverzeichnis entnehmen.

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Studium

Campus Babelsberg Das Jura-Studium ist für neun Semester konzipiert. Bis zum Ende des dritten Semesters muss die Zwischenprüfung absolviert sein. Die Zwischenprüfung dient der Feststellung, ob der Studierende das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und für die weitere Ausbildung im Hauptstudium fachlich geeignet ist. Die Zwischenprüfung wird studienbegleitend durchgeführt. Das bedeutet, dass innerhalb der ersten drei Fachsemester eine bestimmte Anzahl von Klausuren und Hausarbeiten aus den Hauptrechtsgebieten und einem Grundlagenfach zu bestehen sind. Danach geht es um den Erwerb von Scheinen, die für die Anmeldung zum Staatsexamen nötig sind. Das erste juristische  Staatsexamen besteht seit der neuen Brandenburgischen Juristenausbildungsordnung (BbgJAO) aus einer universitären Schwerpunktbereichsprüfung, die 30 Prozent der Note ausmacht, und einer staatlichen Pflichtfachprüfung, die 70 Prozent der Note bestimmt. Die Schwerpunktbereiche dienen der Ergänzung des Studiums, der Vertiefung der aus den Pflichtfächern bereits vorhandenen Kenntnisse in einem selbst gewählten Teilbereich der Rechtswissenschaft und der Vermittlung interdisziplinärer und internationaler Bezüge. Jeder Studierende muss mindestens einen Schwerpunktbereich belegen. Die einzelnen Schwerpunktbereiche unterteilen sich jeweils in einen Pflichtbereich und zwei bis drei Wahlbereiche. An den Lehrveranstaltungen des Pflichtbereichs nehmen alle Studierenden des betreffenden Schwerpunktbereichs teil. Er vermittelt einen Überblick über den Inhalt des gewählten Schwerpunktbereichs. Durch die Entscheidung für einen bestimmten Wahlbereich kann der Studierende bestimmen, in welchem Teilbereich des Schwerpunktbereichs er sich weiter spezialisieren möchte. Die Schwerpunktbereichsprüfung besteht aus einer Hausarbeit, einer Klausur und einer mündlichen Prüfung.

Voraussetzung für die Anmeldung zum Staatsexamen ist eine bestandene Zwischenprüfung, ein Leistungsnachweis in dem gewählten Schwerpunktbereich sowie ein Nachweis der rechtswissenschaftlichen Fremdsprachenkompetenz. Zusätzlich muss ein dreimonatiges Praktikum nachgewiesen werden. Dieses muss sich auf die Gebiete der Zivil- und Strafrechtspflege einerseits und das der Verwaltung andererseits erstrecken. Im Examen müssen sieben Aufsichtsarbeiten angefertigt und eine mündliche Prüfung abgelegt werden. Die Freischussmöglichkeit besteht ebenso, wie die Möglichkeit der Wiederholung des Examens zur Notenverbesserung. Das Examen kann auch vor Ablegung der Schwerpunktbereichsprüfung geschrieben werden.

Das Justizprüfungsamt erkennt bis zu zwei Auslandssemester ohne Wirkungen für den Freischuss an. Für einen Auslandsaufenthalt kann man die Kooperationen der Juristischen Fakultät mit Paris X - Nanterre, Szeged (Ungarn), Poznan (Polen), Manchester (Metropolitan University) oder Camerino (Italien) nutzen. Fakultätsbeauftragte sind Prof. Bezzenberger und Prof. Belling (letzterer nur für Ungarn).

Großbritannien-Zentrum Studenten, die sich für Großbritannien interessieren, sollten die Aktivitäten des Großbritannien-Zentrum der Humboldt-Universität Berlin mit Aufmerksamkeit verfolgen.

Um sich auf ein Studium im Ausland vorzubereiten, gibt es viele Kurse im Sprachenzentrum der Uni. Dort besteht ein breites studienbegleitendes Sprachenangebot (Englisch, Französisch, Italienisch, Latein, Russisch, Spanisch, Tschechisch und Polnisch). Es wird die Möglichkeit gegeben, die UNICERT-Prüfung abzulegen. Auch Deutsch als Fremdsprache wird angeboten. Ausländische Studenten werden in einem Studienkolleg zwei Semester lang in Form von Schwerpunktkursen auf ein Jura-Studium an der Uni vorbereitet.

Erwähnenswert ist weiterhin das Computerzentrum ZEIK. Dort kann man kostenfrei im Internet surfen, online Fachinformationsdatenbanken nutzen oder seine Hausarbeit schreiben.

Tipp: Hier ein Einstieg für juristische Infos im Internet.

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Bibliothek

Die Bereichsbibliothek Babelsberg der Universitätsbibliothek Potsdam ist im Sommer 2000 in ihr neues Haus umgezogen. Sie dient auch den am selben Standort untergebrachten Politik-, Wirtschafts-, und Sozialwissenschaftlern. Das neue Gebäude bietet gute Arbeitsbedingungen und mehr Raum für den Präsenzbestand (ca. 250.000 Bände).

Die Galerie der neuen Bibliothek in Babelsberg Die Bereichsbibliothek Babelsberg (einschließlich Magazinbestand ca. 400.000 Bände) hat den alten Bestand der Akademie für Staat und Recht der DDR übernommen und darauf aufgebaut. Dadurch ist umfangreiche Literatur zum sozialistischen Recht der DDR und dem der osteuropäischen Staaten vorhanden, die eine gute rechtsvergleichende und rechtshistorische Forschung ermöglicht. Insgesamt besitzt die UB Potsdam inzwischen über 1.000.000 Bände an den verschiedenen Standorten.

Der Bestand an neuerer Literatur wurde kontinuierlich ausgebaut, wobei es allerdings oft an Mehrfachexemplaren fehlt. Leider sind Monographien und Festschriften aus den 70er und 80er Jahren noch sehr lückenhaft vorhanden. Manche Zeitschriftensammlungen gehen nicht in ausreichendem Maße in die Vergangenheit zurück. Es werden aber große Anstrengungen unternommen, den Bestand der Bibliothek auszubauen. Vorübergehend kann man sich durch den Besuch einer der Bibliotheken in Berlin die fehlende Literatur besorgen. Das man dort Gast ist, sollten Potsdamer Studenten angesichts der schwierigen finanziellen Situation Berlins nicht vergessen. Von Potsdam (S-Bahn: Griebnitzsee) erreicht man die juristische Bibliothek der Freien Universität Berlin Berlin (S-Bahn: Lichterfelde-West) und die juristische Bibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin (S-Bahn: Friedrichsstraße) in jeweils ca. 30 Minuten. Sehr nützlich bei ausgefallenen Bücherwünschen: Die Suchmaschine des regionalen Bibliothekenverbundes KOBV.

Neu Immatrikulierte sollten beachten, dass sich auf der Internetseite der Bibliothek online Tutorien für Anfänger befinden, welche die Nutzung der Bibliothek sehr erleichten können. Außerdem können mit den Bibliothekmitarbeitern allgemeine Bibliothekseinführungen vereinbart werden. Die Universitätsbibliothek verfügt über einen Zugang zu 193 elektronischen Datenbanken des Fachgebiets Rechtswissenschaften, darunter zu Beck-Online und Juris. Daneben können 1850 elektronische Zeitschriften und ca. 330.000 E-Books abgerufen werden.

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Leben in Potsdam

Die allgemeine Wohnungssituation in Potsdam bessert sich. Ein privater Wohnungsmarkt entwickelt sich langsam in der Stadt. Die große Zahl der Wohnungen sind kommunal (Gemeinnützigen Wohn- und Baugesellschaft [GEWOBA] Potsdam) bzw. genossenschaftlich gebunden. Restitutionsbehaftete Häuser werden seit 01.08.2001 ebenfalls durch die GEWOBA verwaltet. Für Studenten bietet die GEWOBA auch speziell auf Wohngemeinschaften zugeschnittene Wohnungen an.

Aber auch die Potsdamer Wohnungsbaugenossenschaften bieten, nach Satzungsänderungen, ihre zum Teil recht preiswerten Wohnungen (vornehmlich Plattenbau in Neubaugebieten!) an, ohne auf einer Mitgliedschaft (Einlage!) zu bestehen. Die Adressen finden sich im Telefonbuch.

Aber es gibt auch gute Möglichkeiten, einen Wohnheimplatz in unmittelbarer Nähe von Bibliothek, Hörsaal und Mensa zu finden. Die Chance einen solchen zu erhalten, sind bei rechtzeitiger Bewerbung beim Studentenwerk (ca. ein halbes Jahr vor Studienbeginn) sehr hoch.

1993 wurde ein 38.000 m2 großes Studentendorf eingeweiht. Es befindet sich am Standort Griebnitzsee in der Nähe des S-Bahnhofs. Dort gibt es neun Gebäude mit Wohnungen für zwei bis drei Studierende. Den genauen Mietpreis erfahrt ihr hier. Allgemeine Wohninformationen bieten Studentenwerk und der AStA.

Die Landeshauptstadt Potsdam gewährt seit dem Wintersemester 2001/2002 jedem Studierenden der Universität Potsdam, Fachhochschule Potsdam und der Hochschule für Film- und Fernsehen "Konrad Wolf", der seinen Hauptwohnsitz von außerhalb nach Potsdam verlegt, ein kommunales Begrüßungsgeld in Höhe von 50 Euro pro Semester.

Das Studentenwerk Potsdam ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen, das sich um die Belange der Studierenden außerhalb des eigentlichen Studiums kümmert. Zu seinem sozialen Auftrag gehören die Durchführung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG), die Bewirtschaftung von Mensen und Cafeterien an den Hochschulstandorten und die Vermietung von Wohnheimplätzen sowie die gesundheitliche, soziale und kulturelle Betreuung und Beratung der Studierenden.

Das Mensaessen ist günstig und zudem relativ gut. Auch auf vegetarische Kost wird immer geachtet und seit kurzem werden auch Produkte aus biologischen Anbau angeboten. Das Studentenwerk unterhält an allen Universitätsstandorten eine Mensa. In einigen Mensen wird auch Abendessen angeboten.

Seit dem Wintersemester 2001/2002 gibt es für alle Studierenden der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ das so genannte Semesterticket. Mit diesem Ticket kann man alle Busse und Bahnen im gesamten Bereich des Verkehrsverbundes Berlin Brandenburg (VBB) nutzen. Im Bereich Berlin ABC kommt die kostenlose Mitnahme eines Fahrrades hinzu.

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Freizeit

Zur Erholung kann man am universitätseigenen Zentrum für Hochschulsport Sport betreiben, das Angebot ist groß. Volleyball, Handball oder Fußball, Tanz, Körpersprache, Boxen, Hatha-Yoga, Taek-Won-Do, Ski fahren im Winter, fast alles ist möglich. Die Universität besitzt auch ein an der Havel liegendes Bootshaus. Dort werden Ruder-, Segel- und Surfkurse durchgeführt.

Zur Zeit wird, wie in vielen Städten im Osten Deutschlands, der Aufenthalt in der Stadt auch durch die Baustellen geprägt. In Potsdam verändert sich von Tag zu Tag viel. Oft erstrahlen längst nicht mehr wahrgenommene Gebäude in neuem Glanz, weil die noch immer vorhandene Bausubstanz Restaurierungen auf neustem Forschungsstand zulässt. Allerdings plant man in der Stadtverwaltung auch manchmal so, dass die UNESCO mahnen muss, etwa im Fall der umstrittenen Großbaustelle "Potsdam-Center".

Der alte Markt in Potsdam während des Uni-Sommerfests Kulturell hat Potsdam einiges zu bieten. Es gibt mehrere Kinos und ein Theater. Darüber hinaus spielt aber ein Kabarett in der Stadt, dessen Vorstellungen stets gut besucht sind.

In der historischen Mitte der Stadt ermöglichen das Hans Otto Theater (HOT), der Nikolaisaal, das Haus der Brandenburgisch-preußischen Geschichte und das Filmmuseum sowohl klassische als auch moderne Begegnungen mit Kultur.

Potsdams neuester Kulturstandort entsteht an der Schiffbauergasse, nahe beim Stadtzentrum direkt gegenüber dem Park Babelsberg. In reizvoller Lage am Wasser entsteht der Neubau für das Hans Otto Theater. Aber schon jetzt bieten hier das Waschhaus, die fabrik, das Kinder- und Jugendtheater des HOT und freie Theatergruppen zahlreiche Veranstaltungen und Festivals mit Tanz, Musik, Film, zeitgenössischer bildender und darstellender Kunst. Für Partygänger sind die Events an der Schiffbauergasse ein Muss.

Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci, die Potsdamer Hofkonzerte Sanssouci, die Potsdamer Schlössernacht, die Potsdamer Tanztage und das Theaterfestival UNIDRAM sowie Rock- und JAZZ-Konzerte prägen das kulturelle Angebot. Der besondere Reiz dieser Ereignisse liegt im Wechselspiel des Inhalts mit dem historischen Ambiente des jeweiligen Orts. Stadtfeste wie das Böhmische Weberfest in Nowawes, das Lichterfest im Neuen Lustgarten oder das Tulpenfest im Holländischen Viertel tragen ebenfalls dazu bei.

Als Standort der Ufa- bzw. DEFA-Studios hat Potsdam eine lange Filmtradition. Heute ist das Studio Babelsberg eines der größten Produktionsstätten für Film und Fernsehen in Deutschland. Ein Muss für alle Kinofans ist das "Filmmuseum". Preiswerter als in jedem gewöhnlichen Kino werden dort historische Filme, Filme zu bestimmten Themen und ausgewählte aktuelle Streifen gezeigt. Auch Studenten der Potsdamer Fachhochschule für Film und Fernsehen sind dort regelmäßig mit ihren Werken zu sehen. Im Sommer findet ein Filmfest und Open-Air-Veranstaltungen verschiedener Organisatoren statt.

Eine wichtige Adresse für Musik in der Stadt ist der "Lindenpark". Dieser Club hat sich mit der Organisation von tollen Konzerten der verschiedensten Musikrichtungen weit über die Stadt hinaus einen guten Namen gemacht. Zu jedem neuen Konzert kommt eine große Fangemeinde. Ein weiterer guter Club ist das "Waschhaus" in Potsdam.

Mitten in der Stadt liegt das studentische Kulturzentrum Potsdams in den Elflein-Höfen an der Hermann-Elflein-Straße. Die Höfe liegen günstig, haben mit ihren Fachwerk-, Barock- und Backsteinbauten einen nicht zu übersehenden Charme und bieten auch inhaltlich alle Möglichkeiten, studentische Gedanken auszuleben und vorhandene Konzepte umzusetzen. Sie sollen ein Ort für die Verwirklichung studentischen Lebensgefühls, studentischer Träume und Ideen sein.

Das Kulturzentrum arbeitet eng mit dem Offenen Kunstverein, dem KunstWerk, und dem Selbsthilfe-, Informations-, und Kontaktzentrum e.V. (SEKIZ) zusammen. Die Vertretung der Studierendenschaft, der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Potsdam (AStA), hat rund 100 Quadratmeter Büro- und Beratungsfläche bezogen. Hier erhalten die Studierenden Beratungen in Sachen BAföG, Soziales, Semesterticket und in Rechtsangelegenheiten. Neben losen Veranstaltungen gibt es in der Hermann-Elflein-Straße 10 jeden Montag Filme, Lesungen und Kabarett, die vom AStA im KunstWerk veranstaltet werden.  

Auf 900 Quadratmetern sind ein Studierendenclub, Seminar-, Workshop- und Arbeitsbereiche entstanden, in Kooperation mit dem Offenen Kunstverein e.V. Ausstellungsflächen und ein Veranstaltungsort mit einer kleinen Bühne, daneben ein Fotolabor und Proberäume für Bands.

Wer jeden Abend eine neue Kneipe sucht, wird in Potsdam bald alle durch haben. Darunter ist aber sicher auch eine, in der er gern länger bleibt. Als Alternative bietet sich das riesige Angebot in Berlin an. Eine gute Programmübersicht für Berlin findet sich auf den Seiten der Zitty.

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Gesünder leben in Potsdam

Die Landeshauptstadt Potsdam verfügt über ein umfassendes Angebot an medizinischer und gesundheitlicher Versorgung. Als Mitglied im "Gesunde-Städte-Netzwerk" forciert Potsdam die Strategie einer integrierten Lebensqualität, die Bildungsförderung, Gesundheitsentwicklung, Umweltschutz, soziale Stabilität und Erneuerung als „magisches Viereck“ im Alltag der Politik versteht. Ein Beispiel für gesundes Leben ist der Potsdamer Walking Day. Der im Jahr 2008 schon zum vierten Mal durchgeführte Lauf bietet Freunden von Walking und Nordic Walking eine gute Gelegenheit, die schöne Potsdamer Feldflur näher kennenzulernen. Einsteiger und ambitionierte Walker kommen auf den verschiedenen Distanzen von vier, acht oder 14 Kilometern auf ihre Kosten. Außerdem finden im Potsdamer Garten der Gesundheit junge Leute zahlreiche Angebote der Bewegung und Entspannung, der Erholung und Kreativität, des Ausgleichssports und der Freizeitgymnastik, der Gesundheitsförderung und Prävention: Einfach alles, was dem Körper und der Seele rundum gut tut.

In ihrer Ausgabe vom September 2007 verglich die Zeitschrift "Healthy Living" 81 deutsche Städte nach gesundheitlichen Aspekten. Potsdam erreichte den 15. Platz und gehört damit zu den gesündesten Städten Deutschlands. In der Bewertung hieß es:

"Mit ihren zahlreichen Schloss- und Parkanlagen wie Schloss Sanssouci bietet Potsdam nicht nur touristische Highlights, sondern sorgt durch die vielen Grünflächen auch für die Gesundheit der Bewohner. Zudem kann die Hauptstadt Brandenburgs mit guter Luft, vielen Sonnenstunden und zahlreichen Krippenplätzen aufwarten. Der Hintergrund: Berufstätige Mütter sind meist gesünder - und zufriedener. Ausbaufähig ist in Potsdam vor allem die medizinische Versorgung, besonders die für ältere Menschen." (Healthy Living, 09/2007)

Potsdam im Städteranking

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Fazit

Die Bedingungen für ein Jura-Studium in Potsdam sind gut. Hier und da noch bestehende Schwierigkeiten versucht man zu beseitigen. In der Stadt Potsdam wird sich fast jeder wohl fühlen: Wer auf das tägliche Großstadtleben verzichten möchte, ohne deshalb gleich an jeder Ecke auf Studierende zu treffen, aber auch derjenige, dem die übersichtliche Uni liegt und trotzdem auf Berlin nicht verzichten will.

Tipp: Schaut doch ab und zu in die neuste Ausgabe der Uni-Zeitung "Portal".

Text: Raik Mickler, Olga Prokopyeva, Özgür Yilderim und Marek Kneis

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