Anwesenheitslisten

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Es wird Veränderungen geben (siehe weiter unten)!!
Neufassung der allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengänge an der Universität Potsdam (BAMALA-O)
 
Vom 30. Januar 2013
i.d.F. der Zweiten Satzung zur Änderung der Neufassung der allgemeinen Studien- und Prüfungsordnung für die lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengänge an der Universität Potsdam (BAMALA-O)
- Lesefassung -
 
Vom 16. Dezember 2015 
 
 
§ 5a       Anwesenheit
 
(1) Studien- und Prüfungsordnungen dürfen die regelmäßige Teilnahme bzw. Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen (Präsenzpflicht) für den Abschluss eines Moduls oder die Zulassung zu einer Modul(teil)prüfung grundsätzlich nicht vorsehen.
 
(2) In begründeten Ausnahmefällen kann jedoch eine Präsenzpflicht als Voraussetzung für den Abschluss eines Moduls oder die Zulassung zur Modul(teil)prüfung vorgesehen werden. Diese Ausnahmen sind auf die folgenden Lehr- und Lernformen zu beschränken:
-     Sprachkurse,
-     Praktika,
-     praktische Übungen (z.B. Laborübungen, Computerübungen, Sportübungen, musikpraktische Kurse, Tafelübungen, Sprecherziehung),
-     Exkursionen,
-     Lehrforschungsprojekte oder forschungsorientierte Seminare (Seminare sollen in der Regel nicht mehr als 25 Studierende umfassen; aktive Beteiligung der Studierenden und Einübung von wissenschaftlichen Methoden),
-     Veranstaltungen, bei denen Dritte einbezogen werden (z.B. Schülerinnen bzw. Schüler oder sonstige Dritte).
 
(3) Diese Ausnahmen müssen in der jeweiligen fachspezifischen Studien- und Prüfungsordnung als Prüfungsnebenleistung geregelt sein. Ohne eine solche Regelung ist eine Präsenzpflicht nicht durchsetzbar. Soweit eine regelmäßige Teilnahme gefordert wird, ist das Maß in der Studien- und Prüfungsordnung zu definieren. Soweit eine Präsenzpflicht gefordert wird, beträgt die Quote der Anwesenheit mindestens 70%,, sofern die jeweilige fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung keine höhere Quote bestimmt.
 

Kommentar HG: Studierende und Dozenten sind nun aufgerufen, gemeinsam über optimale Studienbedingungen nachzudenken, denn eine erzwungene formale Anwesenheit kann keine Lösung sein. Die Lösung kann nur darin bestehen, die aktiven Anteile von möglichst vielen Studierenden einzufordern und zu fördern, denn nur so entsteht Sinn und Lernerfolg. Das aber bedeutet dann mehr Aufwand auf beiden Seiten, denn ohne Fleiß, kein Preis - siehe Korrelation von Hausaufgaben und Lernzuwachs bei der letzten PISA-Analyse. Schulmeister-Studie zur Anwesenheitsproblematik: Ohne Anwesenheit werden die Noten schlechter!

• Nach Regierungswechseln debattieren mehrere Bundesländer darüber, ob es an Unis wieder eine Anwesenheitspflicht für Studierende geben sollte.
• Studierendenvertreter sehen davon die Studierfreiheit des Einzelnen bedroht.
umfangreichen Meta-Studie auseinandergesetzt. Seine Ergebnisse sprechen stark dafür, den Hörsaal dem heimischen Schreibtisch vorzuziehen:
 
 

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, spricht sich dennoch gegen eine Anwesenheitspflicht für Studierende aus. Er fordert stattdessen etwas von den angehenden Akademikern: Verantwortung. "Erwachsene Menschen sollten so viel Eigenverantwortung mitbringen, dass sie selbst einteilen können, welchen Kursus sie persönlich besuchen und welche Inhalte sie sich im Eigenstudium erarbeiten." Ob Politiker und Professoren ihnen das zutrauen, wird sich bald zeigen.
Studium
 
• Die Forschung legt jedoch nahe: Präsenz an der Uni ist wichtig für den Studienerfolg.
Montag, acht Uhr, der Wecker klingelt: "Muss ich jetzt wirklich aufstehen?", fragt sich der schläfrige Student. "Ach, egal, hält wahrscheinlich eh wieder nur irgendwer ein ödes Referat. Den Stoff kann ich mir auch alleine anlesen." Der Student schaltet den Wecker aus und schläft weiter.
Vielerorts ist dieses Verhalten in den vergangenen Jahren ohne Sanktionen geblieben. Etwa in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein hatten SPD-geführte Landesregierungen die Anwesenheitspflicht in Seminaren zuvor generell abgeschafft. Studierende jubelten über mehr Flexibilität, viele Dozenten und Professoren grummelten. Mittlerweile jedoch haben in beiden Bundesländern die Regierungen gewechselt und die Diskussion um eine Präsenzpflicht für Studierende ist wieder da.
Die neue NRW-Wissenschaftsministerin Isabelle Pfeiffer-Poensgen (parteilos) will es den Hochschulen überlassen, ob sie künftig die Anwesenheit ihrer Studierenden kontrollieren wollen oder nicht. Eigenverantwortlich sollten die Unis handeln dürfen, zentralistische Instrumente und bürokratische Vorgaben wolle sie abbauen. "Wir müssen das nicht alles staatlich lenken", sagte Pfeiffer-Poensgen dem Deutschlandfunk.
Studierende in NRW werden also womöglich alsbald nicht mehr entspannt weiterschlafen können, wenn montags um acht Uhr der Wecker klingelt. Die Debatte über das Für und Wider der Anwesenheitskontrolle im Seminar verläuft entlang der alten Fronten. "Die geltende Regelung ist für uns nicht optimal", sagt der Sprecher der Ruhr-Uni Bochum, Jens Wylkop. Die Anwesenheit bei Lehrangeboten gehöre zum Wesen der Uni. Weiter geht Aloys Krieg, Prorektor für Lehre an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. In den vergangenen Jahren habe er vor allem bei mathematik-lastigen Veranstaltungen beobachtet, dass viele Studierende nicht zu den Vorlesungen und Übungen kämen und sich dann am Ende des Semesters kurzfristig von der Prüfung abmeldeten. "Man tut den Studierenden mit dieser großen Freiheit keinen Gefallen."
Ähnliche Töne kommen aus Schleswig-Holstein, wo die regierende Jamaika-Koalition darüber nachdenkt, Studierende zumindest für bestimmte Veranstaltungen wieder an die Uni zu zwingen. Schon länger gefordert hatte diesen Schritt der Kieler Fachhochschul-Präsident Udo Beer. Er findet, dass die Unis am besten entscheiden können, ob sie die Anwesenheit der Studierenden kontrollieren wollen, und dass sie deshalb auch die Möglichkeit dazu haben müssen.
Beer geht es dabei auch um die anhaltende Kritik, es werde im Studienverlauf zu viel geprüft. "Aus dieser Falle kommen die Hochschulen nur heraus, wenn sie sich auf andere Weise vergewissern könnten, wie der Kompetenzgewinn der Studierenden fortschreitet", sagt Beer. "Ein Mittel könnte gemeinsames Lernen an einem Ort zur gleichen Zeit sein."
Studierende fürchten Eingriff in die Studierfreiheit
Naturgemäß anderer Meinung sind Studierendenvertreter beim Thema Präsenzpflicht. Für ein "Korsett, in das Studierende sich zwängen müssen", hält sie der AStA-Vorsitzende der TU Dortmund, Markus Jüttermann. Dieses Korsett passe nicht jedem. So müssten vor allem viele einkommensschwache Studierende nebenbei arbeiten.
AStA-Chef Julian Engelmann in Münster geht noch weiter: "Sollte die Anwesenheitspflicht wieder eingeführt werden, beginnt die Bevormundung der Studierenden." Die Anwesenheitspflicht sei ein Eingriff in die Studierfreiheit.
Was aber bedeutet diese Freiheit? Wer Studierende fragt, bekommt oft zu hören, dass sich vieles doch auch bequem zu Hause lernen lasse. Dass dieses oder jenes Seminar doch ohnehin langweilig und durch eine profunde Internetrecherche locker zu ersetzen sei. Mit diesen Argumenten und der Anwesenheit im Studium ganz allgemein hat sich der Forscher Rolf Schulmeister von der Universität Hamburg in einer

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