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Am
19. September 2004 gehen die Brandenburger zur Wahl. Ebenso wie die
Kommunalwahlen in NRW am 26.09.2004 ist auch die Landtagswahl in
Brandenburg ein Stimmungstest für die rot-grüne Bundesregierung und
die „Agenda 2010“. Ob die Europawahl am 13. Juni 2004 als
„Stimmungsbarometer“ angesehen werden kann, darüber sind die
Parteien unterschiedlicher Meinung. Gemeinsam ist den Vertretern der großen
Parteien die Sorge vor einer extrem niedrigen Wahlbeteiligung wie im
Jahr 1999, wo diese bei der Brandenburger Europawahl nur 30% betrug. Im
Wahlkampf konkurrieren die Parteien um Wählerstimmen. Zur Mobilisierung
der Wähler machen die Parteien durch Plakate mit Slogans und ihre
Kandidaten auf die Landtagswahl aufmerksam. Matthias Platzeck (SPD), Jörg
Schönbohm (CDU), Dagmar Enkelmann (PDS), Wolfgang Wieland (Grüne) und
Heinz Lanfermann (FDP) sind die Spitzenkandidaten und damit die
Zugpferde ihrer Parteien. Was
sind die Themen, von denen die Brandenburger sagen, dass sie für ihre
persönliche Wahlentscheidung sehr wichtig sind? An erster Stelle steht
sicherlich die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, weitere Schwerpunkte
bilden Fragen der Bildungspolitik, der inneren Sicherheit, der Außen-
und Sicherheitspolitik und der sozialen Gerechtigkeit. Auch die zukünftige
Entwicklung der Beziehung Berlin-Brandenburg und für die Region
wichtige Großprojekte spielen eine entscheidende Rolle. Die
Landtagswahl 2004 wird entscheiden, ob die große Koalition unter Führung
der SPD fortgesetzt wird. Sie ist die erste Wahl der Nach-Stolpe-Ära
und zeichnet sich durch ein breites politisches Spektrum aus. Verbände
und Wählergemeinschaften waren bei der Kommunalwahl 2003 erfolgreich
und verstehen sich als Alternative zu den etablierten politischen
Parteien. Bei der diesjährigen Landtagswahl treten die Vereinigungen Pro
Brandenburg/Bürger rettet Brandenburg (BRB), JA
zu Brandenburg (JA), WEISSE
LIGA (LIGA), Allianz
freier Wähler (AfW), Deutsche
Kommunistische Partei (DKP), Allianz
Unabhängiger Bürger-Brandenburg e.V. (AUB-Brandenburg),
50 Plus – Bürger- und Wählerinitiative
für Brandenburg (50 Plus) und die Union
für Soziale Gerechtigkeit (USG) an. |
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