The Rover

Welches Stück kann so faszinierend gewesen sein, dass sogar Charles II. seinerzeit eine Privatvorführung für sich organisieren ließ? Die Antwort ist ein Mix aus Liebe, unerfüllten Träumen, Prostitution und (Beinahe-)Vergewaltigung…

Denn all dies vereint Aphra Behns erfolgreichstes Theaterstück „The Rover, or The Banish’d Cavaliers“, welches erstmals 1677 veröffentlicht und aufgeführt wurde und dem sich in diesem Jahr die English Drama Group angenommen hat.

Die Geschichte findet im Neapolitanischen Karneval statt und verfolgt mehrere Handlungsstränge gleichzeitig: zum einen erfährt der Zuschauer vom Hellenas Schicksal, die dazu bestimmt ist Nonne zu werden, obwohl sie sich viel lieber den ‚weltlichen Abenteuern‘ hingeben würde, anstatt ihr Leben in einem Kloster zu fristen. Dieser Wunsch wird mit dem Auftauchen des „Rovers“ Willmore, eines stattlichen und gut aussehenden Casanovas, nur noch verstärkt. Dessen draufgängerisches Liebesleben scheint allerdings mit dem Kennenlernen Hellenas ein Ende zu finden. Spannend wird es, als sich die berühmte Kurtisane Angelica Bianca einmischt und eine Dreiecksbeziehung entsteht.

Ein anderer Handlungsstrang entspinnt sich um Hellenas Schwester Florinda, denn sie, die eigentlich einem alten, aber reichen Kaufmann versprochen ist, versucht ihre wahre Liebe, den englischen Gentleman Belvile, zu heiraten.

„The Rover“ ist ein Werk mit feministischen Untertönen, das auf die Verwundbarkeit der Frauen aufmerksam macht – ein gewagtes Thema zu Aphra Behns Lebzeiten, der Restauration. Aber die Komödie unterhält den Zuschauer von der ersten Szene an mit Wortwitz und Situationskomik, so hält sie die Spannung über den Fortgang der verstrickten Geschichte die gesamte Spieldauer aufrecht!

Sehen Sie hier die Trailer zu diesem Stück: Teaser Teil 1, Teil 2, Teil 3 und "Behind the scenes".

Foto Ensemble