Professur für Theoretische Philosophie
Prof. Dr. Hans Julius Schneider
Pensioniert
E-Mail: Hans.Schneider@uni-potsdam.de
Forschungsinteressen:
Erkenntnistheorie wird auf dieser Professur methodisch als Reflexion über die sprachliche Formulierung von Sätzen mit Erkenntnisanspruch verstanden. Auf der Basis bereits erarbeiteter sprachphilosophischer Ergebnisse, deren wichtigstes die Feststellung einer nicht begründet reduzierbaren Vielfalt und Reichhaltigkeit erkenntnistheoretisch relevanter 'Sprachspiele' (Wittgenstein) ist (in einer Lesart allerdings, die keinen Relativismus bedeutet), sollen in den nächsten Jahren verschiedene auf den Bereich der Geisteswissenschaften bezogene Anschlussfragen behandelt werden, deren gemeinsamer Nenner das Problem der 'Grenze' und der 'Grenzüberschreitung' ist:
(a) Die Grenze zwischen Lebenswelt und Wissenschaft:
Wie verhalten sich alltagssprachliche Formulierungen von lebensweltlichen Erfahrungen zu Formulierungen von wissenschaftlich begründeten oder 'erzeugten' Erfahrungen? Wo ist ein Übergang vom einen zum anderen möglich, wo ist er (aus welchen Gründen) nicht möglich; wie steht es hier z.B. mit ästhetischer und religiöser Erfahrung und dem Erkenntnisanspruch der sie artikulierenden Aussagen? In welcher Hinsicht, unter welchen Bedingungen, bedeutet der Schritt in die Wissenschaft (wo er möglich ist) einen Gewinn, wo bedeutet er einen Verlust? (Beispiel: 'Alltagstheorien' vs. wissenschaftliche Theorien und Erklärungen in der Psychologie; was heißt es im einen, was im anderen Bereich, sich auf Seelisches zu beziehen?)
(b) Die Grenze zwischen Wissenschaften, zwischen Sprachspielen, zwischen Lebensformen:
Ist es legitim, von 'Weisen der Welterzeugung' (Goodman) zu sprechen; wie verhalten sich so erzeugte 'Welten' zueinander, was verbindet sie, was macht sie (bei 'gleichem Gegenstandsbereich') zu verschiedenen Versionen von einer Sache? Wie kann es eine interdisziplinäre Verständigung bei einer Inkommensurabilität von Aussagen von Teildisziplinen geben, z.B. im Fall der naturwissenschaftlich orientierten Medizin einerseits und der Psychologie/Psychotherapie/Seelsorge andererseits? Brauchen wir dazu einen allgemeinen Rationalitätsbegriff; wie steht es mit dem Relativismus; wie ist eine Verständigung zwischen Lebensformen, zwischen konkurrierenden 'Denkweisen' möglich, zwischen religiösen Weltsichten als Welterzeugungen; wie geschieht interkulturelle Kommunikation?
(c) Die Grenze zwischen verschiedenen 'Medien':
Wie verhalten sich verbal-sprachliche Formulierungen zu Äußerungen in anderen Medien oder Symbolsystemen? Ist es z.B. legitim, mit Goodman von 'Sprachen der Kunst' zu sprechen; wo ist diese Annäherung plausibel, wo führt sie in die Irre? Unter welchen Bedingungen lässt sich von identischen Inhalten sprechen, die mit verschiedenen Medien ausgedrückt werden (Übersetzung), unter welchen nicht ('Übertragung')? Wie lässt sich mit Bezug auf einzelne Medien etwas über die 'Grenzen des (jeweils) Sagbaren' feststellen und artikulieren?
(d) Die Grenze zwischen Sprache und Vorsprachlichem:
Es wird im Sinne des 'linguistic turn' vorausgesetzt, dass eine tragfähige Sprachphilosophie/Erkenntnistheorie vermeiden muss, in einen die sprachlichen Leistungen nur verdoppelnden Psychologismus zurückzufallen. Gleichwohl kann gerade ein am Begriff des Sprachspiels orientierter Ansatz etwas über den Zusammenhang zwischen den verbalen und den nichtverbalen Teilen des Sprechens sagen, und damit über das 'Zur-Sprache-Kommen'. Hier ist u.a. zu fragen: Welche Rolle spielt der Leib und das praktische Können ('to know how') für die Sprache(n)? (Vgl. Dreyfus über die Leiblosigkeit der Computer.) Wie lässt sich Wissen (Erkenntnis) als Spezialfall des Könnens verstehen? Wie fügt sich die Sprachkompetenz in den Kontext anderer Kompetenzen?
Lehraufgaben, thematisch:
- Einführungs- und Überblicksveranstaltungen zu Grundproblemen der Erkenntnistheorie und ihrer Geschichte, zur Sprachphilosophie, zur allgemeinen Wissenschaftstheorie und zur Wissenschaftstheorie der Geisteswissenschaften bzw. Hermeneutik.
- Spezialisierte Veranstaltungen zu den vier genannten Forschungsbereichen (a) bis (d), wobei der gemeinsame Nenner 'Grenzen und Grenzüberschreitungen' von vornherein eine interdisziplinäre Ausrichtung nahe legt:
Zu (a): Grenze Lebenswelt-Wissenschaft: Hier erfüllt eine interdisziplinär ausgerichtete Erkenntnistheorie die Aufgabe, den Prozess der 'Disziplinierung', dem sich die Studenten beliebiger Fächer mit dem Entschluss zu einem wissenschaftlichen Studium unterworfen haben, zu reflektieren, so dass er bewusst vollzogen und in seinen Vor- und Nachteilen beurteilt werden kann. Die damit zu erreichende Rückbindung des wissenschaftlichen Spezialwissens an die lebensweltliche Erfahrung ist wissenschaftsintern notwendig, um Grundlagenkrisen durchzustehen und um mit Nachbarfächern interdisziplinär zusammenarbeiten zu können. Diese Rückbindung ist aber auch politisch-gesellschaftlich notwendig, damit das mit großen öffentlichen Kosten erzeugte Spezialwissen der Öffentlichkeit vermittelbar bleibt, so dass Wissenschaft und Technik involvierende oder betreffende Grundentscheidungen (Energiesektor; Biotechnologie) rational getroffen werden können.
Zu (b): Grenzen zwischen Wissenschaften, Sprachspielen und Lebensformen: Hierher gehören als fachphilosophisch geltende Probleme, die einerseits sehr spezialisiert sind (z.B.: in welchem Sinne haben Teile der Alchemie 'denselben Gegenstand' wie die moderne Chemie?), andererseits aber auch sehr umfassend (z.B. Möglichkeiten interkultureller Kommunikation). Daneben gibt es aber eine mittleren Ebene, auf der, vorzugsweise im Team-Teaching, konkrete Probleme der Zusammenarbeit verschiedener Fächer erörtert werden, z.B. Medizin und Psychologie; die 'Seele' der Psychologie und die der Seelsorge; das Leib-Seele-Problem; können Computer Sprache verstehen; etc. Angebote aus den Bereichen (a) und (b) können gegebenenfalls so gestaltet werden, dass sie als Teile der Lehrerausbildung im neuen Fach 'L-E-R' fungieren.
Zu (c): Grenze zwischen verschiedenen Medien: Hier kann die Erkenntnistheorie mit den Kulturwissenschaften zusammenarbeiten, um einerseits Grundlagenprobleme zu erörtern und andererseits die Möglichkeit zu verbessern, Arbeiten aus verschiedenen kulturellen Bereichen (Wissenschaft, Kunst, Religion) aufeinander zu beziehen und damit einer weiteren Aufsplitterung der 'zwei Kulturen' entgegenzuarbeiten. Die hier (ebenfalls im Team-Teaching) anzubietenden Lehrveranstaltungen sollten in den neuen Studiengang 'Medienwissenschaft' Eingang finden.
Zu (d): Grenze zwischen Sprache und Vorsprachlichem: Hier können neben Veranstaltungen zur philosophischen Anthropologie spezielle Seminare mit Psychologen und Spezialisten im Feld 'Künstliche Intelligenz' durchgeführt werden.
Lehrformen:
Aus der Kennzeichnung der Inhalte in (2.1) ist bereits erkennbar, dass die Form derjenigen Lehrveranstaltungen, bei denen es sich nicht um Überblicksvermittlung im Frontalunterricht handelt, als Team-Teaching am sinnvollsten ist, d.h. mit im Normalfall zwei Veranstaltungsleitern, die noch keine lehrbuchmäßige gemeinsame Meinung haben, so dass ihr offenes, suchendes Gespräch den Studenten auch durch die Veranstaltungsstruktur erlebbar macht, wie Einsichten im Prozess erarbeitet werden.
Da es im Themenbereich (a) darum geht, den Schritt in die Wissenschaft hinein ausdrücklich zum Thema zu machen, ist es hier unvermeidlich, persönliche, individuelle Vorgeschichten und Erwartungen anzusprechen. Auch dies erfordert eine Form der Vermittlung, die vom traditionellen Frontalunterricht abweicht. Auch hier wird das Philosophieren als Tätigkeit vermittelt, nicht als abfragbarer Lerninhalt. Dies gilt ebenso für Veranstaltungen für die zukünftigen L-E-R-Lehrer.
Veröffentlichungen:
Aktuelle Artikel:
- Von Gott sprechen. Rheinischer Merkur - Nr. 45 / 2008 S. 25.
Monographien:
- Historische und systematische Untersuchungen zur Abstraktion, Dissertation Erlangen 1970 (Fotodruck)
- Pragmatik als Basis von Semantik und Syntax, Frankfurt (Suhrkamp) 1975
- Phantasie und Kalkül, Über die Polarität von Handlung und Struktur in der Sprache; Frankfurt (Suhrkamp) 1992
Teilautorschaft:
- Por uma Filosofia Critica da Ciência, Goiânia (Universidade Federal de Goias) 1987 (mit R. Hesse, P. Janich, F. Kambartel u. F. Koppe)
Herausgeberschaft:
- Enteignen uns die Wissenschaften? Über das Verhältnis zwischen Erfahrung und Empirie, ed. H. J. Schneider und R. Inhetveen, München (Fink) 1993
- Metapher, Kognition, Künstliche Intelligenz, ed. H. J. Schneider, München (Fink), 1996
- Mit Sprache spielen. Die Ordnungen und das Offene nach Wittgenstein, ed. H. J. Schneider und M. Kroß, Berlin (Akademie-Verlag), 1999
Andere selbständige Veröffentlichungen:
- Über das Schweigen der Philosophie zu den Lebensproblemen. Konstanzer Universitätsreden Nr. 97, Konstanz (Universitätsverlag) 1979
Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden seit 1993:
- 'Kontext': Ein sprachphilosophischer Beitrag zu einer Begriffsbestimmung. In: W. Bonß, R. Hohlfeld. R. Kollek (Hrsg.), Wissenschaft als Kontext - Kontexte der Wissenschaft. Hamburg (Hamburger Institut für Sozialforschung: Junius-Verlag) 1993, 125-134
- Distanz zur Disziplin. Besonderheiten interdisziplinären Arbeitens; Universitas 48 (1993) 362-376.
- Der Begriff der Erfahrung und die Wissenschaften vom Menschen. In: H. J. Schneider, R. Inhetveen (eds.), Enteignen uns die Wissenschaften? Über das Verhältnis zwischen Erfahrung und Empirie, München (Fink) 1993, 7-27
- 'Syntaktische Metaphern' und ihre begrenzende Rolle für eine systematische Bedeutungstheorie, Deutsche Zeitschrift für Philosophie 41 (1993) 477-486
- Die Situiertheit des Denkens, Wissens und Sprechens im Handeln. Perspektiven der Spätphilosophie Wittgensteins, Deutsche Zeitschrift für Philosophie 41 (1993) 727-739.
- Therapieziele und Lebensqualität. Philosophische Aspekte, Fundamenta Psychiatrica 42 (1993) 202-207
- Ethisches Argumentieren. In: H. Hastedt, E. Martens (eds.), Ethik; ein Grundkurs, Reinbek (Rowohlts Enzyklopädie) 1994, 13-47
- Wie systematisch kann eine Theorie der Bedeutung sein? In: G. Meggle, U. Wessels (eds.), Analyomen 1; Proceedings of the 1st Conference 'Perspectives in Analytical Philosophy', Berlin (de Gruyter) 1994, 564-573
- Medium versus Theorie: Über die Rolle der Logik beim Verständnis des Argumentierens; in: H. Wohlrapp (ed.), Wege der Argumentationsforschung; Stuttgart (Frommann-Holzboog) 1995, 127-137; Diskussion: 140-146.
- Begriffe als Gegenstände der Rede; in: I. Max, W. Stelzner (eds.), Logik und Mathematik. Frege-Kolloquium Jena 1993; Berlin (de Gruyter), 1995, 165-179
- Wie kommt Geistiges zur Sprache? (zu G. Roth / H. Schwegler, Das Geist-Gehirn-Problem aus der Sicht der Hirnforschung und eines nicht-reduktionistischen Physikalismus), Ethik und Sozialwissenschaften 6 (1995), Heft 1, 119-121
- 'Spiegel der Natur' oder Sprachspiel-Relativismus: Eine falsche Alternative; in: C. Demmerling, G. Gabriel, Th. Rentsch (Hrsg.), Vernunft und Lebenspraxis. Philosophische Studien zu den Bedingungen einer rationalen Kultur. Für Friedrich Kambartel. Frankfurt (Suhrkamp) 1995, 103-122
- Tjelesna uvjetovanost jezika. Uz postavke Marka Johnsona i Eugena T. Gendlina, Filozofska istrazivanja 58 (1995), 439-450. Übersetzung von:
- Die Leibbezogenheit des Sprechens: Zu den Ansätzen von Mark Johnson und Eugene T. Gendlin, Synthesis Philosophica 19-20 [vol. 10 (1-2 1995)] 81-85
- Offene Grenzen, zerfaserte Ränder: Über Arten von Beziehungen zwischen Sprachspielen, Wittgenstein Studies 2/95, Datei: 12-2-95 (3 1/2" Diskette; ISSN 0943-5727), Buchveröffentlichung in Vorbereitung.
- 'Den Zustand meiner Seele beschreiben' Bericht oder Diskurs? Deutsche Zeitschrift für Philosophie 44 (1996) 17-133
- Über das Verhältnis zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Wissenschaftstheoretische Überlegungen im Hinblick auf die Fähigkeit zur Interdisziplinarität; in: Ph. Balsiger, R. Defila, A. Di Giulio (Hrsg.), Ökologie und Interdisziplinarität - Eine Beziehung mit Zukunft? Wissenschaftsforschung zur Verbesserung der fachübergreifenden Zusammenarbeit. (Themenheft des Schwerpunktprogramms 'Umwelt' des Schweizerischen Nationalfonds). Basel (Birkhäuser) 1996, 45-55
- Wittgensteins Begriff der Grammatik und das Phänomen der Metapher; in: H. J. Schneider (ed.), Metapher, Kognition, Künstliche Intelligenz, München (Fink) 1996, 13-31
- The Situatedness of Thinking, Knowing and Speaking: Wittgenstein and Gendlin; in: David M. Levin (ed.), Language beyond Postmodernism. Saying and Thinking in Gendlin's Philosophy; Evanston (Northwestern Univ. Press; Studies in Phenomenology and Existential Philosophy), 1997, 97-116 (mit einer Antwort von Gendlin)
- W. Lüttersfeld, A. Roser (eds.), Der Konflikt der Lebensformen in Wittgensteins Philosophie der Sprache. Frankfurt (Suhrkamp) 1999, 138-155
- Metaphorically created objects: 'real' or 'only linguistic'? In: B. Debatin, T. R. Jackson, D. Steuer (eds.), Metaphor and Rational Discourse, Tübingen (Max Niemeyer) 1997, 91-100
- 'Zwischen den Zeilen': Wittgenstein und Gendlin über die nichtregelhafte Seite der Sprachkompetenz; in: J. Padilla Gálvez, R. Drudis Baldrich (eds.), Wittgenstein y el Círculo de Viena - Wittgenstein und der Wiener Kreis, Cuenca (Ediciones de la Universidad de Castilla-La Mancha; Colección Estudios n° 49) 1998, 165-181 (Vorabdruck in Deutsche Zeitschrift für Philosophie 45 (1997) 415-428)
- Lorenz lesen. Oder: Was heißt 'ein Zeichen steht für etwas'? In: M. Astroh, D. Gerhardus, G. Heinzmann (eds.), Dialogisches Handeln. Eine Festschrift für Kuno Lorenz, Heidelberg (Spektrum Akademischer Verlag) 1997, 281-294
- From Actions to Symbols: Wittgenstein's Method and the Pragmatic Turn, Philosophia Scientiae, 2 (2), 1997, 213-229
- Kommunikation ohne Basis. Grundprobleme interkultureller Verständigung, in: Wolfgang Luutz (Hrsg.), Das 'Andere' der Kommunikation; Leipzig 1997 (Leipziger Schriften zur Philosophie; 8) 17-32
- Reisen zwischen Welten. Sprachliche Mobilität als Schlüsselqualifikation; in Essener Unikate. Berichte aus Forschung und Lehre, hrsg. vom Rektor der Universität GH Essen, Heft 9 (1997) 28-35
- Das neue Fach 'Lebensgestaltung - Ethik - Religionskunde': Sinnvolle Propädeutik oder fragwürdiger Ersatz für den Religionsunterricht? Deutsche Zeitschrift für Philosophie 46 (1998) 305-318
- Der Zen-Weg. Westliche Worte zu einer östlichen Praxis, Sinn und Form 50 (1998) 695-704
- Das Allgemeine als Zufluchtsort. Eine kritische Anmerkung zur Diskursethik, in: H. Steinmann, A. G. Scherer (eds.), Zwischen Universalismus und Relativismus. Philosophische Grundlagenprobleme des interkulturellen Management, Frankfurt (Suhrkamp) 1998, 179-190
- Mentale Zustände als metaphorische Schöpfungen; in: W. Kellerwessel, Th. Peuker (eds.), Wittgensteins Spätphilosophie. Analysen und Probleme; Würzburg (Königshausen & Neumann) 1998, 209-226
- Mind, Matter, and our Longing for the 'One World'; in: Georg Meggle, (ed.), Actions, Norms, Values: Discussions with Georg Henrik von Wright; Berlin (de Gruyter) 1999, 123-137
- Wittgenstein und die Grammatik; in: H. J. Schneider, M. Kroß (Hrsg.), Mit Sprache spielen. Die Ordnungen und das Offene nach Wittgenstein; Berlin (Akademie-Verlag) 1999, 11-29
- Creation and re-creation. The interplay of activity and structure in language. Journal of Pragmatics 31 (1999), 669-684
- Handlung - Verhalten - Prozess. Skizze eines integrierten Ansatzes. In: J. Straub, H. Werbik, eds., Handlungstheorie. Begriff und Erklärung des Handelns im interdisziplinären Diskurs, Frankfurt M. (Campus) 1999, 27-48
- Die Ruhe im Strudel der Dinge – Philosophische Anregungen für die Einstellung des Kompasses; in: Verband der Blinden- und Sehbehindertenpädagogen e.V. (ed.), Lebensperspektiven. Kongressbericht vom 32. Kongress, Nürnberg, 3.-7. August 1998. Hannover (Verein zur Förderung der Blindenbildung) o. J., 19-31.
- Orientierung im Strudel der Dinge. Welche Erwartungen an die Philosophie sind heute erfüllbar? Universitas Heft 56, 2001, 360-375
- Sind mentale Gegenstände Fiktionen? In: J. Nida-Rümelin (ed.), Rationalität, Realismus, Revision. Vorträge des 3. Internationalen Kongresses der Gesellschaft für Analytische Philosophie, Sept. 1997 in München. Berlin (de Gruyter) 1999, 230-237
- Propädeutik statt Therapie. Eine Anmerkung zur Studienordnung ‚Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde‘ der Universität Potsdam. In: K. E. Grözinger, B. Gladigow, H. Zinser (eds.), Religion in der schulischen Bildung und Erziehung, Berlin (Berlin Verlag Arno Spitz) 1999, 169-185
- Metaphors and Theoretical Terms: Problems in Referring to the Mental, in: M. Carrier, G. J. Massey, L. Ruetsche (eds.), Science at Century’s End. Philosophical Questions on the Progress and Limits of Science. Pittsburgh (Univ. of Pittsburgh Press / Universitätsverlag Konstanz) 2000, 193-216
- Was heißt 'Explizitmachen impliziten Regelwissens?' In: Handlung, Kultur, Interpretation 9 (2000), 306-323
- Wissenschaftliche Erfahrung, lebensweltliche Erfahrung, religiöse Erfahrung. Eine erkenntnistheoretische Landschaftsskizze. In: Florian Uhl / Artur R. Boelderl (Hg.), Zwischen Verzückung und Verzweiflung. Dimensionen religiöser Erfahrung, Düsseldorf-Bonn (Parerga) 2001 (= Schriften der Österreichischen Gesellschaft für Religionsphilosophie, Bd. 2). 103-127
- Spiritualität: Bausteine zu einer Begriffsbestimmung. In: Dieter Seefeldt (Hrsg.), Spiritualität und Psychotherapie. Materialien des 24. Potsdamer Psychotherapie-Symposiums 1999. Lengerich (Pabst Science Publishers) 2001, 27-37
- Universale Sprachformen? Zu Robert Brandoms 'expressiver Deduktion' der Gegenstand-Begriff-Struktur. In: Lutz Wingert / Klaus Günther (Hg.), Die Öffentlichkeit der Vernunft und die Vernunft der Öffentlichkeit. Festschrift für Jürgen Habermas, Frankfurt (Suhrkamp) 2001 (stw 1533), 151-191
- Beruht das Sprechenkönnen auf einem Sprachwissen? In: Sibylle Krämer, Ekkehard König (Hrsg.), Gibt es eine Sprache hinter dem Sprechen? Frankfurt (Suhrkamp) 2002 (stw 1592), 129-150
- Technikgeschichte als Paradigma für Kulturverstehen? In: M. Gutmann, D. Hartmann, M. Weingarten, W. Zitterbarth (Hrsg.), Kultur - Handlung - Wissenschaft. Für Peter Janich, Weilerswist (Velbrück) 2002, 302-321
- Fortsetzung statt Übersetzung! Das Problem des Kulturverstehens aus der Sicht einer pragmatischen Bedeutungstheorie. In: Joachim Renn, Jürgen Straub, Shingo Shimada (Hg.), Übersetzung als Medium des Kulturverstehens und der sozialen Integration, Frankfurt (Campus) 2002, 39-61
- "Der Philosoph behandelt eine Frage; wie eine Krankheit" (Ludwig Wittgenstein) Eine Antwort auf die Frage 'Was ist, kann und soll die Philosophie?' In: Wolfgang Schoberth, Ingrid Schoberth (Hg.), Kirche - Ethik - Öffentlichkeit (Christliche Ethik in der Herausforderung Bd. 5), Münster (Lit) 2002, 190-203
- Das Placebo-Argument. In: Ludwig Nagl (Hrsg.), Religion nach der Religionskritik, Wien (Oldenbourg / Akademie Verlag) (Wiener Reihe. Themen der Philosophie, Bd. 12), 2003, 177-194
- Konstitutive Regeln und Normativität. Deutsche Zeitschrift für Philosophie 51 (2003) 81-97
- Der systematische Ort der Medienehtik - ein sprachphilosophische Perspektive; in: Bernhard Debatin, Rüdiger Funiok (Hrsg.), Kommunikations- und Medienethik, Konstanz (UVK-Verlagsgesellschaft) 2003, 23-34
- Das Prinzip der Ausdrückbarkeit, die Grenzen des Sagbaren und die Rolle der Metapher; in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 51 (2003) 443-458. Abdruck in: U. Arnswald, J. Kertscher, M. Kroß (Hrsg.), Wittgenstein und die Metapher, Berlin (Parerga) 2004, 55-79. - Eine amerikanische Version soll erscheinen als:
- Metaphor and the Limits of Language; in: George Allen, Merle Allshouse (eds.) Nature, Truth and Value: Essays in Honor of Frederick Ferré.
- Der Begriff der religiösen Erfahrung bei William James und seine Weiterentwicklung nach Wittgenstein; in: Winfried Löffler, Paul Weingartner (eds.), Wissen und Glauben. Beiträge des 26. Internationalen Wittgenstein Symposiums, Bd. XI, Österreichische Ludwig Wittgenstein Gesellschaft, Kirchberg am Wechsel 2003, 320-322
- Liberating Language in Linji and Wittgenstein, Asian Philosophy 13 (2003) 103-113 (mit James D. Sellmann)
- Anliegen und Ambivalenzen postmodernen Denkens, Fromm-Forum (Internationale Erich Fromm Gesellschaft) 8, 2004, 8-15
- Das Unsagbare und das Unsägliche: Grenzen im Bereich der Wissensformen; in: W. Hogrebe (Hg.), Grenzen und Grenzüberschreitungen . XIX. Deutscher Kongress für Philosophie, Bonn 2002, Berlin (Akademie Verlag) 2004, 770-783
- Die Sprache: Trübes Medium oder Lebenselement der Kommunikation? In: Marianne Kubaczek, Wolfgang Pircher, Eva Waniek (Hrsg.), Kunst. Zeichen. Technik. Philosophie am Grund der Medien, Münster (Lit-Verlag) 2004, 241-270
- Erfahrung und Erlebnis. Ein Plädoyer für die Legitimität interaktiver Erfahrungen in den Naturwissenschaften. In: Reinhold Esterbauer, Elisabeth Pernkopf, Mario Schönhart (Hg.), Spiel mit der Wirklichkeit. Zum Erfahrungsbegriff in den Naturwissenschaften, Königshausen und Neumann, 2004, 231-248
Rezensionen:
- Arten von Unsinn? Rezension von: Alice Crary, Rupert Read (eds.): The New Wittgenstein, Routledge, London and New York 2000, in Deutsche Zeitschrift für Philosophie 51 (2003) 876-881
Beiträge in Handbüchern seit 1993:
- Ausprägungen pragmatischen Denkens in der gegenwärtigen Sprachphilosophie; in: H. Stachowiack (ed.), Pragmatik. Handbuch pragmatischen Denkens, Bd. 4: Pragmatische Sprachphilosophie, Sprachpragmatik und formative Pragmatik, Hamburg (Felix Meiner) 1993, 1-37
- Artikel 'Intuition and Introspection'; in: J. Verschueren, J-O. Östman, J. Blommaert (eds.), Handbook of Pragmatics: Manual, Amsterdam (John Benjamins) 1995, 606-608
- Artikel 'Objectivism vs. Subjectivism'; in: J. Verschueren, J-O. Östman, J. Blommaert (eds.), Handbook of Pragmatics: Manual, Amsterdam (John Benjamins) 1995, 397-399
- Artikel 'Semantik'; in: J. Ritter, K. Gründer (eds.), Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd. 9, Basel (Schwabe & Co.) 1995, 581-593 (mit P. Stekeler-Weithofer)

