Geowissenschaft, Umweltforschung
Moose als "Umweltpolizei"
9.30-10.00 Uhr, Haus 10, Raum 025

Foto:
Ulrike Korn
Der Lebensraum von Moosen ist vielfältig: Sie wachsen auf Erde, Holz, Gestein, im Wasser und auf Kot. Es gibt sogar ein Moos, das in Höhlen gedeiht und im Dunkeln leuchtet. Moose haben keine Wurzeln. Sie nehmen Wasser und Nährstoffe über ihre gesamte Blättchenoberfläche auf, aber auch den feinen Staub aus der Luft. Deshalb können Moose als so genannte Umweltindikatoren beispielsweise einen erhöhten Schwermetallgehalt in der Umwelt anzeigen. Einige Bundesländer nutzen Moose zur Beobachtung der Umweltbedingungen (Monitoring), was am Beispiel von Sachsen ausführlicher vorgestellt wird.
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Freund oder Feind? - Wie Mikroorganismen mit Pflanzen leben
10.15-10.45 Uhr, Haus 10, Raum 025

Foto:
Ulrike Korn
Der Kontakt von Pflanzen mit Mikroorganismen wie Viren, Bakterien oder Pilze kann sowohl schädlich als auch nützlich sein. Pathogene Organismen schädigen die Pflanzen und können Krankheiten verursachen. Andere gehen mit Pflanzen eine Symbiose ein. So bezeichnen Biologen das Zusammenleben zweier verschiedener Organismen, das für beide einen Vorteil bietet und keinem schadet. Der Vortrag soll Antworten auf die Fragen geben, wie Pflanzen auf den Befall mit schädlichen Mikroorganismen reagieren und Pflanzenkrankheiten anhand von Symptomen diagnostiziert werden können. Außerdem werden verschiedene Formen der Symbiose und ihre Bedeutung vorgestellt.
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Was erforscht die Geoökologie?
11.00-11.30 Uhr, Haus 10, Raum 025

Foto: Fritze
Die Geoökologie erforscht die komplexen Zusammenhänge zwischen Boden, Wasser, Klima, Tieren und Pflanzen und der Landnutzung durch den Menschen. Dabei werden sowohl physikalische, chemische als auch biologische Prozesse sowie ihr Zusammenwirken untersucht. Geoökologen forschen viel in der Landschaft, aber sie analysieren auch Proben im Labor, erstellen auf der Basis von selbst erhobenen oder durch Fernerkundung gewonnenen Daten Simulationsmodelle am Computer und leiten daraus ab, welche Maßnahmen zu treffen sind, um beispielsweise Hochwasserrisiken zu minimieren. Der Vortrag stellt das vielfältige Forschungsgebiet der Geoökologie an einigen interessanten Beispielen vor.
Universität Potsdam
Feuerwerk aus dem All - Mit dem Satellit durchs Polarlicht
11.45-12.15 Uhr, Haus 10, Raum 025

Foto: GFZ
Polarlichter fesseln die Menschen seit Urzeiten und beschäftigen Forscher seit Jahrhunderten. Doch erst seit kurzem können Satelliten wie beispielsweise CHAMP direkt in Polarlichtgebieten messen und liefern faszinierende neue Ergebnisse. So wird CHAMP bei fast jedem Überflug der Polargebiete stark abgebremst. Daraus schließen Forscher eine Dichteerhöhung der Luft um bis zu 300 Prozent! Der Vortrag informiert über die Entdeckung solcher Phänomene und deren Auswirkungen auf Atmosphäre, Klima und Raumfahrt.
GeoForschungsZentrum Potsdam
Vom Baum zum Möbel
13.00-13.30 Uhr, Haus 10, Raum 025

Foto: zg.
Der Vortrag zeichnet den Weg eines Baumes von der Gewinnung des Rundholzes im Wald bis hin zum fertigen Möbel nach. Ein besonderer Schwerpunkt sind dabei die industriellen Fertigungsprozesse. Aber auch handwerkliche und gestalterische Aspekte kommen zur Sprache.
Fachhochschule Eberswalde
Stunde Null eines Ökosystems
13.45-14.15 Uhr, Haus 10, Raum 025

Foto: zg.
Wir leben in über Jahrtausende gewachsenen Landschaften. Wie die Entwicklung zu dem heutigen Zustand jedoch abgelaufen ist, kann oft nur noch indirekt erschlossen werden. Ein Ökosystem, das noch am Anfang seiner Entwicklung steht, ist in Mitteleuropa nur noch selten zu finden. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus verfügt seit 2005 über ein weltweit einmaliges Untersuchungsgelände. In der Lausitz wurde ein künstliches Wassereinzugsgebiet geschaffen, das als Modell für die Entwicklung eines Ökosystems dienen kann. Wissenschaftler untersuchen hier die zunehmende Vielfalt der Strukturen, beginnend bei einem klar definierten "Punkt Null".
Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Mit welchen Energien in die Zukunft?
14.30-15.00 Uhr, Haus 10, Raum 025

Foto:
Jana Wieduwilt
Der Vortrag schildert auf anschauliche Art, wie sich der Energiebedarf entwickeln wird und wie er für die Zukunft in Deutschland gesichert werden kann. Dabei werden die Möglichkeiten der erneuerbaren Energien vorgestellt und in einen möglichen Energiemix eingeordnet. Einen direkten Bezug zum Alltag vermittelt die Beantwortung der Frage: Was sagt uns eine Energieabrechnung über die Energieversorgung?
Fachhochschule Lausitz
