Julius Erdmann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur
für Kulturen romanischer Länder
Zur Person
Forschungsinteressen
Lehre
Seminare
Sprechzeiten
Geb. 1985 in Leipzig. Abitur 2003. 2003-2004 "Anderer Dienst im Ausland" in Frankreich. 2004 - 2008 Studium der Romanistik, Psychologie und Medienwissenschaft an den Universitäten Freiburg i.Br. und Fribourg / Schweiz. Abschluss als Bachelor of Arts mit einer Arbeit zur Wahrnehmung der Online-Community Myspace.com (Auszeichnung für die beste Abschlussarbeit der Fakultät). 2008 - 2011 Studium der Philosophie im deutsch-französischen Masterstudiengang Kulturphilosophie an den Universitäten Stuttgart und Paris VIII. Abschluss als Master of Arts mit einer Arbeit zur Medialität technischer Kommunikationsmedien im Werk Michel Serres (mit Auszeichnung bestanden). Seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kulturen romanischer Länder. Promotionsprojekt zu Medien als Möglichkeitsraum kultureller Mobilisierung.
Internet- und Medienforschung, Semiotik der Jugend- und Subkulturen, Bildwissenschaft, symbolischer Interaktionismus, soziokultureller Konstruktivismus, Poststrukturalismustheorie
SoSe 2011
- Tutorat - HS Die Geheimnisse der Werbung
WiSe 2011/12
- Seminar Zeichen des Widerstands im Internet. Vernetzung, Hybridität und Zeichenaneignung als Prozesse kulturellen und politischen Widerstands
SoSe 2012
- Seminar Medienkultur des fotografischen Bildes. Geschichte, Produktion, Wahrnehmung
Zeichen des Widerstands im Internet. Vernetzung, Hybridität und Zeichenaneignung als Prozesse kulturellen und politischen Widerstands
Medien sind nicht auf ihre Eigenschaft als reine Mittel der Kommunikation und somit Baustoff unserer Kommunikationsstrukturen zu reduzieren. Innerhalb von Medien werden Informationen und Zeichen ausgetauscht, es eröffnen sich Verständigungs- und Identifikationsprozesse, kurz: Medien sind Räume kultureller Aktivität. Ein wesentlicher Bestandteil kultureller Mobilisierung und kultureller Dynamik ist der Wechsel aus Normierung und Widerstand, die sich auf eine kulturelle Kodierung von Zeichen beziehen. In heutiger Zeit ist das Internet ein prominentes Beispiel für diese Möglichkeitsräume kultureller Bewegung.
Die Studierenden erhalten im Rahmen des Seminars einen Einblick in grundsätzliche theoretische Grundlagen zu solch kultureller Dynamik. Des Weiteren sollen Beispiele für kulturelle (und politische?) Widerständigkeit im Internet vornehmlich in der Romania identifiziert und behandelt werden. Anhand dieser Beispiele werden die Studierenden grundsätzliche Prozesse wie die Aneignung von Zeichen, die Erstellung hybrider Formen und die Dynamik der Vernetzung (sowohl von Individuen, als auch von Zeichenzusammenhängen) nachvollziehen können. Dabei wird auch ein möglicher Zusammenhang von Realität und Virtualität sichtbar gemacht werden.
Ziel des Seminars ist eine kritische Auseinandersetzung mit kulturellen Codices und das Erkennen der Dynamik von Zeichen. In Kurzvorträgen mit besonderem Schwerpunkt auf anschließende Diskussionen erlenen die Studierenden die kritische Auseinandersetzung auch in methodisch praktischer Form.
Im Rahmen des Senminars erstellen die Studierenden ein eigenes Wiki zu Widerstandspraktiken in der vernetzten Kommunikation via Internet. Dieses wird unter der URL https://netresistanceresearch.wikispaces.com/ [in Erarbeitung] veröffentlicht.
Sprechzeiten:
Mo. 13:45h - 14.30h oder nach Vereinbarung

