Professur für französisch-
und spanischsprachige Literaturen
Prof. Dr. Ottmar Ette
Forschungsschwerpunkt
»Konvivenz«
Überblick alle Forschungssschwerpunkte
Schwerpunkt 2011 »Konvivenz« |
|
![]() |
|
Publikationen
Die unserer neuen Globalisierungsphase aufgegebene Herausforderung besteht heute darin, die Bedingungen für eine Konvivenz im weltweiten Maßstab zu schaffen, die es erlaubt, in Frieden und in kultureller Differenz zusammenzuleben. Die Literaturen der Welt stellen mit ihrem über Jahrtausende quer durch die unterschiedlichsten Kulturen fortgeschriebenen ZusammenLebensWissen den idealen Erprobungs- und Experimentierraum für jene Lebensformen und Lebensnormen der Konvivenz dar, der in der Übersetzung des Imaginierbaren ins Denkbare, des Denkbaren ins Schreibbare, des Schreibbaren ins Publizierbare sowie des Lesbaren ins Lebbare und Erlebbare ein prospektives Wissen für die Zukunft zur Verfügung stellt. Aus dem Bewußtsein eines Schreibens nach dem Paradies entstehen Wege auf der Suche nach dem Paradies. |
|
|
El presente libro reúne trabajos y estudios sobre Centroamérica
y el Caribe, dos regiones que se demarcan de forma
paradigmática como el área circuncaribe desde su condición
de red fragmentada de mundos insulares y de conjuntos de
islas, así como desde su condición de unidades multilingües y Los trabajos aquí reunidos se dedican y apuntan a visualizar y
comprender Centroamérica y el Caribe como Trans(it)Areas,
partiendo de un concepto dinámico y vectorial de espacio
que transciende las coordenadas geográficas estáticas. Dichos |
Ein im globalen Maßstab erfolgreiches Zusammenleben in Frieden und Differenz stellt für die Menschheit zweifellos die große, vielleicht entscheidende Herausforderung im 21. Jahrhundert dar. Die Frage, wie wir zwischen unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Sprachen und Identitätszuschreibungen zusammenleben können, ist freilich eine der Grundfragen, auf welche die verschiedensten Traditionen der Literaturen der Welt – wie dieser Band zeigt – seit dem Gilgamesch-Epos und seit Tausendundeine Nacht immer wieder neue Antworten gesucht haben. Dieses von der Literatur über Jahrhunderte und Jahrtausende nicht nur gesammelte und konservierte, sondern experimentell immer wieder aufs Neue erprobte ZusammenLebensWissen bildet ein Wissen von den Formen und Normen der Konvivenz, das von enormer, ja lebenswichtiger Bedeutung für uns heute ist. Denn im Dreieck von historisch akkumulierter Last, ästhetisch reflektierter List und oft prospektiv ausgerichteter Lust entfaltet die Literatur ihr Wissen als Erlebenswissen, welches nicht nur das Schreib- und Publizierbare, sondern auch das Denk- und Imaginierbare lebbar und nacherlebbar macht. ZusammenLebensWissen. List, Last und Lust literarischer Konvivenz im globalen Maßstab (ÜberLebenswissen III). Berlin: Kulturverlag Kadmos 2010 [400 p.] |
Gesamtübersicht der Publikationen
Aktivitäten
Freitag/ Samstag, 9./ 10. Dezember 2011
Internationale Tagung "Die Karibik als Paradigma: Convivencias/Coincidencias"
Organisation: Ottmar Ette, Anne Kraume, Werner Machenbach, Gesine Müller
Kulturtheoretische Versuche, ein Zusammenleben in Frieden und Differenz programmatisch zu fassen, werden entwickelt als Antwort auf eine missglückte Etikettierung von Multikulturalismus oder als Absage an einen essentialistischen Identitätsbegriff. Dass aktuelle Debatten zu diesem Thema auch intensiv weltweit von Intellektuellen in post-kolonialen insulären oder archipelischen Konstellationen geführt werden, liegt aus verschiedenen Gründen nahe.
Besonders die Karibik hat sich in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zu einem der privilegierten Orte für Theorieproduktion emporgeschwungen: Négritude, Créolité, Relationalité – in dieser chronologischen Abfolge wird versucht, das Zusammenleben auf den Inseln dieses Archipels und seiner Diaspora konkret in den Blick zu nehmen, beziehungsweise von dort aus universale Kategorien zu entwickeln, wie es vor allem Édouard Glissant und Benítez Rojo unternommen haben. Dabei stellt sich bis heute immer wieder die Frage, wie ethnische Differenz zu fassen ist, ohne in Essentialismen zurückzufallen. Ähnlich wie die Kritik am Multikulturalismus durch führende Theoretiker in der angelsächsischen Tradition, wie Arjun Appadurai oder Paul Gilroy, äußern sich Intellektuelle der spanischsprachigen und frankophonen Welt rückblickend recht kritisch über die Creolité-Diskurse. Was aber wird dieser Kritik entgegengehalten? Édouard Glissant nennt beispielsweise sein alternatives Modell “Archipelisierung”. Dieses Konzept mündet später in die Idee eines Tout-monde. In den letzten Jahren wurden jedoch auch vermehrt Stimmen weltweit aus anderen Archipel-Konstellationen laut, die sich mit den aus der Karibik stammenden programmatischen Konzepten auseinandersetzten.
Ausgehend von unserem zentralen Fokus auf Konvivenz (vgl. O. Ette: ZusammenLebensWissen, Berlin Kadmos 2010) soll es in unserer Tagung darum gehen, die Karibik als Paradigma, d.h. als prädestinierten Ort für Theorieproduktion, zu beleuchten. Dabei wollen wir fragen, inwiefern Konzepte von dort in welchen anderen Regionen oder gar weltweit rezipiert, evtl. kritisch hinterfragt und neu profiliert wurden.
Zusendung von Abstracts bis zum 25. Oktober an folgende zwei Adressen:
Anne Kraume: kraume@uni-potsdam.de oder Gesine Müller: gesine.mueller@uni-potsdam.de
Montag, 14. Februar 2011 um 19.00 Uhr
Buchvorstellung und Vortrag: Zusammenlebenswissen - wie Literatur die Zukunft erzählt
Organisiert von Spree-Athen e. V.
Die Veranstalung findet statt im Literaturhaus in der Fasanenstr. 23 in Berlin Charlottenburg (U1 Uhlandstr.)
Einritt frei, Gäste willkommen
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier. (PDF, 87KB)
»F(r)icciones de vida – trauma, memoria y convivencia en las literaturas hispanoamericanas / LebensF(r)iktionen – Trauma, Erinnerung und Zusammenleben in den hispanoamerikanischen Literaturen«
Unter dem Titel „F(r)icciones de vida – trauma, memoria y convivencia en las literaturas hispanoamericanas“ / „LebensF(r)iktionen – Trauma, Erinnerung und Zusammenleben in den hispanoamerikanischen Literaturen“ findet am 16. und 17. Dezember ein europäisches Kolloquium/Doktorandenworkshop am Institut für Romanistik statt, in Zusammenarbeit mit und gefördert von der Potsdam Graduate School (PoGS). Die Veranstaltung widmet sich neueren literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschungsansätzen zum Verhältnis von Literatur und Leben und der Rolle der Literatur als Speichermedium von Lebenserfahrung und Lebens- wie Überlebenswissen in verschiedenen Momenten der hispanoamerikanischen Literaturen. Einer der Schwerpunkte werden die jüngeren zentralamerikanischen Literaturen sein. Mehr...
Eröffnungsvortrag
Das Programm hier (PDF, 33 KB)
9.12.2010 Eröffnungsvortrag im Rahmen des Internationalen Symposiums »Mario Vargas Llosa: die Literatur erleben / Mario Vargas Llosa: vivir la literatura« am Instituto Cervantes in Berlin zum Thema "Konvivenz: Das Fest des Ziegenbockes oder Das Fest der Literatur".
»TransitAreas. Convivencias en Centroamérica y el Caribe« Internationales Symposium und Theorie-Workshop
27.01.-29.01.2010
in Zusammenarbeit mit Gesine Müller, Alexandra Ortiz Wallner und Werner Mackenbach Veranstaltung des Internationales Symposium und Theorie-Workshop - TransitAreas - Convivencias en Centroamérica y el Caribe - Internationales Symposium und Theorie-Workshop zu Formen des Zusammenlebens in Zentralamerika und der Karibik am Ibero-Amerikanischen Institut PK Berlin und der Universität Potsdam. Mehr...





