Prof. Dr. Ottmar Ette
Professur für französisch- und spanischsprachige Literatur
Veranstaltungen
BEGEGNUNG MIT MAX AUBTagung & Theater 8. November 2003, 14.00 - 21.30 Uhr Eine Veranstaltung im Rahmen der Begegnungswoche Spanien - Land Brandenburg
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Programm
Programm Tagung
14.00 Uhr
Ottmar Ette (Potsdam):
BegrüßungElena Aub (Madrid):
Einführung und ErinnerungGustav Siebenmann (St.Gallen):
Begegnungen mit Max Aub
15.00 Uhr
Stefanie Gerhold (Berlin):
Lesung aus den Werken Max Aubs in deutscher Übersetzung
15.30 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr
Albrecht Buschmann (Potsdam):
Max Aub in seinem magischen LabyrinthMercedes Figueras (Freiburg):
Das Wiedersehen Max Aubs mit Spanien: La Gallina ciegaOttmar Ette (Potsdam):
Max Aub und der Raub der Europa
Programm Theater
19.00 Uhr
Der Raub der Europa / El rapto de Europa o Siempre se puede hacer algo (Max Aub)
Aufführung der spanischen Theatergruppe der Universität Potsdam Las Ñustas
Leitung: Alejandra Navas Méndez
Anlässlich des 100. Geburtstages des längst auch in Deutschland zu den großen Autoren des 20. Jahrhunderts gezählten spanischen Schriftstellers Max Aub (1903 - 1972) bietet diese Tagung auf dem Theaterschiff Potsdam - einem angesichts der vielen Migrationen Aubs symbolischen Ort - Lesungen aus seinen Werken, informative Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten seines Lebens und Schaffens sowie eine Begegnung mit Zeitzeugen, die den Schriftsteller persönlich kennen lernten und begleiteten.
Am Abend wird eine öffentliche Aufführung von Max Aubs Theaterstück "Der Raub der Europa / El rapto de Europa" durch die spanische Theatergruppe der Universität Potsdam Las Ñustas eine anregende und spannende Begegnung mit Max Aub, mit Spanien und Europa beschließen.
"Welch ein Schaden war es für mich, in unserer vernagelten Welt von nirgendwoher zu sein! So zu heißen, wie ich nun einmal heiße, mit einem Vor- und einem Nachnamen, die aus dem einen wie dem anderen Land stammen könnten ... Im gegenwärtigen Klima eines vernagelten Nationalismus in Paris geboren und Spanier zu sein, einen in Deutschland geborenen spanischen Vater und eine Pariser Mutter mit ebenfalls deutscher Herkunft, aber slawischem Nachnamen zu haben und mit diesem französischen Akzent zu sprechen, der mein Kastilisch zerreißt - welch ein Schaden war all dies für mich! Der Agnostizismus meiner freidenkerischen Eltern, in einem katholischen Land wie Spanien, oder ihre jüdische Abstammung in einem antisemitischen Land wie Frankreich - wieviel Verdruß, wieviel Erniedrigung hat mir all dies eingetragen! Welch eine Schmach! Manches von meiner Kraft - von meinen Kräften - habe ich darauf verwandt, gegen so schändliches Denken anzukämpfen ...
... Doch sei trotz alledem und zum Ruhme seiner Größe festgehalten, daß es Spanien ist, wo am wenigsten dieser feige Nationalismus, dieser rohe Bodensatz unserer Epoche, floriert - auch wenn dies unglaublich erscheinen mag. Dort mußte ich niemals hören, was ich andernorts, hier und dort, als Lohn dafür zu hören bekam, ein Mensch zu sein, ein Mensch wie jeder andere."
Max Aub
Tagungsort
Theaterschiff Potsdam
Alte Fahrt/Lange Brücke (vom Hbf. über die Brücke Richtung Theaterhalle)
Idee & Planung
Prof. Dr. Ottmar Ette (Sekretariat Gabriele Penquitt: gjp
uni-potsdam.de)
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Veranstalter
Botschaft von Spanien, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Stadt Potsdam, Instituto Cervantes und Antenne Brandenburg
Konzeption & Organisation
Kulturbüro N. u. J. Ruppert, Am Stadtwald 70a, 53177 Bonn


