Dr. Albrecht Buschmann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für
Romanische Literaturwissenschaft (Französisch / Spanisch)
Veranstaltungen
Aub in Aub – Symposium zum 100. Geburtstag von Max Aub (Aub bei Würzburg, 24./25.5.2003)
Eine Veranstaltung des Cercle de l’Aube, der Stadt Aub und der Universität Potsdam
Mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Unterfranken und des Verlages Eichborn Berlin
Max Aub (geb. Paris 1903, gest. Mexiko DF 1972) zählt zu den wichtigsten spanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Aufgewachsen in Paris, mit dem deutschen Vater 1914 nach Spanien ausgewandert, 1939 aus Spanien vor dem Franco-Regime geflohen, in Frankreich im Konzentrationslager inhaftiert und schließlich 1942 nach Mexiko emigriert – Aubs Leben und Denken sind geprägt von der Geschichte des 20. Jahrhunderts, von Krieg und Exil, und vor allem vom Spanischen Bürgerkrieg, in dem er als linker und liberaler Intellektueller auf der Seite der Republik stand; er war es, der bei der Weltausstellung 1937 im Spanischen Pavillon Picassos Guernica der Weltöffentlichkeit präsentierte. Sein in den 20er Jahren im Umkreis der klassischen Avantgarden begonnenes Werk umfaßt Theaterstücke, Gedichte, Essays sowie zahlreiche Romane und Erzählungen; neben den Büchern des „Magischen Labyrinths“, die sich mit dem spanischen Bürgerkrieg und seinen Folgen beschäftigen, hat Aub Zeit seines Lebens ästhetische Fragen reflektiert, etwa die nach der Rolle des Künstlers in einer ideologisch überreizten Zeit, und sie in Romanen wie Jusep Torres Campalans literarisch verarbeitet.
Die Familie von Max Aub stammt ursprünglich väterlicherseits aus der Stadt Aub, in deren jüdischer Gemeinde sich die Max Aub Vorfahren bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück verfolgen lassen. Deshalb wird Max Aubs 100. Geburtstag hier gefeiert, mit Vorträgen zu seiner Person und seinen wichtigsten Werken, mit einer Lesung aus dem Magischen Labyrinth sowie der Aufführung seines Stückes Der Raub der Europa.
Ablauf des Symposiums
Samstag, 24.5. (Ars Musica Aub, Marktplatz 3)
11.00 Uhr: Stadtführung durch Aub
15.00 Uhr: Eröffnung des Symposiums
15.15 Uhr: Stefanie Gerhold (Berlin): Lesung aus Max Aubs Magischen Labyrinth
15.45 Uhr: Ottmar Ette (Universität Potsdam): Max Aub – Schreiben im Labyrinth der Welt
16.30 Uhr: Kaffeepause
17.00 Uhr: Albrecht Buschmann (Universität Potsdam): Mythos und Geschichte im Magischen Labyrinth
17.30 Uhr Pause. Im Foyer: Ausstellung zu Max Aub. Außerdem Ton- und Videodokumente
19.30 Uhr: Theateraufführung: Max Aub Der Raub der Europa (Las Ñustas / Theatergruppe der Universität Potsdam). In spanischer Sprache, eine Zusammenfassung der Szenen auf deutsch steht zur Verfügung.
Im Anschluß: vino de honor
Sonntag, 25.5. (Haus Uhlenmühle, Gollachtal)
10.15 Uhr: Harm-Hinrich Brandt (Universität Würzburg): Der mühsame Weg der jüdischen Gemeinden Unterfrankens in die Emanzipation
10.45 Uhr: Mercedes Figueras (Universität Freiburg): Max Aub – ein Leben zwischen Europa und Amerika
11.30 Uhr: Kaffeepause
12.00 Uhr: Festakt - Max Aub 1903-2003
13.30 Uhr: Festliches Essen
Die Vortragenden:
Stefanie Gerhold: Literarische Übersetzerin, unter anderem der Werke von Max Aub
Prof. Dr. Ottmar Ette: Literaturwissenschaftler an der Universität Potsdam
Dr. des. Albrecht Buschmann: Literaturwissenschaftler an der Universität Potsdam und Übersetzer von Max Aub
Prof. Dr. Harm-Hinrich Brandt: Professor für neuere und neuste Geschichte an der Universität Würzburg i.R.
Mercedes Figueras: Lektorin an der Universität Freiburg und Herausgeberin der deutschen Werkausgabe von Max Aub
Weitere Informationen bei den Organisatoren:
Werner Iredi, Tel. 09335/768 und 221, Fax 09335/1479, e-mail: irediaub
t-online.de
Albrecht Buschmann, 0331/9772547 und 9772360, Fax 0331/9772055, e-mail: buschman
rz.uni-potsdam.de
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