Medieninformation der Universität Potsdam

Nr.: 175/09 vom 31.07.2009

Studium "spielerischer Schnittstellen" an der Universität Potsdam

Zentrum für Computerspielforschung (DIGAREC) erhält EU-Fördermittel für Planung eines europäischen Masterstudiengangs

Das vom Lehrstuhl für Medienwissenschaft am Institut für Künste und Medien initiierte Zentrum für Computerspielforschung (DIGAREC - Digital Games Research Center) der Universität Potsdam hat im Rahmen des EU-Programms "Lifelong Learning" Fördermittel für einen Europäischen Masterstudiengang "Ludic Interfaces" erhalten. Mit einer Gesamtfördersumme von ca. 296.400 Euro wird der Studiengang an den vier Standorten Salford, Valencia, Linz und Potsdam in den folgenden drei Jahren konzipiert. Die Absicht ist eine Verankerung des Masters im ERASMUS-Mundus-Programm, das die Zusammenarbeit von europäischen Hochschulen und eine Ausbildung auf höchstem Niveau zum Ziel hat, insbesondere durch die Betreuung der Studierenden im Verhältnis "Eins zu Eins".

Studierende wählen zwei der vier Standorte für jeweils ein Semester aus und schreiben im vierten Semester ihre Abschlussarbeit. Die unterschiedlichen Expertisen der Standorte ermöglichen dabei eine Spezialisierung im Rahmen einer strukturierten Ausbildung. Gegenstand ist die technische Gestaltung, wissenschaftliche Erforschung und künstlerische Reflexion von spielerisch gestalteten Computerschnittstellen.

Antragsteller und Koordinator ist der derzeit in Berlin forschende Studiengangsdirektor des Master Programmes "MSc Creative Games" von der University of Salford, Mathias Fuchs. Partnerinstitute und örtliche Koordinatoren sind an der Universidad Politécnica de Valencia Moisés Mañas Carbonell und Maria Jose Martinez de Pison Ramon; an der University of Art and Design Linz Christa Sommerer und Laurent Mignonneau sowie an der Universität Potsdam Michael Liebe, Stephan Günzel und Dieter Mersch.

Das Zentrum für Computerspielforschung wurde im Juli 2008 an der Universität Potsdam gegründet - zuvor war es seit Ende 2007 als Netzwerk tätig. Es besitzt die mit über 6000 Titeln die größte Computerspielsammlung an einer deutschen Hochschule. Die vertretenen Forschungsansätze reichen von Methoden des Game-Designs über die Medialität des Computerspiels bis hin zur psychologischen Wirkungsforschung. Mitglieder: Institut für Künste und Medien, Hasso-Plattner-Institut, Erich Pommer Institut, Institut für Psychologie, Institut für Informatik, Department Erziehungswissenschaft (alle Universität Potsdam), Fachbereich Design (Fachhochschule Potsdam) und das Computerspielemuseum Berlin.

Hinweis an die Redaktionen:

Für Rückfragen und Interviews steht Dr. Stephan Günzel am Freitag, den 31.7. und Samstag, den 1.8. auf der Games Convention Online in Leipzig zur Verfügung. Ansonsten ist er telefonisch unter 0174/7703487 oder per E-Mail: sguenzel@uni-potsdam.de erreichbar.

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