Medieninformation der Universität Potsdam

Nr. 035/06 vom 07.03.2006

Universität Potsdam vom 9. bis 15. März auf der CeBIT 2006

 

In diesem Jahr ist die Universität Potsdam auf der CeBIT in Hannover vom 9. bis 15. März 2006 mit zwei Projekten vertreten.
So präsentieren sich Potsdamer Wissenschaftler mit neuer Software. Flexibilität ist ein Motor der Wirtschaft. Unternehmen passen sich neuen Anforderungen an. Doch kann auch die Unternehmenssoftware bei diesem Schritt mithalten? Sind Unternehmensdaten so archiviert, dass sie auch mit einem neuen System genutzt werden können? An der Universität Potsdam entwickelten Wissenschaftler eine Software, um ERP-Systeme in Unternehmen auf ihre Wandlungsfähigkeit zu überprüfen. Enterprise Resource Planning Systeme (ERP) sind integrierte Softwaresysteme für betriebliche Anwendungen. Der von der Professur für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government der Universität Potsdam verfügbare Adaptability Analyzer wird direkt im Unternehmen eingesetzt. Durch eine gezielte Befragung wird ermittelt, ob die Informationssysteme des Unternehmens auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet sind oder Handlungsbedarf zur Verbesserung beziehungsweise sogar Auswechslung der Anwendungssysteme besteht. Gleichzeitig findet der Adaptability Analyzer auch als Unterstützung für Anbieter von ERP-Systemen Anwendung. Sie können ihre Systeme auf Wandlungsfähigkeit testen lassen und erfahren bei einer Auswertung, welche Bereiche ihrer Software noch wandlungsfähiger gestaltet werden müssen. Zusätzlich wird vom Center of ERP Research der Universität Potsdam ein Zertifikat herausgegeben, das den Grad der Wandlungsfähigkeit des Systems bescheinigt. Diese Zertifikate können bei der Auswahl eines neuen Systems zurate gezogen werden. Anwender oder IT-Entscheider können so bereits bei der Anschaffung sicherstellen, dass ihre Systeme den zukünftigen Anforderungen gewachsen sein werden.

Hinter den drei Buchstaben ASG steht ein europäisches Forschungsverbundprojekt mit 22 Partnern aus sieben Ländern, darunter der Universität Potsdam. ASG steht für „Adaptive Services Grid“. Ziel dieses Vorhabens ist es, zwei bislang strikt getrennte IT-Welten miteinander zu verknüpfen: Das Internet und das Grid-Computing. Unter Grid-Computing versteht man die Zusammenschaltung von Computern zur Leistungssteigerung. Während sich das Internet öffentlicher Netze bedient, erfolgt Grid-Computing in streng reglementierten, nicht öffentlichen Netzen. Beteiligt am Projekt sind führende europäische Forschungsinstitutionen mit Beiträgen aus der Software-, Telekommunikations- und Telematikindustrie. Im Sinne einer offenen Plattform zielt ASG auf eine Integration der Ergebnisse seiner Teilprojekte und schließt die Entwicklung von Werkzeugen und Tools durch kleine und mittelständische Unternehmen ein. ASG erkennt passende Servicekomponenten, kombiniert diese für komplexe Prozesse und generiert neue Softwarekomponenten zur Schaffung neuer Anwendungsservices.

Hinweis an die Redaktionen:

Die Universität Potsdam präsentiert sich in Hannover auf dem Messegelände auf dem Gemeinschaftsstand der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg in Halle 9, Stand B 39, Standtelefon in Hannover: 0172-3143542.

Für Rückfragen stehen Ihnen Prof. Dr. Norbert Gronau aus der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam telefonisch unter 0331/977-3322,
E-Mail: ngronau@uni-potsdam.de und Dr. Christian Köpke aus dem Bereich Internationale Forschungskooperation telefonisch unter 0331/977-1190, E-Mail: ckoepke@uni-potsdam.de zur Verfügung.

zurück zur Übersicht