Medieninformation der Universität Potsdam

Nr. 255/05 vom 19.12.2005

Siegreiche Projekte der Universität Potsdam im InnoProfile-Wettbewerb

Drei Projekte der Universität Potsdam gehören zu den Siegern in der ersten Runde des InnoProfile-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Mit den ersten 18 Projekten, die aus 109 Forschungsvorhaben ausgewählt wurden, startete das Bundesministerium seine Unterstützung für eine engere Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern und der regionaler Wirtschaft in den Neuen Bundesländern. Für das Förderprogramm stellt das BMBF bis zum Jahre 2012 rund 150 Millionen Euro zur Verfügung.
Die drei Siegerprojekte der Universität Potsdam sind:

Integrierte Proteinchips für die Point-of-Care Diagnostik,
3D-Geoinformationen,
Angewandte LaserSensorik (ALS)

Das interdisziplinäre Projekt "Integrierte Proteinchips für die Point-of-Care Diagnostik" wurde gemeinsam von fünf Professoren des Institutes für Biochemie und Biologie (Frieder Scheller, Martin Steup, Bernd Müller-Röber, Frank Bier) und des Institutes für Chemie (Hans-Gerd Löhmannsröben), dem Interdisziplinären Zentrum "Applied Protein Technologies" und dem FhG-Institut für Biomedizinische Technik konzipiert. Es verfolgt die Entwicklung leistungsstarker und neuartiger Testsysteme für die Point-of-Care-Diagnostik, die in Indikationsgebieten wie Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes eingesetzt werden sollen. Die Point-of-Care-Diagnostik ermöglicht eine zeitnahe Analyse biochemischer Parameter, die beim Patienten zu Hause, in der Arztpraxis oder am Krankenhausbett durchgeführt werden kann. Mit dieser Zielsetzung werden miniaturisierte Proteinchips entwickelt, die ohne größeren apparativen Aufwand die gleichzeitige Erfassung mehrerer Messgrößen erlauben. In diesem Projekt arbeiten Firmen des Verbundes BioHyTec mit den genannten universitären und außeruniversitären Einrichtungen eng zusammen.

Mit dem Projekt "3D-Geoinformationen", das von den Professuren Jürgen Döllner, Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam, und Hartmut Asche, Institut für Geographie, konzipiert worden ist, sollen das Potenzial und die Kompetenz im Bereich Geoinformation des Landes Brandenburg in Forschung und Anwendung vorangebracht werden. 3D-Geoinformationen erfassen Rauminformationen dreidimensional. Mit ihnen können digitale 3D-Modelle von realen und virtuellen Landschaften und ihren Komponenten, wie Gelände, Bebauung, Vegetation, Untergrund, erstellt werden. So entstehen 3D-Stadtmodelle und virtuelle 3D-Landschaftsmodelle. Angewandt werden sie unter anderem bei der Rettungsflugsteuerung bei schlechten Sichtverhältnissen, bei der Simulation und beim Monitoring von Hochwassersituationen, bei der Lärmausbreitungsrechnung sowie in der Landwirtschaft und Landschaftspflege.

Ziel des Projektes "Angewandte LaserSensorik" (ALS), konzipiert von Prof. Dr. Hans-Gerd Löhmannsröben, Interdisziplinäres Zentrum für Photonik (IZP) und Interdisziplinäres Zentrum für Mustererkennung und Angewandte Fernerkundung (IMAF) und Institut für Chemie, ist die Etablierung innovativer lasersensorischer Methoden und Techniken sowie die Anwendung in Chemie sowie Lebens- und Umweltwissenschaften. In enger Kooperation mit der regionalen Wirtschaft soll eine Technologieplattform für Angewandte LaserSensorik aufgebaut werden. Die Plattform bildet die Grundlage für die Entwicklung von modernen, leistungsstarken optischen Messsystemen mit einem Anwendungspotenzial, welches aus der Kombination von einzigartigen Lasereigenschaften und innovativen Detektionsverfahren resultiert.

Hinweis an die Redaktionen:

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Prof. Dr. Frieder Scheller, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs an der Universität Potsdam, telefonisch unter 0331/977-1838, -5120, E-Mail: fschell@uni-potsdam.de zur Verfügung.

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