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Oktober bis Dezember 2007
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Kaum realisierbare Anforderungen

Am Zentrum für Lehrerbildung wird Studienqualität von Lehramtsstudiengängen überprüft

Seit dem Wintersemester 2004/2005 gelten die neuen lehramtsbezogenen Bachelor- und Master-Ordnungen. Die "AG Studienqualität am Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)", die im Auftrag des Präsidiums tätig ist, hat die Auswirkungen der Neuerungen auf das Lehramtsstudium untersucht und die ersten Ergebnisse in einem Bericht zusammengefasst.


Je besser die Qualität der Lehrerausbildung,
desto besser die künftigen Lehrer.
Foto: zg.

Seit seinem Amtsantritt betreibt das Präsidium der Universität Potsdam den Aufbau eines neuen Qualitätsmanagementsystems, mit dem eine flächendeckende Lehrevaluation ermöglicht werden soll. Das Interesse gilt dabei vor allem den Aspekten der Studierbarkeit und des Studienertrags. Um die Arbeiten zur Qualitätssicherung besser koordinieren zu können, wurde im Sommersemester 2007 die "AG Studierbarkeit" beim Präsidium eingerichtet.
Fast zeitgleich wurde am ZfL die "AG Studienqualität" gegründet. Diese AG setzt sich unter anderem aus Mitgliedern des Direktoriums sowie Mitarbeitern des ZfL zusammen. Gemeinsam untersuchen sie wesentliche Elemente der Studienqualität und Studierbarkeit der Lehramtsstudiengänge an der Universität Potsdam.
Internationale und nationale Studien wie PISA oder die Mathematik- und Naturwissenschaftsstudie TIMSS machen deutlich, dass die Qualität der Schulausbildung eng mit der Qualität der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern zusammenhängt. Demnach ist die Universität Potsdam als einzige lehrerausbildende Einrichtung im Land Brandenburg besonders gefordert. Die Ergebnisse der Untersuchungen der AG im Zeitraum von April bis Juli 2007 sind durch unterschiedliche Vorgehensweisen zustande gekommen. So wurden Dokumente wie beispielsweise die lehramtsbezogenen Bachelor-/Master-Ordnungen oder das Veranstaltungsverzeichnis analysiert. Dabei war vor allem entscheidend, den Ist-Zustand hinsichtlich der Studierbarkeit, des Veranstaltungsangebotes und der Anforderungen ausfindig zu machen. Der Bericht zeigt, dass bereits hinsichtlich einer klaren Orientierung für das Lehramtsstudium Probleme auftauchen. Hier wären eine umfangreichere Beratungstätigkeit, unter anderem eine deutlich erkennbare Kennzeichnung der lehramtsrelevanten Veranstaltungen im zentralen Vorlesungsverzeichnis sowie die Aufnahme von Studienverlaufsplänen in alle Bachelor- und Master-Ordnungen empfehlenswert. Zudem wurde deutlich, dass sich die angebotenen Veranstaltungen für die Lehramtsstudiengänge insbesondere in den Kernzeiten häufig überschneiden. Eine mögliche Lösung für dieses Problem sieht die "AG Studienqualität am ZfL" in der konsequenten Einhaltung der Sperrzeiten, das heißt, dass für übergreifende Veranstaltungen der Bildungswissenschaften bestimmte Zeiten reserviert und genutzt sowie Veranstaltungsräume in den Randzeiten höher ausgelastet werden. Demnach sollten vermehrt Fachveranstaltungen zwischen 7:30 Uhr und 9:00 Uhr beziehungsweise am Donnerstagnachmittag sowie am Freitag stattfinden. Verbesserungsbedarf gibt es auch bei einigen Bachelor- und Master-Ordnungen. Die darin verankerten Anforderungen an die Studierenden sind laut Untersuchungsergebnis zum Teil kaum realisierbar und stehen damit einem kontinuierlichen Studienverlauf im Wege. Eine Konkretisierung der zu erbringenden Leistungen könnte nach Ansicht der Arbeitsgemeinschaft erheblich zur Gewährleistung eines geregelten Studienverlaufs beitragen. Dem im Juli vorgelegten ersten Bericht sollen weitere Analysen folgen, allesamt mit dem Ziel, das Lehrerstudium an der Universität Potsdam qualitativ zu verbessern. Der nächste Bericht der "AG Studienqualität am ZfL" wird Anfang November vorliegen.

Susann Thust
CopyrightŠ 2001 Universität Potsdam, Armbruster
[Letzte Aktualisierung 29.10.2007, Schroeter]