
Die Europäische Union fördert mit 408.000 Euro die Einrichtung des transatlantischen Studienabschlusses "Dual Bachelor of Science Degree in International Field Geosciences" am Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam, der gemeinsam mit der University of Montana (USA) und der University of Cork (Irland) angeboten werden soll. Der Studiengang ist eines von insgesamt 14 Projekten, die die EU fördern will. Alle gehören zum neuen EU/USA-Bildungsabkommen "Atlantis". Für die Finanzierung hatten sich 56 Vorhaben beworben.
Der neue Uni-Studiengang soll den Austausch von Studierenden und Lehrpersonal zwischen den drei Partneruniverstitäten erlauben. Schwerpunkt des Programms am Institut für Geowissenschaften ist die geländebasierte Ausbildung in den Geowissenschaften, vor allem in der Form gemeinsamer Geländekurse in Europa und den USA, sowie die Auswertung von Geländebefunden mit computergestützten Methoden wie Satellitenfernerkundung, Geoinformationssystem und quantitativ-rekonstruierenden und modellierenden Techniken.
Geplant ist, dass der Studiengang schon im jetzigen Wintersemester beginnt. Den Gang ins Ausland wollen die Initiatoren des Angebots voraussichtlich insbesondere im vierten und fünften Semester ermöglichen. Insgesamt sollen die Studierenden ein Jahr lang im Ausland weilen, und zwar bei beiden Partneruniversitäten.
Dass der neue duale Abschluss für Studierende der Geowissenschaften jetzt möglich ist, ist das Verdienst Prof. Dr. Manfred Streckers. Er hatte sich von Potsdamer Seite maßgeblich am Zustandekommen des transatlantischen Studiengangs beteiligt.