Und wieder konnte an der Universität Potsdam ein Gebäude eröffnet werden, wodurch sich die Bedingungen für Lehre und Studium grundlegend verbessern. Pünktlich zum Semesterstart am 15. Oktober 2007 nahmen Lehrende und Studierende am Universitätsstandort Griebnitzsee ein neues Hörsaal- und Seminargebäude offiziell in ihren Besitz.

Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit konnte das 24 Millionen Euro teure Gebäude, finanziert vom Land, vom Bund und der EU, seiner Bestimmung übergeben werden. Finanzminister Rainer Speer nannte es "sehr gut investiertes Geld" und Uni-Präsidentin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst ein "Großprojekt im hochschulpolitischen Sinne". Allein eine Million Euro sind in die medientechnische Ausstattung geflossen. Auch architektonisch ist der Bau ein Highlight, ist doch der Bau aus Stahl, Beton und Glas direkt mit dem ehemaligen, 1943 fertig gestellten Präsidialgebäude des Deutschen Roten Kreuzes verbunden. Innen Sichtbeton und außen Ringofenziegel in rot-violett geben dem Haus eine ganz besondere Note.

Mit dem Neubau werden die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät sowie die Juristische Fakultät nun auch räumlich am Uni-Standort Griebnitzsee zusammengeführt. Die rund 2.700 Studierenden beider Fakultäten können jetzt unter modernsten Bedingungen studieren. Auch das Sprachenzentrum befindet sich in diesem neuen Gebäude mit fünf Unterrichtsräumen. Damit werden weitere Häuser, die die Universität Potsdam im Park Babelsberg bisher nutzte, frei gezogen. Das Pendeln zwischen den Babelsberger Uni-Standorten entfällt damit weitestgehend. Das neue Gebäude hat eine Nutzfläche von 5.400 Quadratmetern. Es beherbergt insgesamt sieben Hörsäle mit 1.790 Plätzen und 18 Seminarräume mit insgesamt 900 Plätzen. Mit 800 Plätzen befindet sich jetzt der größte Hörsaal der Universität Potsdam, der in zwei kleinere, jeweils 400 Plätze umfassende Hörsäle teilbar ist, am Standort Griebnitzsee.