Die Universität Potsdam hat in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative Erfolge verbuchen können. Berücksichtigt wurden insgesamt drei Forschungsvorhaben. Dabei handelt es sich um Beteiligungen an zwei Exzellenzclustern und die Beteiligung an einer Graduiertenschule.

So bringen sich die Professoren Frieder W. Scheller und Peter Saalfrank sowie die Professorinnen Silke Leimkühler und Ulla Wollenberger mit ihren Forschungen in das Exzellenzcluster "Unifying Concepts in Catalysis" (UniCat) der Technischen Universität Berlin ein. In ihm sind rund 50 natur- beziehungsweise ingenieurwissenschaftliche Arbeitsgruppen der TU, FU und HU Berlin, der Uni Potsdam, des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung involviert. Das Cluster wird mit fast acht Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren gefördert. Inhaltlich geht es bei "UniCat" um die Entwicklung und Erforschung von Katalysatoren für eine effizientere Nutzung von natürlichen Energie- und Materialressourcen und die Erforschung neuer "intelligenter" Enzyme für die Herstellung von Antibiotika.
Das zweite Exzellenzcluster, für dessen Erfolg in der Exzellenzinitiative auch Potsdamer Uni-Wissenschaftler Verantwortung tragen, ist das Vorhaben "Languages of Emotion", das an der Freien Universität angesiedelt ist. Hier arbeiten die Professorinnen Margret Selting und Elisabeth Couper-Kuhlen mit. Gegenstand der Untersuchungen ist die enge Verbindung von Symbolgebrauch, Affekt-Transfer, Imagination, ästhetischen Praktiken, psychischen Dispositionen und die Konstruktion personaler wie sozialer Identitäten. Gebündelt wird wissenschaftliche Kompetenz aus mehr als 20 geistes-, sozial- und naturwissenschaftlichen Disziplinen.
Andreas Lendlein, gemeinsam mit der GKSS Teltow berufener Professor der Universität Potsdam, gehört der Graduiertenschule "Berlin-Brandenburg School for Regenerative Therapies (BSRT)" an, die zu den nunmehr geförderten Promotionsprogrammen zählt. Verankert ist sie an der Humboldt-Universität Berlin. Alle Projekte dieser Schule dienen dem Austausch zwischen klinischer, biologischer und ingenieurwissenschaftlicher Forschung. Insgesamt bis zu 42 Doktoranden aus medizinischen, natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen erhalten hier pro Jahr Stipendien.
In der zweiten Runde der Exzellenzinitiative hat der Bewilligungsausschuss die Finanzierung von 21 Graduiertenschulen, 20 Exzellenzclustern und sechs Zukunftskonzepten beschlossen. Dafür steht gut eine Milliarde Euro zur Verfügung. Die Initiativen sind an insgesamt 28 Hochschulen angesiedelt.
Forschungs-Vizepräsident Prof. Dr. Frieder Scheller zeigte sich in einer ersten Stellungnahme zum Abschneiden der Universität im Wettbewerb erfreut. "Das Ergebnis ist für die Universität etwas positiver als in der ersten Runde", sagte er. "Immerhin sind es drei Aktivitäten, an denen wir beteiligt sind. Dass diese Entscheidung in meine Amtszeit als Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs fällt, macht mich natürlich stolz."