Jana Konieczny und Madeleine Buchmann hatten gleich den Eindruck, dass sie "sich an der Universität Potsdam zu Hause fühlen werden". Lange bevor sie am 11. Oktober zur Erstsemesterbegrüßung ins Potsdamer Hans Otto Theater aufbrachen, haben sie sich über die Uni Potsdam informiert.

Die aus Berlin kommende Jana wird Kulturwissenschaft und Russisch studieren. Sie hat sich ganz bewusst für die Potsdamer Hochschule und gegen Berliner Unis entschieden. "Hier in Potsdam bin ich besser aufgehoben, es ist nicht so überfüllt und die Betreuung war schon vor dem Studienbeginn super." Größere Unis könnten das so nicht bieten. Sie lobt insbesondere die Unterstützung des Fachschaftsrates Kulturwissenschaft beispielsweise bei der Erstellung des Stundenplanes. Überall werde den zukünftigen Studierenden Hilfe angeboten und zum Mitmachen aufgerufen. Einen ganz besonderen Bezug hat sie zu einem der Programmteile der Erstsemesterbegrüßung: Die Aufführung einer Szene aus dem Stück "Die Möwe" des Russen Anton Tschechow, die von den Studierenden begeistert aufgenommen wurde und zu weiteren Theaterbesuchen animieren soll. Jana wurde in Sankt Petersburg geboren, lebt nun aber schon lange Zeit in Deutschland.

Auch die aus Sachsen-Anhalt stammende Madeleine hat sich vor Studienbeginn genauestens über Angebote verschiedener Hochschulen informiert. Schließlich kam sie zu dem Schluss, dass für ihr Studium der Politikwissenschaft, Verwaltung und Anglistik nur Potsdam in Frage kommt. "Diese Kombination in der Wichtung, wie ich sie möchte, gibt es nur in Potsdam", sagt sie. Die beiden jungen Frauen schwärmen von der Stadt und sind begeistert davon, wie warmherzig sie an der Universität aufgenommen wurden. "Wir fühlten uns sofort heimisch." Deshalb freuen sie sich auf den "richtigen" Studienstart und brennen darauf, "loslegen" zu können.

Angetan sind Jana und Madeleine auch von der freundlichen Begrüßung durch die Präsidentin der Universität Potsdam, Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst. Nicht nur sie forderte die "Neuen" auf, aktiv am Uni-Leben teilzunehmen und sich einzumischen. Jana und Madeleine wollen das auf jeden Fall tun. Jana weiß schon jetzt, dass sie im Fachschaftsrat Kulturwissenschaft mitarbeiten wird. Kulturwissenschaft sei ein neuer Studiengang, da würden noch Leute gebraucht, die sich engagieren. Beide freuen sich auch darauf, an einer jungen Uni studieren zu können. "Hier ist noch nicht alles so verbraucht, man spürt die Freude am Mitgestalten", sagt Madeleine. Die Präsidentin bestätigte den zukünftigen Studierenden, dass an der Uni noch vieles in Bewegung ist und sie "viel Flexibilität und wenig Routine erwarten können". Sie forderte dazu auf, nicht bequem zu sein, weil die Uni das nicht brauche. Jana ist von der Bilanz der Uni-Chefin beeindruckt. Die Einrichtung einer Kita für Studierende und Mitarbeiter findet sie toll. Angetan ist sie auch davon, dass Sabine Kunst offen davon spricht, was an der Einrichtung noch verbesserungswürdig ist. Jana und Madeleine wollen sich "mit dem Studium eine neue Welt erschließen". Sie wollen das von Sabine Kunst gewünschte Durchhaltevermögen, aber auch die Gelassenheit, die ein Studium erfordert, aufbringen.
Dass Studieren nicht nur Ernst, sondern auch genügend Spaß bereit hält, zeigte die sich an die Begrüßung anschließende erstmals durchgeführte Erstsemesterbegrüßungsparty in der Schinkelhalle. Fünf Professoren der Uni betätigten sich als DJs, legten die Platten auf und bewiesen den 1600 tanzenden Studis, dass sie nicht nur in ihrer Wissenschaftsdisziplin auf der Höhe der Zeit sind. Madeleine ist begeistert von der Party und freut sich darüber, einige Professoren, wenn auch nicht aus ihrer Studienrichtung, schon jetzt kennen gelernt zu haben.
Im Wintersemester 2007/2008 haben sich 4.008 Studienanfänger (erstes Fachsemester) an der Universität Potsdam immatrikuliert, im vergangenen Studienjahr waren es 2.967.
Damit studieren an der Potsdamer Hochschule insgesamt 18.789 junge Leute, 2006/2007 waren es 17.982.
Die meisten Studierenden sind in der Philosophischen Fakultät, 5.689, und in der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, 4.900, eingeschrieben.
Der Anteil der Frauen beträgt, wie im Vorjahr, insgesamt 58 Prozent.
Fast unverändert absolvieren mehr als 1.800 Ausländer an der Potsdamer Alma mater ein Studium.
Die "Neuen" kommen zu fast 40 Prozent aus den neuen, zu rund 13 Prozent aus den alten Bundesländern und zu 35 Prozent aus Berlin.
Stand: 22.10.2007