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Juli bis Dezember 2009
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Personalia

Julius H. Schoeps geehrt

Porträt
Julius H. Schoeps
Fotos: Fritze

Prof. Dr. em. Julius H. Schoeps, langjähriger Lehrstuhlinhaber am Historischen Institut der Uni Potsdam und Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien hat das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der 1. Klasse erhalten.
Schoeps hat sich unter anderem durch Forschungen über Theodor Herzl, dem aus Wien stammenden Begründer des politischen Zionismus, international Ansehen erworben. Der Wissenschaftler war außerdem Gründungsdirektor des jüdischen Museums der Stadt Wien.
Die jetzt erhaltene Auszeichnung ist die zweithöchste, die die Republik Österreich für wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen vergibt.

Sabine Kunst neues Mitglied

Porträt
Sabine Kunst

Uni-Präsidentin Prof. Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst gehört zu den 24 neuen Mitgliedern von acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften. Mit den hinzugekommenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Hochschulen Deutschlands soll die Basisarbeit innerhalb der vorhandenen elf Themennetzwerke weiter verstärkt werden. Kunst wird sich insbesondere in den Netzwerken Energie, Bau, Infrastruktur und Umwelt engagieren. Mitarbeiten will die Wissenschaftlerin außerdem in der Projektgruppe Georessource Wasser - globaler Wandel.
Insgesamt hat die Akademie 317 wissenschaftliche Mitglieder. Alle engagieren sich in mindestens einem der Themennetzwerke. Hier werden technikbezogene Zukunftsfragen identifiziert und in Projektgruppen bearbeitet.

Wilfried Schubarth in Beirat

Porträt
Wilfried Schubarth

Prof. Dr. Wilfried Schubarth, Erziehungswissenschaftler an der Uni Potsdam, ist in den Wissenschaftlichen Beirat des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft zum Programmschwerpunkt "Von der Hochschule in den Klassenraum berufen worden. Ziel dieses Programms ist es, zu einer geregelten Zusammenarbeit von Hochschulen und Studienseminaren zu gelangen.
Im Beirat sind acht Erziehungswissenschaftler und Fachdidaktiker.

Andreas Taubert im Vorstand

Porträt
Andreas Taubert

Juniorprofessor Andreas Taubert aus dem Institut für Chemie ist eines der Mitglieder im dreiköpfigen Vorstand der Deutschen Gesellschaft Juniorprofessur e.V. Bei der Gesellschaft handelt es sich um den bundesweit einzigen Zusammenschluss von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren. Der Verein ist offizieller Ansprechpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Zu seinen Zielen zählen unter anderen die ideelle und finanzielle Unterstützung von Juniorprofessoren, die Funktion als deren Kommunikationsplattform, das Helfen bei der notwendigen Netzwerkbildung.

Neue Dekane

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Klaus H. Goetz
Porträt
Hartmut Bauer

Prof. Dr. Hartmut Bauer ist vom Fakultätsrat der Juristischen Fakultät zum neuen Dekan gewählt worden. Bauer hat sein Amt am 1. Oktober 2009 angetreten. Prodekan ist Prof. Dr. Jens Petersen. Hartmut Bauer ist Inhaber der Professur für Europäisches und Deutsches Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Sozialrecht und Öffentliches Wirtschaftsrecht.
Neuer Dekan an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät ist Prof. Dr. Klaus H. Goetz. Ihm zur Seite steht als Prodekan Prof. Dr. Malcom H. Dunn. Klaus H. Goetz bekleidet die Professur für Politik und Regieren in Deutschland und Europa.

Vertrauensfrau

Birgit Maury ist erneut Vertrauensfrau der schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Universität Potsdam. Sie löst damit den bisherigen Inhaber des Ehrenamtes, Prof. Dr. Hans-Joachim Laabs, ab. Laabs hatte die Funktion aus persönlichen Gründen aufgeben müssen. Eine neue Schwerbehindertenvertretung wird Ende 2010 gewählt.
Birgit Maury ist Sachbearbeiterin in der Bauverwaltung. Sie ist unter Tel.: 977-2499 beziehungsweise bmaury@uni-potsdam.de zu erreichen.

Nachrufe

Guido Reger verstorben

Wir trauern um unseren Vorstandsvorsitzenden und Kollegen Prof. Dr. Guido Reger, der mit erst 51 Jahren am 26. Juli 2009 verstarb.
Seit 2006 leitete Guido Reger als Vorstandsvorsitzender das von ihm mit aufgebaute Brandenburger Institut für Existenzgründungen und Mittelstandsförderung (BIEM e.V.). Er war zugleich dessen unermüdlicher Motor, fasziniert von der Idee, das von allen Brandenburger Hochschulen gemeinsam getragene Entrepreneurship-Institut weiter zu entwickeln.
An der Universität Potsdam war er seit 2004 Professor für Innovative Existenzgründungen und Mittelstandsentwicklung, zunächst auf der Stiftungsprofessur der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Mit seinem Engagement wurde hier das Centrum für Entrepreneurship und Innovation, das BIEM-CEIP der Universität Potsdam, errichtet. Die Umwandlung der Stiftungsprofessur in einen dauerhaften Lehrstuhl für Innovationsmanagement und Entrepreneurship der Universität Potsdam erfolgte Anfang 2009. Rufe nach Newcastle und an die TU Berlin lehnte Reger ab; er nahm den Ruf auf die nun reguläre Professur an.
In Hamburg studierte Guido Reger von 1983 bis 1989 Betriebs- und Volkswirtschaft. Von 1991 bis 1998 war er wissenschaftlicher Projektleiter beim Fraunhofer-ISI in Karlsruhe. Daneben promovierte er an der Universität St. Gallen. Von 1998 bis 2004 war der Wissenschaftler Professor für Betriebswirtschaftslehre und Innovationsmanagement an der Fachhochschule Brandenburg, bevor er dem Ruf an die Universität Potsdam folgte.
Zu den vielen Arbeiten von Professor Reger gehörten Gutachter- und Herausgebertätigkeiten in Zeitschriften, Reihen und Forschungsprogrammen seines Arbeitsgebietes: Technologie- und Innovationsmanagement, Entrepreneurship und innovative Gründungen. Ebenfalls arbeitete er in verschiedensten Ausschüssen und Beiräten mit, um Innovation und Unternehmertum in Forschung und Praxis voranzubringen. Dies geschah mit höchstem Einsatz nicht nur international oder national, sondern gerade auch in Verbindung mit seinem regionalen Interesse für das Land Brandenburg und für die Gründer vor Ort. Sie verlieren einen starken Mentor.
Wir sind Guido Reger dankbar für sein Wirken, seine Begeisterung und die Zusammenarbeit mit ihm, die uns auch in Zukunft weiter tragen.

Prof. Dr. Dieter Wagner, Universität Potsdam,
Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller,
Brandenburgisches Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung e.V.

Trauer um Otto Dobslaff

Wir trauern um Prof. Dr. Otto Dobslaff. Er starb am 1. August 2009 im Alter von 64 Jahren. Otto Dobslaff folgte 1994 einem Ruf auf den Lehrstuhl für Sprachheilpädagogik an der Universität Potsdam. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen baute er das Institut für Sonderpädagogik auf. In den zehn Jahren bis zu seinem Weggang an die Universität Leipzig führte er viele Studierende der Sprachheilpädagogik zu einem guten Studienabschluss. Mit seiner anspruchsvollen und verständlichen, interessanten Darstellung der Sprachheilpädagogik begeisterte er seine Studierenden. Indem er sie auf einem geraden Wege zum Erwerb von förderpädagogischen Kompetenzen anleitete, bewirkte er viel für die Kinder, um deren Förderung es ihm ging.
Unser Kollege Otto Dobslaff machte sich verdient darum, dass im Land Brandenburg eine Praxis der Sprachheilpädagogik entstand, die als beispielgebend gelten kann, indem sie von sehr gut ausgebildeten und engagierten Sprachheilpädagogen getragen wird. Wer, wie ich, Gelegenheit hatte, einige der vielen Förderschulen oder Grundschulen zu besuchen, an denen Lehrerinnen arbeiten, die bei Otto Dobslaff studiert haben, kann sehen, mit welcher Sachkunde, Begeisterung und berechtigter Erfolgsgewissheit die Kinder gefördert werden. Seine ehemaligen Kollegen des Instituts werden ihn aber auch deshalb in dankbarer Erinnerung behalten, weil er maßgeblich mit daran gewirkt hat, dass sie nach der Wende eine berufliche Heimat gefunden haben, die von Freundschaftlichkeit und gegenseitiger Unterstützung geprägt war.
Wir werden unserem Kollegen Prof. Otto Dobslaff ein ehrendes Angedenken bewahren. Unsere tiefe Anteilnahme gilt seiner Frau und seinen Kindern.

Im Namen der ehemaligen Kolleginnen und Kollegen
des Instituts für Sonderpädagogik,
Prof. Gerald Matthes
Copyright© 2001 Universität Potsdam, Mangelsdorf
[Letzte Aktualisierung 11.11.2009, Schroeter]