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Juli bis Dezember 2009
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Sanierte Häuser und neue Geräte

Kanzlerin Barbara Obst-Hantel zur Verwendung von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II

Milliarden Euro wurden mit dem Konjunkturpaket II in der Republik verteilt. Auch die Universität Potsdam hat Geld bekommen und wird es nun gezielt im Hochschulbetrieb einsetzen. Andreas Peter fragte bei Kanzlerin Dr. Barbara Obst-Hantel genauer nach.

Obst-Hantel
Obst-Hantel:
Hält Finanzspritze für gut, auskömmliche
Grundfinanzierung der Hochschule für noch wichtiger.
Foto: Fritze

Aus dem so genannten Konjunkturpaket II stehen dem Land Brandenburg 457 Millionen Euro zu. Welchen Anteil konnte die Universität Potsdam daraus bislang für welche Investitionen nutzen?
Für die Hochschulen des Landes Brandenburg hat die Landesregierung aus dem Konjunkturpaket II insgesamt 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt; davon entfallen auf die Universität Potsdam 14,7 Millionen Euro. Nicht alle von der Universität gestellten Anträge wurden vom Wissenschaftsministerium des Landes bewilligt. So ist zum Beispiel die Modernisierung der rund 20 Jahre alten Heizungstechnik für den Standort Neues Palais nicht berücksichtigt worden, da zunächst ein Liegenschafts- und Energiekonzept für den Standort abgewartet werden soll. Das ist uns aber nicht ganz verständlich. Auch die Sanierung des Gebäudes in der Gutenbergstraße, das die Universität noch bis 2031 für die "PoGS", für "sq brandenburg" und "pearls" hätte nutzen können, ist aus Kostengründen leider abgelehnt worden. Die Schätzung der Sanierungskosten durch den Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaft und Bauen überstieg unsere eigene bei weitem.
Bewilligt wurden dagegen Anträge auf Geräteausstattungen in Höhe von rund vier Millionen Euro. Hier laufen die Beschaffungen bereits. Hierzu gehören nicht nur einzelne Forschungs(groß)geräte wie beispielsweise ein Rasterelektronenmikroskop, sondern auch energieeffiziente IT-Technik (Green-IT) sowie hochmoderne Hörsaalausstattungen und moderne Video-Audiostudiotechnik.
Weiterhin wird aus Mitteln des Konjunkturpakets II das Sportplatznebengebäude am Neuen Palais saniert, die "neue" Sporthalle in Golm erhält eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung. In Haus 1 in Golm werden Fassade und Fenster saniert, und das Haus 14 in Golm wird durch Sanierung der Fassade energetisch optimiert.

Wie ist der Stand beim leidigen Projekt "Sandscholle"? Auch wenn man der Universität Potsdam keine Verantwortung für die entstandene Situation zuschreiben kann, drängt sich dennoch die Frage auf, ob wegen der Querelen Gelder zu verfallen drohen…
Der Bau einer Sporthalle für den Hochschulsport am Standort Sandscholle ist nicht realisierbar, da Anwohnerklagen angekündigt sind, die das Genehmigungsverfahren soweit verzögern würden, dass ein Bau aus Konjunkturpaket-Mitteln nicht mehr realisierbar wäre. Die Stadt Potsdam hat den Vorschlag unterbreitet, neben der alten Halle in der Kurfürstenstraße eine weitere Sporthalle zu bauen. Voraussetzung für die Universität ist, dass keine Grundstückskosten anfallen und sich die Stadt an den Bewirtschaftungskosten beteiligt. Die Stadt wäre hälftige Mitnutzerin der Halle. Es ist auch noch zu klären, ob wegen des sumpfigen Bodens besondere technische Voraussetzungen geschaffen werden müssen. Diese Fragen und auch die Frage, ob sehr schnell die notwendige Baugenehmigung erteilt werden kann, muss die Stadt klären. Gelder aus dem Konjunkturpaket II werden nicht verfallen, da noch weitere Anträge im Wissenschaftsministerium vorliegen. Einer davon, an dem uns besonders gelegen ist, wurde inzwischen genehmigt. Gemeint ist die Sanierung so genannten "alten" Sporthalle in Golm sowie des Ausbaus des Daches, damit dort ein Fitnessstudio entstehen kann. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur des Standortes Golm. Darüber hinaus existieren noch zahlreiche Geräteanträge, so dass Gelder auf keinen Fall verfallen.

Sollte es ein Konjunkturpaket III geben?
Finanzspritzen wie das Konjunkturpaket II sind für die Hochschule natürlich eine gute Hilfe. Noch wichtiger ist allerdings die Sicherstellung einer auskömmlichen Grundfinanzierung der Hochschulen für die nächsten Jahre. Das erhoffen wir uns von der neuen Landesregierung.

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[Letzte Aktualisierung 11.11.2009, Schroeter]