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April - Mai 2004
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Abgerutscht

Beim letzten CHE-Ranking machten die Psychologie, die Germanistik und die Anglistik keine gute Figur


Studienbedingungen im Visier:
Unzufriedenheit führte zu Abwertungen von Fächern.
Foto: Fritze

Die Absolventen des Studiengangs Psychologie an der Universität Potsdam sind mit ihrem Fach sehr unzufrieden. Das geht aus dem aktuellen Hochschul-Ranking hervor, das das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Zusammenarbeit mit dem Magazin "Stern" seit sechs Jahren alljährlich durchführt. In diesem Jahr wurden die Geistes- und die Ingenieurwissenschaften zum zweiten Mal untersucht (Anglistik/Amerikanistik, Architektur, Bauingenieurwesen, Elektro- und Informationstechnik, Erziehungswissenschaften, Germanistik, Geschichte, Maschinenbau/Verfahrenstechnik und Psychologie).
Im Gesamturteil der Studierenden rutschte die Potsdamer Psychologie dabei in die Schlussgruppe. Verantwortlich dafür sind die als schlechter bewerteten Punkte Lehrangebot, Studienorganisation, Raumsituation und PC-Ausstattung. Auch bei der Studiendauer und in der Laborausstattung stieg der Studiengang ab - in diesen Bereichen von der Spitzengruppe ins Mittelfeld.
Im Studiengang Germanistik für das Lehramt ist die Stimmung unter den Studierenden ebenfalls schlechter geworden. Besonders Deutsch als Lehramt ist nun in der Schlussgruppe zu finden. Der Grund: mangelnde Betreuung und auch hier eine veraltete PC-Ausstattung. Wenig Kontakt zu den Lehrenden und die schlechte Raumsituation ließen auch die Lehramtsausbildung in der Anglistik von der Spitzen- in die Mittelgruppe abfallen. Verbesserungen zeigten sich lediglich in zwei Studiengängen: In der Germanistik nahmen die Promotionen pro Professor in einem Maße zu, dass das Fach in von der Schluss- in die Mittelgruppe aufsteigen konnte. Und hinsichtlich der Ausbildungszeit haben die Historiker neue Maßstäbe gesetzt, das Fach ist in dieser Hinsicht in die Spitzengruppe aufgestiegen.
Das CHE-Hochschulranking bietet eine differenzierte Betrachtung der Leistungen der deutschen Hochschulen und umfasst 34 Fächer, die das Fächerspektrum von mehr als 75 Prozent aller Studienanfänger abdecken. Neben Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung zeigt es die Urteile der Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule und die Reputation der Fachbereiche unter den Professoren der einzelnen Fächer.
In den vergangenen Jahren nahm das CHE die Fächer Biologie, Humanmedizin/Zahnmedizin, Pflege, Pharmazie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik (Stand 2003) sowie Jura, Politologie, Soziologie/Sozialwissenschaft, Sozialwesen, Wirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen (Stand 2002) unter die Lupe. Im nächsten Jahr werden es erneut die rechts-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fächer sein.

Weitere Einzelheiten zu den Bewertungen sind im Internet unter www.dashochschulranking.de zu finden.

Red.
CopyrightŠ 2001 Universität Potsdam, Glaesmer, Knappe
[Letzte Aktualisierung 04.05.2004, Queck]