Da für die mit diesen Maßnahmen angestrebte Freizügigkeit im europäischen Hochschulraum die gegenseitige Anerkennungsmöglichkeit der Studien sicherlich entscheidender ist, als die Benennung der Zyklen, hat der Senat der Universität Potsdam bereits im April 2002 beschlossen, dass nicht nur die gestuften (konsekutiven) Bachelor-/Masterstudiengänge modularisiert und mit einem ECTS-kompatiblen Leistungspunktsystem versehen werden, sondern alle Studiengänge der Universität.
Durch den modularen Aufbau der Studien werden diese stärker strukturiert als bisher, ohne verschult zu werden. Durch das Leistungspunktsystem werden die bisherigen punktuellen Fachprüfungen während oder am Ende eines Studienabschnitts abgelöst durch den kumulativen Erwerb von Leistungspunkten im Rahmen eines (benoteten) Leistungserfassungsprozesses innerhalb der jeweiligen Lehrveranstaltung. Die bisherigen prüfungszulassungsrelevanten Leistungsnachweise entfallen, da die in diesen Lehrveranstaltungen erworbenen Leistungspunkte dann Bestandteile des jeweiligen Moduls sind und dort bei der Notengebung berücksichtigt werden. Zur Zeit werden die EDV-technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, das Vorlesungsverzeichnis auf eine elektronische Version umzustellen, damit die Studierenden ihre Lehrveranstaltungen (dezentral) elektronisch belegen können, um ihre Teilnahme an diesem Leistungserfassungsprozess zu erklären.