Im Zuge des "Bologna-Prozesses" sollen bis zum Jahr 2010 alle Studienangebote auf gestufte Studiengänge umgestellt werden (Bachelor/Master), wobei bereits der Bachelor einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss darstellt. Damit verbunden ist die Modularisierung der Studiengänge und die Umstellung auf ein Leistungspunktsystem sowie die Erstellung eines "Diploma Supplement".
Das Diploma Supplement soll dazu dienen, Inhalte und Qualifikationen der Abschlüsse transparent zu machen, um die Anerkennung im In- und Ausland zu erleichtern. Das (englischsprachige) Diploma Supplement gibt in standardisierter Weise Informationen zur Beschreibung des Abschlusses, über die Zugangsvoraussetzungen, Studienanforderungen, Studieninhalte und Studienverlauf, über die mit dem Abschluss erworbenen akademischen und beruflichen Qualifikationen, über die den Abschluss verleihende Hochschule und wird durch einen standardisierten Text zum deutschen Studiensystem (national Statement) ergänzt.

Ein Leistungspunktsystem ist ein formaler Mechanismus zur Gliederung, Berechnung und Bescheinigung des Studienaufwandes. Es regelt das genaue Zusammenspiel zwischen Leistungspunkten, Lehrveranstaltungen und Benotung, sowie die Akkumulation und den Transfer von Leistungspunkten. Die Höhe der Leistungspunktzahl hängt vom erwarteten Arbeitsaufwand der Studierenden ab (Workload) und stellt damit eine Abkopplung von der organisatorischen Einheit der Semesterwochenstunden (SWS) dar. Es wird dabei davon ausgegangen, dass ein Leistungspunkt 30 Zeitstunden Arbeitsaufwand der Studierenden entspricht, pro Semester also 900 Zeitstunden aufgewendet werden müssen, um 30 Leistungspunkte zu erwerben, die für ein Semester veranschlagt werden.
Ein Modul ist eine inhaltlich zusammenhängende, thematisch und zeitlich in sich abgeschlossene Lehreinheit, die aus Studien- und/oder integrierten Prüfungsleistungen besteht.