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April - Mai 2004
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Auf christlich-sozialer Grundlage

Die Hanns-Seidel-Stiftung

"Im Dienst von Demokratie, Frieden und Entwicklung", so formuliert die im Jahre 1967 gegründete Hanns-Seidel-Stiftung ihren bildungspolitischen Auftrag. Die nach dem ehemaligen Parteivorsitzenden der CDU benannte Stiftung mit Hauptsitz in München fördert "die demokratische und staatsbürgerliche Bildung des deutschen Volkes auf christlicher Grundlage". Mit Blick auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit ebenso wie auf Verantwortung und Solidarität ist das vorrangigste Ziel der Stiftung, dass sich aus ihren Stipendiaten fachlich kompetente, verantwortungsbewusste, politisch aufgeschlossene Bürger entwickeln, die sachorientiert urteilen und aus einer christlich sozialen Grundeinstellung heraus engagiert handeln.

Sie unterstützt dabei Studierende und Doktoranden, die einerseits überdurchschnittliche Schul- und Studienleistungen vorweisen können, andererseits aber auch gesellschaftspolitisch engagiert sind. Dies sind neben der persönlichen Eignung die wesentlichen Kriterien, Stipendiat der Hanns-Seidel-Stiftung zu werden. Nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen findet eine dreitägige Auswahltagung statt, bei der über eine einjährige Grundförderung befunden wird. Nach dieser Probezeit wird dann über die Hauptförderung entschieden, die in der Regel ein Stipendium bis zum Erreichen der Höchstförderungsdauer nach BAföG vorsieht. Liberal im Bereich der Begabtenförderung zeigt sich die Hanns-Seidel-Stiftung besonders dadurch, dass eine breite Palette von Möglichkeiten des gesellschaftlichen Engagements akzeptiert wird: Dies kann ebenso auf dem Feld der offenen Jugendarbeit liegen wie auch im sozialen Bereich, in studentischen oder konfessionellen Organisationen sowie im parteipolitischen Umfeld. Für journalistisch talentierte Studierende bietet das Förderungswerk seit mehreren Jahren ein spezielles, studienbegleitendes Ausbildungsprogramm mit der Möglichkeit, sich auf einen späteren Einsatz im Medienbereich vorzubereiten.
Aufbau-, Zusatz-, Ergänzungs- oder Zweitstudien werden von der Stiftung nicht gefördert, auch reine Auslandsstudien nicht. Im Rahmen der regulären Stipendiatenförderung an einer deutschen Hochschule können jedoch auf begründeten Antrag zeitlich befristete Auslandsaufenthalte gefördert werden. Außerdem unterstützt die Stiftung junge hochqualifizierte ausländische Wissenschaftler mit hervorragenden Studienabschlüssen, guten Deutschkenntnissen und gesellschaftspolitischem Engagement, vorwiegend aus den Ländern der dritten Welt.
Vertrauensdozent an der Universität Potsdam ist Prof. Dr. Florian Schweigert von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Tel.: 033200/88-528. Nähere Information zur Stiftung sind unter der www.hss.de abrufbar.

tp
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[Letzte Aktualisierung 25.04.2004, Queck]