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April - Mai 2004
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Lernen am "schwarzen Brett"

Neue elektronische Lernplattform hält Einzug in die Lehre

Seit Oktober 2002 gibt es an der Universität Potsdam neben den E-Learning-Softwarelösungen ILIAS und WebCT auch das amerikanische Lehr- und Lernsystem "Blackboard". Dieses System wurde unter anderem ins Leben gerufen, um auch aus dem Internet eine leistungsstarke Umgebung für das Lehren und Lernen zu machen.


Altbewährte Pinnwand: Eine elektronische
Lernplattform funktioniert nach ähnlichem Prinzip.
Foto: Fritze

"Blackboard bietet die erforderlichen Tools und Ressourcen zur Entwicklung webbasierter multimedialer Lehr- und Lerninhalte", erklärt ZEIK-Bereichsleiter Dr. Tilo Köhn. So gibt es Tools zum Einbringen von Kursinhalten, zur Gestaltung von Lernfortschritttests sowie zur Gewährleistung der Zusammenarbeit sowohl zwischen den E-Lernern untereinander als auch zwischen Dozenten und Studierenden.
An der Universität existiert bereits eine ganze Reihe von Blackboard-Lernbausteinen beziehungsweise sie werden gerade entwickelt. Im Institut für Pädagogik arbeitet Juniorprofessor Dr. Thomas Köhler in der Lehre mit Blackboard-Bausteinen. Seine Lehrveranstaltungen befassen sich mit Anforderungen an multimediales Lernen. In seinem Blackboard-Programm bietet er den Studierenden unter anderem Diskussionsplattformen an. Unter der Rubrik "Kurse" können seine Studierenden solche Plattformen aufrufen und Anmerkungen sowie Kritiken an Vorlesungen und Seminaren ablegen. Darüber hinaus hat Köhler Diskussionsplattformen für den Austausch der Studierenden einer bestimmten Studiengruppe über ihre Erkenntnisse, Erfahrungen und Schwierigkeiten bei der Bearbeitung eines Seminarthemas eingerichtet. So gibt es beispielsweise eine Diskussionsplattform für die Themengruppe "Oberbürgermeister/Stadtverwaltung". Die Gruppe "A-historisches Potsdam" kann auf ihrer Diskussionsplattform Erfahrungen beim Gebrauch von Telefonkonferenz und E-Mail bei der Themenbearbeitung austauschen oder die Gruppe "Kapitalgeber - Banken und Sparkassen" hat die Möglichkeit, sich über Vorteile und technische Erfahrungen beim Lernen mit Videokonferenzschaltung zu verständigen.
Kommunikation und Dokumentenaustausch zu laufenden Lehrveranstaltungen, aktuelle Ankündigungen dazu, Ablegen von Protokollen, Herunterladen von Beispielen; Links zu Literatur für das Selbststudium oder Tests im Antwortauswahlverfahren sind aber nur eine Seite des Blackboard-Leistungsangebots. Darüber hinaus können Studierende zur Erleichterung ihres Studienalltags einen elektronischen Kalender führen, ein Adressbuch anlegen, Noten speichern und E-Mails versenden.
Die bisherigen, von ZEIK ermittelten Nutzungsquoten lassen auf zunehmende Akzeptanz des Blackboard-Systems bei der Optimierung des Lehrens und Lernens hoffen. So hatten sich im vergangenen Wintersemester 2153 Studierende zu einem Kurs angemeldet, im vorhergehenden Semester waren es erst 1279. Inzwischen wird die Seite durchschnittlich mehr als 7000 mal pro Tag aufgerufen.
Im Rahmen des Lehr- und Schulungsangebots der Zentralen Einrichtung für Informationsverarbeitung und Kommunikation (ZEIK) kann man auch in diesem Semester wieder lernen, was bei der Entwicklung wirksamer Blackboard-E-Learning-Module zu beachten ist.

Armin Klein
CopyrightŠ 2001 Universität Potsdam, Glaesmer, Knappe
[Letzte Aktualisierung 04.05.2004, Queck]