
Volker Abetz hat eine Professur für Polymerchemie im Institut für Chemie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät inne. Er wurde 1961 in Freiburg im Breisgau geboren. Von 1982 bis 1987 studierte er Chemie an der Albert Ludwigs-Universität Freiburg. Im Jahre 1990 promovierte er dort zum Thema "Spektroskopische Polarimetrie an mehrkomponentigen Polymersystemen". Anschließend war der Wissenschaftler bis 1997 am Max-Planck-Institut für Polymerforschung Mainz in der Abteilung Polymerphysik, an der Universität Louis Pasteur Strasbourg, Frankreich sowie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz als wissenschaftlicher Angestellter beziehungsweise EU-Stipendiat tätig. Danach arbeitete er an der Universität Bayreuth am Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie II als akademischer Rat beziehungsweise akademischer Oberrat. Zum Thema "Complex Structures based on ABC Triblock Copolymers" habilitierte sich der Chemiker 2000 in Bayreuth. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören unter anderem das Phasenverhalten und die rheologischen Eigenschaften von Blockcopolymeren.

Siegfried Franck erhielt eine Professur für Koevolution von Geo- und Biosphäre. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung der Universität Potsdam und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Er wurde 1952 in Annaberg-Buchholz geboren und studierte von 1970 bis 1974 Physik an der Universität Leipzig. Anschließend war er dort bis 1977 Forschungsstudent. Er promovierte 1978 in Leipzig zum Thema "Theoretische Untersuchungen zum ferroelektrischen Phasenübergang in Tris-Sarkosincalciumchlorid (TSCC)". Dem schloss sich seine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentralinstitut für Physik der Erde in Potsdam (ZIPE) beziehungsweise in der Leitung des Forschungsbereiches Geo- und Kosmoswissenschaften der Akademie der Wissenschaften in Potsdam an. Im Jahre 1984 habilitierte sich der Wissenschaftler an der Akademie der Wissenschaften mit dem Thema "Zustandsänderungen planetarer Materie". Bis 1991 war Siegfried Franck dann Abteilungsleiter im ZIPE beziehungsweise an der Forschungsstelle für Hochdruckforschung Potsdam. 1989 erfolgte seine Berufung zum Professor für Geophysik an der Akademie der Wissenschaften. In den 90er Jahren war der Wissenschaftler Leiter verschiedener Projekte unter anderem im Rahmen des Wissenschaftlerintegrationsprogramms, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des PIK. Seit 2000 ist er assoziiertes Mitglied im Graduiertenkolleg "Evolutive Transformationen und Faunenschnitte" am Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin. Außerdem leitet er das DFG-Projekt "Koevolution von Bio- und Geosphäre auf langen Zeitskalen" sowie das PIK-Projekt "Planetary Ecospheres (PLACES)". Zu den Forschungsschwerpunkten des Wissenschaftlers gehören unter anderem die Entwicklung von Evolutionsmodellen für das System Erde und die Untersuchung der Bewohnbarkeit extrasolarer Planetensysteme.

Manfred Rolfes bekleidet die neu eingerichtete Professur für Regionalwissenschaften im Institut für Geographie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Er wurde 1960 in Haren (Landkreis Emsland) geboren und studierte von 1982 bis 1988 Geographie und Germanistik für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Osnabrück. Nach Abschluss seines Studiums war er in Osnabrück und am Wissenschaftlichen Zentrum für Berufs- und Hochschulforschung der Gesamthochschule Kassel als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Projekten zur regionalen Berufs- und Hochschulforschung tätig. Seit dem Jahre 1993 arbeitet Manfred Rolfes als wissenschaftlicher Angestellter im Fachgebiet Geographie der Universität Osnabrück in den Bereichen Stadt- und Regionalentwicklung, Fachmethodik der Humangeographie sowie Verfahren der Kommunal- und Regionalplanung. Im Jahre 1995 promovierte er in Osnabrück zum Thema "Regionale Mobilität und akademischer Arbeitsmarkt". Seit 1999 ist er für Städte, Kommunen und kommunale Einrichtungen als Berater und Gutachter tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Analyse und Evaluation sozio-ökonomischer Entwicklungs- und Planungsprozesse auf der Mikro- und Makroebene, die Kriminalgeographie sowie die regionale Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Michael Sommer erhielt eine Professur für Geoökologie. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung der Universität Potsdam und des Zentrums für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung e. V. (ZALF). Er wurde 1959 in Hamm/Westfalen geboren und studierte von 1979 bis 1985 Biologie beziehungsweise Agrarbiologie an den Universitäten Konstanz und Hohenheim. Er promovierte 1992 zum Thema "Musterbildung und Stofftransporte in Bodengesellschaften Baden-Württembergs" in Hohenheim. Ebenfalls an dieser Universität habilitierte sich der Wissenschaftler 2002 zum Thema "Biogeochemie bewaldeter Einzugsgebiete und ihr pedogenetischer Kontext". Nach dem Studium arbeitete er bis 1999 an der Universität Hohenheim als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter in den Bereichen Bodenschutz, Standortskunde und Landschaftsmodellierung. Anschließend leitete er bis Anfang 2004 am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit GmbH, München-Neuherberg Forschungsvorhaben im Rahmen des Forschungsverbundes Agrarökosysteme München (FAM). Seit 2004 ist Michael Sommer Direktor des Institutes für Bodenlandschaftsforschung am ZALF. Zu den derzeitigen Forschungsfeldern des Wissenschaftlers gehören unter anderem die Abbildung und Analyse von Bodenheterogenitäten auf der Landschaftsskala mit Hilfe der Fernerkundung und geophysikalischen Verfahren. Daneben beschäftigt er sich mit Themen des Bodenschutzes, beispielsweise mit der Rolle von Böden als Lebensraum für Organismen. Ein multidisziplinäres Projekt zum Silicium-Haushalt terrestrischer Biogeosysteme ist in Planung.