Mitte März veranstalteten das Institut für Sonderpädagogik der Universität Potsdam und der Verband Sonderpädagogik e.V. des Landes Brandenburg eine sonderpädagogische Arbeitstagung. Thema war die "Diagnostik des sonderpädagogischen Förderbedarfs: Wo stehen wir und wie soll es weitergehen?" Es wurden die Ergebnisse eines vom brandenburgischen Ministerium für Bildung, Jugend und Sport geförderten Untersuchungsprojekts vorgestellt, das gemeinsam mit den 18 regionalen Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstellen des Landes Brandenburgs durchgeführt wurde. Die Sonderpädagogen dieser Einrichtungen unterrichten an Förderschulen oder unterstützen den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung. Sie sind in der frühen Förderung behinderter Kinder und in der Diagnostik tätig, beraten Eltern und Pädagogen. Im Unterschied zu der traditionellen Herangehensweise, die vorrangig von den individuellen Defiziten des Kindes mit Behinderung ausgeht, haben aktuelle Diagnose-Verfahren die Entwicklungschancen des Kindes im Blick. Daraus werden individualisierte Förderkonzepte abgeleitet, die im gemeinsamen Unterricht oder an den Förderschulen realisiert werden.