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Fund im Nildelta 

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Die Statue kann auf dem Rundgang durch die Tempelanlage und den neu errichteten
Skulpturengarten besichtigt werden.
Foto: zg.

Einen vielbeachteten Fund machte bei Grabungsarbeiten im Nildelta ein 15-köpfiges Team unter Leitung von Dr. Christian Tietze aus der Universität Potsdam. Die Archäologen legten in der früheren Hauptstadt Ägyptens, dem heutigen Tell Basta, den Oberteil einer weiblichen Statue frei. Bei dem annähernd vier Meter langen Fragment handelt es sich vermutlich um die Statue einer Königin, der Gemahlin von Ramses II. (1304-1237 v. Chr.). Die Statue stammt nach Ansicht der Forscher wahrscheinlich aus Piramesse, der von Ramses II. erbauten Hauptstadt des 13. Jahrhunderts v. Chr. Rund drei- bis vierhundert Jahre später gelangte sie offensichtlich in die große Tempelanlage von Tell Basta.

Der jetzt gefundene Teil der Statue besteht aus Rosengranit und zeigt insbesondere einen gut erhaltenen Kopfschmuck mit Körbchenkrone und Geierhaube. Tietze selbst schätzt, dass die gesamte Statue fast elf Meter hoch war. Nun hoffen die Wissenschaftler auf weitere Funde an der Grabungsstelle. Im September fliegen sie wieder ins Nildelta.

Red.

 

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[Letzte Aktualisierung 03.05.2002 Steffi Knappe]