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Polymere   

Wer heute einen Joghurt isst, der hat es oft mit „Soft Matter" zu tun. Wer einen Pulli aus Kunststoff trägt, auch. Sowohl Joghurtbecher als auch Textilfasern können Polymere enthalten, die in ihrer unglaublichen Vielfalt einen Großteil der „Soft Matter" ausmachen.

Das Wort Polymere ist ein Oberbegriff für Riesenmoleküle. Sie entstehen durch Verknüpfen vieler einzelner Moleküle mit nur wenigen Atomen. Dadurch bilden sich lange Ketten, die je nach Herstellungsverfahren und Grundbausteinen mehr oder weniger stark miteinander vernetzt sind. Ab etwa 1000 Atomen spricht man von Polymeren, nach oben sind der Zahl der Atome keine Grenzen gesetzt.

Neben den synthetischen Polymeren, den Kunststoffen, gibt es auch natürliche Polymere. Dazu zählen beispielsweise Stärke, Zellulose, Wolle, Proteine oder die DNA, die bis zu etwa eine Millionen Atome enthalten kann. Die Eigenschaften der Polymere werden stark durch die Zahl der Querverbindungen zwischen den Kettenmolekülen beeinflusst. Je mehr Querverbindungen eingebaut sind, desto geringer werden beispielsweise Elastizität und Löslichkeit.

Zu den bekanntesten synthetisch hergestellten Polymeren gehören zum Beispiel Polyethen (PE), PVC (Polyvinylchlorid), Teflon (Polytetrafluorethen), Plexiglas (Polymethacrylsäuremethylesther), Polyester, Polyamide (Perlon und Nylon), Bakelit (in Steckdosen und Lichtschaltern) und Polyurethane (in Schaumstoffen).

Ursula Resch-Esser

 

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[Letzte Aktualisierung 08.06.2002 Steffi Knappe]