"Stell Dir vor...Potsdam weckt Visionen" - mit diesem Slogan geht die brandenburgische Landeshauptstadt ins Rennen um den Titel als Kulturhauptstadt Europas 2010. Am 30. Juni 2004 wurde die Bewerberschrift ans Auswärtige Amt übergeben.

Potsdam, eingebettet in die herrliche Seen- und Waldlandschaft gehört zweifelsohne zu den schönsten Städten Deutschlands. Hier verwirklichten brandenburgische Kurfürsten und preußische Könige mit Hilfe ihrer Architekten und Landschaftsgestaltern ihre Träume. Visionen von europäischem Ausmaß wurden in dieser Landschaft realisiert. Die Stadt wurde zu einem Schmelztiegel europäischer Gedanken und Projekte. Die drei bedeutendsten sind Landschaftsgestaltung, Baukultur und später die Filmwelt. Diese drei Faktoren, die Potsdam weltweit einzigartig machen, stehen im Mittelpunkt der Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2010. Die Schirmherrschaft haben die Potsdamer übernommen, die eng verbunden sind mit dem Kulturerbe, das Grundlage für neue Ideen und Visionen ist: Potsdam, ein Ort, an dem nicht nur in der Vergangenheit Visionen entstanden, sondern aus der Vergangenheit heraus auch heute noch entstehen. So baut sich Potsdam auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2010 ein neues Theater und gleichzeitig entsteht in der Schiffbauergasse ein ganz neuer Kulturstandort, der als besondere Symbiose von Kunst und Wirtschaft gilt.
Auch mit der einzigartigen Wissenschaftsszene kann Potsdam punkten: Wissenschaftswunder in einmaliger Kulisse auf dem Telegrafenberg sowie Einrichtungen am Neuen Markt wie das Deutsche Kulturforum östliches Europa oder das Forschungszentrum Europäische Aufklärung spielen bei der Bewerbung eine Rolle. Forschung hat in Potsdam seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Tradition. Über 4000 Wissenschaftler an rund 50 Forschungsinstituten arbeiten und forschen heute in Potsdam. Unter anderem wird auf einem der drei Max-Planck-Institute auf dem Forschungscampus Golm in einer weltweit einzigartigen Vereinigung verschiedener Forschungszweige im Geiste Albert Einsteins nach der "Weltformel" gesucht, die Mikro- und Makrokosmos vereinigt. Und Projekte von und mit Studierenden werden auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2010 eine besondere Rolle spielen.
Künstlerische Projekte von internationalem Renommee überzeugen ebenfalls in der brandenburgischen Landeshauptstadt: Ob die preisgekrönten Potsdamer Tanztage oder die seit Jahrzehnten etablierten Musikfestspiele Potsdam Sanssouci, das viel beachtete Off-Theater-Festival "Unidram" oder das anerkannte Studierenden-Filmfestival "Sehsüchte".
Auf dem Weg zur Kulturhauptstadt 2010 steht jedes einzelne Jahr unter einem bestimmten Thema: 2004 Parks und Gärten, 2005 Lebendige Stadt, 2006 Architektur, 2007 Film und Neue Medien, 2008 Bildende Kunst, 2009 Jugend in Aktion und 2010 Europäische Visionen. Eines der geplanten Projekte im Kulturhauptstadtjahr ist die Ausrichtung des europäischen Filmfestivals, die eine ideale und einzigartige Symbiose zwischen der Filmkunst von Babelsberg und der Musiktradition Potsdams darstellt.
"Potsdam war stets und ist auch heute eine Stadt, die agiert. Die Fähigkeit, nach vorn zu blicken, ohne die Vergangenheit zu ignorieren, das Fremde aufzunehmen, ohne das Eigene zu verlieren, Neues zuzulassen, und Bewährtes beibehalten, die Freiheit zu denken - das zeichnet die Bürgerinnen und Bürger von Potsdam aus", heißt es in der Potsdamer Bewerberschrift.
Natalie Gommert, Kulturhauptstadt Potsdam 2010 GmbH
Weitere Informationen sind unter www.potsdam2010.com erhältlich.