"Wir gehen heute einen seit langem notwendigen Schritt aufeinander zu." Mit diesen Worten begrüßte der Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder, am 5. Mai alle im Schlosstheater des Neuen Palais anwesenden Gäste. Sie waren aus Anlass der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Universität Potsdam und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg gekommen.

Dass die tägliche Praxis dem Vertragsschluss weit voraus ist, kann an vielfältigen Beispielen belegt werden. Enge wissenschaftliche Kontakte existieren seit Jahren zwischen Wissenschaftlern des Institutes für Geowissenschaften der Universität und der Stiftung. So hat Prof. Dr. Roland Oberhänsli die Herkunft der Bergkristalle in den königlichen Schlössern untersucht. Dabei hat er herausgefunden, dass der Quarz für die Leuchter aus einem kleinen Gebiet am Südrand des Aarmassivs in den Schweizer Zentralalpen stammt. Wissenschaftler aus dem Institut für Germanistik wie aus dem Historischen Institut pflegen ebenso Kontakte zu ihren Kollegen in der Stiftung. Die Biologen und die Mitarbeiter des Botanischen Gartens arbeiten gleichermaßen eng mit der Stiftung zusammen. Die Stiftung unterstützt die Studierenden. Bisher gab es beispielsweise kostenlose Führungen durch Parks und Schlösser und spezielle Angebote für Erstsemestler, für Studierende mit Handicap und am Hochschulinformationstag für Studieninteressierte.
Stiftungsgeneraldirektor Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh ist sich sicher, dass auch in Zukunft ein breites Themenspektrum der gemeinsamen Bearbeitung harrt. Und dies nicht zuletzt deshalb, weil beide Einrichtungen die Identität der Stadt wesentlich mitprägen, wie es in der Präambel des Kooperationsvertrages heißt.