Ab Oktober 2004 wird es an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät das Internationale Promotions-Programm "Integrative Plant Science" (IPP-IPS) geben. Es wird durch die DFG und den DAAD aus Mitteln des BMBF zunächst bis Ende 2006 gefördert. Über eine Förderung darüber hinaus, wird noch in diesem Jahr entschieden.

Das Promotions-Programm soll junge Wissenschaftler zu integrativer Forschung in der molekular- und systembiologisch orientierten Pflanzenwissenschaft befähigen, sie mit den aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen konfrontieren und sie in die Lage versetzen, eigene innovative Forschungsprojekte zu initiieren. Durch die Verknüpfung von Molekularbiologie, Physiologie, Genetik, Biochemie, Bioinformatik und Biostatistik ist ein integrativer Ansatz zur Untersuchung der komplexen molekularen Grundlagen des Systems Pflanze möglich.
Projektkoordinator ist Prof. Dr. Bernd Müller-Röber vom Institut für Biochemie und Biologie. Das IPP-IPS wird gemeinsam mit den Abteilungen "Molekulare Physiologie Höherer Pflanzen" und "Metabolische Netzwerke" des MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie durchgeführt, das sich in unmittelbarer Nähe zu den Arbeitsgruppen der Universität Potsdam befindet. Das MPI verfügt über einen für innovative Pflanzenforschung ausgesprochen vielfältigen und exklusiven Maschinenpark, der eine ideale Ergänzung zu den an der Universität vorhandenen Geräten darstellt.
Das Programm wird im ersten Förderzeitraum für zwölf Promotionsstudenten der Fachrichtung Biologie/Biochemie eine strukturierte Promotionsausbildung mit vielfältigen Möglichkeiten anbieten. Während der dreijährigen Ausbildung erhalten die Doktoranden Zugang zu neuester Technologie und erlernen eine Vielzahl komplementärer methodischer Ansätze. Komponenten des Programms sind die eigentliche wissenschaftliche Arbeit am Projekt der Doktorarbeit unter Anleitung eines wissenschaftlichen Betreuers und Co-Betreuers, die fachlich-komplementäre Ausbildung in Techniken und Verfahren durch neu einzurichtende Kurse und Workshops sowie Arbeitsaufenthalte in externen Arbeitsgruppen sowie der Erwerb komplementärer Fähigkeiten in den Bereichen Präsentation, Labor- und Projektmanagement, Drittmittel-Akquise, Patentangelegenheiten und Unternehmensgründung. Das Ausbildungsprogramm wird in englischer Sprache durchgeführt und soll vor allem ausländische Studierende zu einer Promotion an der Universität Potsdam ermutigen. Binationale Promotionen sollen gefördert werden.