
Sie sind die Grundbausteine aller Lebewesen. Doch wie funktionieren Proteine im Körper? Die bisherigen Erkenntnisse aus der Genomforschung geben Hinweise darauf, dass die meisten Proteine nur im Verbund mit anderen als so genannte molekulare Maschinen ihre eigentlichen Funktionen ausüben können. Bisher ist für die meisten molekularen Maschinen noch nicht bekannt, welche Partner wie zusammenarbeiten müssen, damit die jeweiligen Körperfunktionen reibungslos ablaufen können.
Ein neuer Projektverbund, das UltraStrukturNetzwerk (USN), hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Proteinkomplexe eingehend zu untersuchen. Unterstützt durch Europäische Fördermittel (EFRE) und die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur wurde das Großprojekt mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von acht Millionen Euro durch das Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Kooperation mit der Charité und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch initiiert.
Der Verbund wird von mehr als 15 Arbeitsgruppen unterschiedlicher Institutionen aus Berlin und Brandenburg getragen. Zu ihnen gehören Prof. Dr. Berd Müller-Röber und Dr. Babette Regierer aus dem Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam. Das Netzwerk stellt für die Einrichtungen eine Infrastruktur zur Untersuchung von Proteinkomplexen im Hochdurchsatzverfahren dar. Ziel ist die Analyse von supramolekularen Strukturen, den molekularen Maschinen im Hochdurchsatz-Verfahren mittels hochmoderner Untersuchungsmethoden wie Massenspektrometrie und Kryo-Elektronenmikroskopie.
Weitere Informationen unter www.ultrastrukturnetzwerk.de