Juli 2006
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Chancen und Risiken

Philosophiestudenten bei Konferenz "Visionen der Informationsgesellschaft 2016"

Unialltag. An schlechten Tagen stereotyp ablaufendes Ritual, an guten Lehre wie im Bilderbuch. So oder so tut Abwechslung gut. Das jedenfalls erfuhren auch Philosophiestudenten, die sich nach Katowice begaben, um mit einem eigenen Beitrag an der im Juni ausgetragenen Konferenz "Visionen der Informationsgesellschaft 2016" teilzunehmen. Nicht ohne allerdings vorher intensive Vorbereitung betrieben zu haben.


Essen verbindet: Deutsch-polnische Kontakte
auch außerhalb der Konferenz.
Foto: zg.

Genau die erfolgte in einem von Philosophie-Professor Hans-Joachim Petsche durchgeführten Projektseminar. In Seminarsitzungen konzentrierten sich die Studierenden auf die Themen "E-Learning" und "Der transparente Mensch". Spätestens hier zeigte sich ihnen ein engagiertes Spannungsfeld zwischen den Chancen, Risiken und Gefahren der Informationstechnologiebereiche. Heraus bildete sich ein tendenziell skeptischer Blick auf eine auch auf der Konferenz verbreitete Informationstechnologie-Euphorie. Die vorbereitenden Sitzungen waren von einer regen Beteiligung und einer spürbaren Konzentration begleitet, die die Aufregung widerspiegelte, sich in kurzer Zeit fundiert für den direkten Gedankenaustausch mit Doktoren und Professoren anderer Universitäten und auch anderer Fachrichtungen präparieren zu müssen. Denn ein weiteres Credo der Konferenz war die Interdisziplinarität, die nichttechnische, aber auch technische Beiträge zur Informationsgesellschaft zusammenführen sollte. Ein erfrischendes Element für alle Beteiligten. Genau so wie die zahlreichen Gelegenheiten, ins Gespräch zu kommen, von aktuellen akademischen Arbeitsgebieten zu erfahren. Die Diskussionen in den Arbeitsgruppen brachten zudem einen sehr direkten deutsch-polnischen Kontakt. Es bot sich eine bilaterale Atmosphäre, die zu dem wesentlich durch die Organisation der Konferenz im Rahmen des ausklingenden Deutsch-Polnischen-Jahres verstärkt wurde.
Ohne Zweifel: Für die Potsdamer Studierenden waren Projektseminar "Informationstechnologie" und Konferenz ein Gewinn. Erlebten sie doch ihr Studium aus anderer Perspektive, sammelten sie Erfahrungen außerhalb des Hörsaals.
Bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft weiter engagierte Dozenten wie Petsche finden, die über die Studienordnungen hinaus Projektseminare organisieren und ihren Studenten ermöglichen, auch schon einmal während des Studiums an der Wissenschaftsluft einer Konferenz zu schnuppern.

Falk Dambrowsky, Student, Philosophie

Eine Onlinedokumentation zum Seminar ist am Entstehen und wird unter http://www.uni-potsdam.de/u/philosophie/inst/Studies.htm veröffentlicht.

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[Letzte Aktualisierung 15.07.2006, Schroeter]