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01/2011
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Personalia

Bundesverdienstkreuz

Dr. Werner Mackenbach
Foto: Fritze

Dr. Werner Mackenbach, Privatdozent am Institut für Romanistik der Universität Potsdam, hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland bekommen. Er erhielt die in Frankfurt am Main verliehene Auszeichnung für seine Verdienste um die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Zentralamerika. Aber auch seine Forschungs- und Lehrtätigkeit in Zentralamerika wurde auf diese Weise gewürdigt. Werner Mackenbach habilitierte sich 2003 an der Universität Potsdam auf dem Gebiet der romanischen Literaturwissenschaft. Von 2003 bis 2009 führte er das Informationszentrum für Zentralamerika des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in San José, Costa Rica. Zugleich lehrte der Wissenschaftler als Langzeitdozent des DAAD an der Universidad de Costa Rica (UCR) hispanoamerikanische Literatur. Auf seine Initiative hin wurde 2005 ein Kooperationsabkommen zwischen der Universität Potsdam und der UCR geschlossen. Seit 2002 leitet Mackenbach in Kooperation von Universität Potsdam und UCR sowie anderer Universitäten Zentral- und Lateinamerikas, Europas und der USA das internationale Forschungsprogramm „Geschichte der Literaturen Zentralamerikas“.

Nachwuchswissenschaftlerpreise

Dr. Markus Messling
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Der Romanist Dr. Markus Messling von der Universität Potsdam hat den Nachwuchswissenschaftlerpreis des Landes Brandenburg 2010 erhalten. Der mit 20.000 Euro dotierte Post-Doc-Preis im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften wurde Messling für die Arbeit der von ihm geleiteten Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe „Philologie und Rassismus im 19. Jahrhundert“ verliehen. Gemeinsam mit drei Mitarbeitern untersucht er die „erkenntnistheoretischen und ideologischen Verstrickungen der Philologie des 19. Jahrhunderts mit dem Rassismus und Kolonialismus“. Nach dem Studium der Romanistik, Germanistik, Politologie und Pädagogik promovierte der Geehrte an der Freien Universität Berlin. Im Jahr 2009 siedelte er die von der DFG finanzierte Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Lehrstuhl des Potsdamer Romanisten Prof. Dr. Ottmar Ette an.

Niko Hildebrandt
Foto: Fritze

Den in gleicher Höhe dotierten Post-Doc-Preis im Bereich Natur- und Ingenieurwissenschaften erhielt Niko Hildebrandt. Er promovierte 2007 bei Prof. Dr. Hans-Gerd Löhmannsröben (Physikalische Chemie) und arbeitete in dessen Bereich weiter. 2008 bis 2010 war Hildebrandt Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung. Seit Oktober 2010 ist der Wissenschaftler Professor für Nanobiophotonik an der Universität Paris-Sud 11. Der Nachwuchswissenschaftlerpreis des Landes Brandenburg wird seit 2007 alljährlich für herausragende wissenschaftliche Leistungen vergeben. Er teilt sich in die beiden Post- Doc Preise und einen Absolventenpreis.

Wissenschaftspreis

Dr. Jürgen Scharhag
Foto: privat

Dr. Jürgen Scharhag, Mitarbeiter im Department für Sport-und Gesundheitswissenschaften sowie stellvertretender Ärztlicher Direktor der Uni-Hochschulambulanz, hat den ersten Rang beim Wettbewerb um den Wissenschaftspreis des Deutschen Olympischen Sportbundes 2009/10 errungen. Die Platzierung teilt er sich mit Claudia Pawlenka von der Uni Düsseldorf. Jürgen Scharhag konnte das Preis-Kuratorium mit seiner Habilitationsschrift „Akute und chronische Effekte von Ausdauerbelastungen auf das Herz bei Sportlern, gesunden Normalpersonen und Patienten“ überzeugen. Insgesamt sind acht Habilitationen und fünf Dissertationen eingereicht worden. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und berücksichtigt Arbeiten aus unterschiedlichen Disziplinen der Sportwissenschaft.

Carl-Ramsauer-Preis

Dr. Sebastian Bange
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Die Physikalische Gesellschaft zu Berlin hat den Carl-Ramsauer-Preis 2010 an Dr. Sebastian Bange verliehen. Die Auszeichnung erfolgte in Anerkennung seiner an der Uni Potsdam angefertigten Dissertation zum Thema „Transiente und optische Effekte in Polymer-Halbleitern“. Bange ist einer von insgesamt vier Preisträgern. Betreut hatte seine Arbeit Prof. Dr. Dieter Neher vom Institut für Physik und Astronomie. In seiner Dissertation beschäftigte sich der Wissenschaftler experimentell und theoretisch mit Prozessen in weißemittierenden Leuchtdioden aus Polymeren. Ihn interessierte dabei insbesondere die Anregungs- und Ladungsträgerdynamik. In dem Zusammenhang ist es Bange gelungen, diejenigen elementaren Prozesse, die die Leuchtfarbe und Effizienz der aus diesen Polymeren gefertigten Bauteile bestimmen, zu identifizieren und zu modellieren. Nach erfolgreichem Abschluss der Promotion 2009 wechselte Sebastian Bange von der Universität Potsdam an die University of Utah, USA.

Zum Vorsitzenden gewählt

Prof. Dr. Detlev W. Belling
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Prof. Dr. Detlev W. Belling von der Juristischen Fakultät und dem Evangelischen Institut für Kirchenrecht an der Universität Potsdam wurde als Vorsitzender der Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wiedergewählt. Als solcher gehört er auch dem Diakonischen Rat an. Seine Amtsperiode dauert bis Ende 2015. 435 Mitglieder des Diakonischen Werkes unterhalten als Träger von Dienstleistungen in allen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens insgesamt rund 1470 stationäre, halboffene und offene Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen. In den Häusern arbeiten etwa 52.000 hauptamtliche und zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter. Belling ist außerdem in den Schiedsgerichtshof der Deutsch-Türkischen Handelskammer (AHK) gewählt worden. Der Einrichtung obliegt es, mittels Schiedsverfahren anfallende Streitigkeiten zu beheben. Insgesamt neun Juristen beider Länder sind ständige Hauptmitglieder.

In Wissenschaftlichen Beirat gewählt

Prof. Dr. Roland Oberhänsli
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Prof. Dr. Roland Oberhänsli aus dem Institut für Erd- und Umweltwissenschaften ist in den Wissenschaftlichen Beirat des Museums für Naturkunde Berlin berufen worden. Den Fokus seiner Arbeit im Gremium wird er auf den mineralogischen Fachbereich richten. Zu den Aufgaben des Gremiums gehört es, den Stiftungsrat und den Generaldirektor in wissenschaftlichen und programmatischen sowie bedeutsamen strukturellen Fragen zu beraten. Darüber hinaus erarbeitet es Vorschläge und Empfehlungen zu Forschungsfeldern des Museums und seiner Programmplanung. Seine Mitglieder prüfen zudem regelmäßig die einzelnen Forschungsleistungen des Hauses und bewerten sie. Insgesamt gehören dem Wissenschaftlichen Beirat des renommierten Museums sieben Professorinnen und Professoren aus dem Inund Ausland an.

Fellow

Prof. Dr. Patrick O'Brien
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Der Petrologe im Institut für Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam, Prof. Dr. Patrick O'Brien, ist Fellow der Mineralogical Society of America. Er war 2005/2006 bereits Distinguished Lecturer der Gesellschaft. Der Beirat der Mineralogical Society of America wählt nur diejenigen Mitglieder zum Fellow, die zu signifikanten Fortschritten in der Mineralogie beigetragen haben. Sie müssen zudem von anderen Fellows nominiert und von einem Komitee akkreditiert worden sein. Die Mineralogical Society of America ist die weltweit größte Gesellschaft für professionelle Mineralogen, Petrologen, Kristallographen und Geochemiker. Zu den Forschungsschwerpunkten O’Briens gehört die Entzifferung von Prozessen in modernen kontinentalen Kollisionszonen und fossilen kontinentalen Kollisionszonen an Hand von Untersuchungen an kristallinen Gesteinen.

Absolventenpreis

Mike Neumann
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Den mit 5.000 Euro dotierten Absolventenpreis des Landes Brandenburg erhielt Mike Neumann. Dem Nachwuchswissenschaftler wurde er für seine Diplomarbeit im Fach Chemie verliehen (mehr dazu hier).




Ehrendoktor

Prof. Dr. Erich Kleinpeter
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Der Chemiker Prof. Dr. Erich Kleinpeter hat die Ehrendoktorwürde der Universität Szeged erhalten. Mit dem Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Szeged verbindet den Professor für Analytische Chemie-Strukturanalytik eine langjährige und enge Zusammenarbeit. Sie ist mehrfach von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst gefördert worden. Beide Seiten realisierten dabei zusammen Projekte auf dem Gebiet der Synthese und Strukturaufklärung biologisch aktiver Moleküle mit spektroskopischen und theoretischen Methoden.

Richter

Prof. Dr. Andreas Musil
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Prof. Dr. Andreas Musil aus der Juristischen Fakultät ist zum Richter am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg im Nebenamt ernannt worden. Die Tätigkeit nahm er zum 1. Januar dieses Jahres auf. Musil ist ordentliches Mitglied im 9. Senat, der für das Abgabenrecht zuständig ist. Konkret wird sich der Potsdamer Wissenschaftler mit den Gemeindesteuern im Land Brandenburg beschäftigen. Der Jurist lehrt und forscht seit 2007 an der Universität Potsdam.

Verfassungsrichter

Der Lehrbeauftragte für Wirtschaftsrecht an der Universität Potsdam und Berliner Anwalt, Dirk Lammer, ist neuer Verfassungsrichter im Land Brandenburg. Der 48-Jährige erhielt dafür die erforderliche Zweidrittelmehrheit der Landtagsabgeordneten. Die Wahl wurde erforderlich, weil der bisherige Verfassungsrichter Volkmar Schöneburg (Die Linke) in der rotroten Landesregierung das Amt des Justizministers übernommen hat. Dirk Lammer studierte Jura in Heidelberg und Bonn. Seit 1993 ist er Rechtsanwalt in Berlin, seit 2000 Fachanwalt.

Präsident der Mathematiker-Vereinigung

Prof. Dr. Bär
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Prof. Dr. Christian Bär aus dem Institut für Mathematik ist zum Präsidenten der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) gewählt worden. Seine Amtszeit beginnt am 1. Januar 2011 und dauert zwei Jahre. Bei der Funktion handelt es sich um ein Ehrenamt. In der DMV sind derzeit mehr als 4.000 Freunde der Mathematik aus den verschiedensten Berufszweigen vereinigt. Alle Mitglieder widmen sich der Förderung der Mathematik, beispielsweise durch öffentliche Veranstaltungen, die Ausrichtung von Tagungen oder die Vergabe von Medienpreisen.

Schwerbehindertenvertretung gewählt

Birgit Maury
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Die Vertretung der Schwerbehinderten der Uni wurde neu gewählt und am 14. November 2010 bestätigt. Vertrauensperson bleibt Birgit Maury. Die Stellvertreter sind Gilda Kapp, Dr.cUwe Altenberger und Dr. Wolfgang Banße.




Nachruf
Prof. Dr. Francesca Y. Albertini verstorben

Francesca Y. Albertini
Foto: Roese

"Das Leben und dazu eine Katze, das ergibt eine unglaubliche Summe!" Auf dem Schreibtisch von Francesca Yardenit Albertini steht das Bild einer spielenden Katze mit diesem Satz R. M. Rilkes. Daneben liegt die Bibel, aufgeschlagen zu den Texten von Numeri 18-19 - ein Teil ihrer momentanen wissenschaftlichen Arbeit. Der Tisch ist nun verwaist. Am 27. März ist Francesca Albertini völlig überraschend im Alter von 36 Jahren gestorben.
Francesca Albertini wurde 1974 in Rom geboren und war seit 2007 Professorin für Religionswissenschaft an der Universität Potsdam. Sie studierte 1993-1997 "Jüdische Philosophie" sowie Geschichte, Kunstgeschichte, Orientalistik mit dem Schwerpunkt Ägyptologie und Judaistik an der "I Universitá degli Studi di Roma La Sapienza", Rom; dann in den Jahren 1997 bis 2001 Evangelische Theologie an der Facoltà Teologica Valdese, Rom, mit dem Schwerpunkt "Theologie und Exegese des Alten Testaments", wo sie 2001 mit dem Diplom abschloss. Noch im gleichen Jahr wurde sie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg i.Br. zur Doktorin der Philosophie mit einem Buch über den Gottesnamen promoviert. Im Jahre 2007 habilitierte sich Francesca Albertini an der Philosophischen Fakultät der Goethe-Universität Frankfurt/M. mit dem Thema "Die Einflüsse der frühmittelalterlichen islamischen Philosophie auf die Konzeption des Messias von Moses Maimonides". Bereits als Studierende erhielt sie nationale und internationale Stipendien, war Teilnehmerin und Mitveranstalterin wichtiger Symposien. Schon in jungen Jahren begann sie mit Lehrtätigkeiten an den Universitäten Rom, Florenz, Freiburg i.Br., Fribourg (CH), Heidelberg, Frankfurt/M., Graz, München und Berlin. Zudem war Francesca Albertini in wichtigen nationalen und internationalen Gremien ihres Faches vertreten. So wirkte sie an der kritischen Edition der Schriften Martin Bubers mit. Ihr nächstes Werk war eine groß angelegte Studie über die Karäer; die wissenschaftliche Reiseroute für dieses Jahr war bereits geplant und mit den Mitarbeitern im Institut sondiert.
In der Art ihres Lehrens zeigte sich ihr Charakter: Nicht nur Gegenstände und Medien bereicherten ihre Veranstaltungen, sondern auch jede Menge Erlebnisse und Anekdoten aus ihrer Familie. Dadurch erhielt ihr Unterricht eine sehr persönliche Note; viele der Studierenden bewunderten und schätzten Francesca Albertinis Offenheit und Herzlichkeit. Ihre Liebe zur Wissenschaft und zu Büchern - "Am liebsten würde ich immer nur lesen" - wurde allein durch ihren ethischen Anspruch übertroffen. Für sie waren Wissenschaft und Ethik zwei Seiten ein und derselben Sache. Vielleicht rührt daher ihre Ungeduld gegenüber administrativen Verpflichtungen. Vielleicht rührt ihr Eifer, mit dem sie trotz ihrer langen und schweren und sie immer wieder einschränkenden Erkrankung Forschung und Unterricht dennoch fortsetzte. Eher fragte sie die Studierenden nach Cola oder Schokolade gegen Unterzuckerung, als den Unterricht abzubrechen.
Innerhalb kürzester Zeit hat sie rastlos Kontakte zu Potsdamer und Berliner Kollegen aufgebaut, mit denen sie Projekte plante oder Seminare veranstaltete. Trotz ihrer strengen wissenschaftlichen Distanz zu den Gegenständen war sie ein warmfühlender Mensch, der aus religiösen Wurzeln lebte. Erst bei einem kürzlichen Gespräch mit dem Dekan lud sie diesen ein, zusammen mit ihr feierlich den Sabbat zu begrüßen.
Mit ihr verliert die deutsche Judaistik und Religionswissenschaft eine hochbegabte und anspruchsvolle Hoffnungsträgerin. Viel zu kurz war sie bei uns. Wir werden Francesca Albertini in bester Erinnerung behalten. Möge sie ruhen in SEINEM Frieden.

Prof. Dr. Johann Ev. Hafner
Dekan der Philosophischen Fakultät

Copyright© 2001 Universität Potsdam, Mangelsdorf
[Letzte Aktualisierung 01.04.2011, Voigt/Peter]