| Neue Währung keine Unbekannte
mehr. Gespräch mit Uni-Dezernentin für Haushalt und Beschaffung
Auch für die Universität
Potsdam heißt es, sich von der D-Mark zu verabschieden. Portal-Redakteurin Petra Görlich
sprach darüber mit Ursula Swillims, Dezernentin für Haushalt und Beschaffung an der
Hochschule.
Die endgültige Umstellung der Währung von der D-Mark auf den Euro steht
unmittelbar bevor. Wie gut ist die Universität Potsdam haushaltstechnisch darauf
vorbereitet?

Ursula Swillims wacht
an der Uni über
die reibungslose
Einführung des Euros.
Foto: Fritze |
Swillims: Ich meine, gut. Wir haben entsprechend den vom
Ministerium vorgegebenen Richtlinien die Vorarbeiten geleistet. So ganz neu ist der Euro
für uns ja auch nicht mehr. Denn wir gehen bereits als Buchgeld mit ihm um. Auch die
Anmeldungen zum Doppelhaushalt 2002/2003 erfolgten schon in der neuen Währung.
Seit wann liefen denn die Vorbereitungen, damit am 1. Januar nächsten Jahres
wirklich alles klappt?
Swillims: Ernst wurde es eigentlich mit dem Beginn der dritten Stufe
der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion am 1. Januar 1999. Von diesem Zeitpunkt
an ist der Euro für uns präsent. Das heißt, wir bekommen seither durchaus
Überweisungen oder Rechnungen in Euro, die jedoch immer noch in DM umgerechnet wurden.
Welche Schritte waren konkret nötig in Vorbereitung eines reibungslosen
Übergangs zum neuen Geld?
Swillims: Wir mussten sicherstellen, dass vom 1. Januar nächsten
Jahres an alle Buchungen wie gewünscht funktionieren. Das bedeutet, dass die von uns
verwendeten Programme des Hochschulinformationssystems (HIS) tatsächlich rechtzeitig in
veränderter Form vorliegen müssen. Dies wird auch so sein. Ich erwarte hier keine bösen
Überraschungen. Alle nötigen Absprachen sind getroffen. Schwierigkeiten, die durch den
üblichen Jahresabschluss entstehen könnten, dürften auch nicht passieren. Fakultäten
sowie Dezernate sind beispielsweise angehalten, in diesem Jahr getätigte Vorschüsse und
Abschläge im Drittmittelbereich abzurechnen, sie nicht mit ins nächste Jahr zu nehmen.
Bis zum 10. Dezember wurden die Abrechnungen durchgeführt, so dass 2002 neu begonnen
werden kann.
Ein anderer Punkt ist die Umstellung des Bargeldes. Diesbezüglich gibt es klare
Vorgaben. Zunächst erhält die Zahlstelle eine entsprechende Ausrüstung. Alle
Auszahlungen erfolgen dann ab 1. Januar in Euro. Gleichzeitig sind wir aber noch
verpflichtet, bis zum 28. Februar Deutsche Mark entgegenzunehmen, denn sie stellt bis
dahin ebenfalls ein offiziell anerkanntes Zahlungsmittel dar. Dieses zweistufige Verfahren
wollen wir jedoch auf die Zahlstelle begrenzen und bei den zahlreich vorhandenen
Handkassen nicht praktizieren. Die werden zum Jahresende abgerechnet und nehmen dann
ausschließlich Euro an. Ansonsten wäre der Verwaltungsaufwand zu hoch.
Ganz ohne Pannen gehen Umstellungen in dieser Größenordnung erfahrungsgemäß
nicht ab. Wo sehen Sie mögliche Klippen?
Swillims: Ein bisschen müssen wir hoffen, dass es mit den Programmen
funktioniert. Eine andere Frage ist es, ob die bereitgestellten Münzen und Scheine
ausreichen.
Sie haben zahlreiche Mitarbeiter im Dezernat. Wurden Sie für die
Währungsumstellung speziell geschult?
Swillims: Extra Schulungen gab es keine. Wir haben uns intern mit den
entsprechenden Vorschriften befasst. Dazu liefen dann Gespräche, die auch noch
fortgeführt werden sollen. Das geschieht nach einem Zeitplan, der die Beseitigung aller
offenen Punkte gewährleistet.
Vielen Dank für das Gespräch.
| Sicher In die Euro-Banknoten wurde eine
Reihe von Sicherheitsmerkmalen eingearbeitet, damit echte Banknoten sofort zu erkennen
sind. Zwei der Sicherheitsmerkmale unterscheiden sich: Euro-Banknoten zu 5 Euro, 10 Euro
und 20 Euro haben einen Spezialfolienstreifen und einen Perlglanzstreifen, die höheren
Werte ein Spezialfolienelement und eine die Farbe wechselnde Wertzahl.
Red. |
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[Letzte Aktualisierung 09.12.2001 Steffi Knappe] |