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Wissende Computerfreaks
Tagung zur Schulinformatik mit Anregungen für die Umsetzung des Rahmenlehrplanes

Computer faszinieren die meisten Jugendlichen, doch „geht es um mehr als den Umgang mit Soft- und Hardware", konstatierte Ministerialdirigent Bodo Richard auf der 3. Schulinformatik-Tagung am 25. Februar. Ein guter Informatikunterricht ist gefragt und damit auch Lehrer mit hohem Fachwissen und didaktisch-methodischem Können.


Informatikunterricht: Junges Fach mit vielen Möglichkeiten.
Foto: Fritze

Erfreulich ist deshalb, dass sich die Gesellschaft für Informatik (GI) – diesmal mit Unterstützung der Uni-Professur Didaktik der Informatik - in hohem Maße für die Fortbildung der Lehrkräfte an den Schulen einsetzt. So hatten sich auch mehr als 200 Informatik-Wissenschaftler, Fachdidaktiker, Fachlehrer und solche, die es werden wollen, im Hörsaal des Instituts für Informatik versammelt, um weitere Anregungen für die Realisierung der sehr komplexen Unterrichtsziele zu bekommen.

Schließlich geht es laut Wahlpflicht-Rahmenlehrplan um nichts Geringeres, als die Schüler mit Grundlagen, Methoden, Anwendungen, Arbeitsweisen und der gesellschaftlichen Bedeutung von Informatiksystemen und Informations- und Kommunikationstechnologien vertraut zu machen. So wurde auch dankbar registriert, dass noch im Frühjahr ein Fachberatersystem eingerichtet werden soll.

Das Gesamtprogramm der Schulinformatik-Tagung war durchaus dazu angetan, tiefer in die curricularen Inhalte und pädagogischen Forderungen einzudringen. So befasste sich der Züricher Informatik-Didaktiker Dr. Werner Hartmann in seinem Vortrag mit methodischen Fragen der Nutzung des Internets durch die Schüler. Im Mittelpunkt stand die „Ausreizung" der Suchmaschinen, das systematische, auf Wesentliches gerichtete, möglichst begriffseingrenzende Suchen nach gewünschten Informationen.

In fünf Workshops ging es unter anderem um schulspezifische Fragen funktionaler Programmierung, um künstliches Leben und auch um Möglichkeiten einer sachgerechten Behandlung des Lehrplanthemas „Künstliche Intelligenz" mit allem Für und Wider. „Machen wir Maschinen, die intelligent sind, oder solche, die sich nur so verhalten, als ob sie intelligent wären?" Auf verschiedene Weise, unter anderem am Beispiel einer virtuellen Lagerhalle, wurde verdeutlicht, was alles bei der Programmgestaltung berücksichtigt werden muss, damit der Computer später „scheinbar intelligent" beispielsweise den eingegebenen Befehl „Stelle die Kiste auf den Tisch!" auch richtig ausführt.

Der Plenarvortrag „Erfindung des Computers" von Dr. Horst Zuse, dem Sohn des Erfinders des ersten binär arbeitenden, programmgesteuerten Rechners Z 3 (1941), war ein besonderes Highlight der 3. Schulinformatik-Tagung - mit Bezug zu Lehrplanforderungen nach Behandlung „der historischen Entwicklung der Informationsverarbeitung".

ak

 

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[Letzte Aktualisierung 04.04.2003, Knappe]