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Neue Studiengänge an der Universität Potsdam
Vor allem Weiterbildungsangebote wurden neu eingeführt

Fünf neue Studiengänge hat die Universität Potsdam zum Wintersemester 2003/2004 eingerichtet. Dazu gehören vor allem Angebote zur Weiterbildung. Drei der neu eingeführten Masterstudiengänge beschäftigen sich mit der fortschreitenden Globalisierung und Internationalisierung in unterschiedlichen Bereichen.

Global Public Policy für Fach- und Führungskräfte


Mit internationaler Politik
beschäftigen sich zwei neue
Masterstudiengänge.
Foto: Volger

Themen der internationalen Politik sind Gegenstand des neuen Master-Studiengangs „Global Public Policy". Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Lösung von politischen Problemen in Bereichen wie internationale Sicherheit, internationale Wirtschaft, Menschenrechte und Umwelt, die nationale Grenzen überschreiten und deren Lösung die Zusammenarbeit von mehreren Staaten erfordert. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, solche Probleme zu analysieren und Lösungsansätze aufzuzeigen. Zielgruppe des neuen, postgradualen Masterprogramms, das in englischer Sprache durchgeführt wird, sind vor allem in- und ausländische Fach- und Führungskräfte. Die Universität Potsdam erweitert damit ihr Lehrangebot an Mid-Career-Studiengängen, welches sie mit der Einführung des Masterstudiengangs „Public Management" vor vier Jahren begonnen hat. Voraussetzung für die Zulassung zum 14-monatigen Master-Studiengang „Global Public Policy" ist neben erster Berufserfahrung im öffentlichen oder nichtöffentlichen Sektor ein Bachelor- oder gleichwertiger Studienabschluss.

Weitere Informationen: www.uni-potsdam.de/u/mpm/ 

 

Internationale Beziehungen

Auch der Master-Studiengang „Internationale Beziehungen" beschäftigt sich mit Themen der Politik. Er behandelt das Teilgebiet der Politikwissenschaft, das die Beziehungen zwischen verschiedenen Staaten und zwischen Gesellschaften in verschiedenen Staaten untersucht. Durchgeführt wird der Studiengang gemeinsam von der Universität Potsdam, der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Mittelpunkt stehen zum einen die Problemfelder „Kooperation und Konflikt", „Sicherheit und Ordnung", „Globalisierung und Entwicklung" sowie „Transformation und Demokratisierung" insbesondere nach dem Ende des Ost-West-Konflikts. Zum anderen beschäftigt sich der Studiengang mit der Analyse bestimmter Regionen (Naher Osten, Nordamerika/Transatlantische Beziehungen, Lateinamerika, Osteuropa/Russland, Asien/China). Die Studierenden besuchen teilweise in Englisch durchgeführte Veranstaltungen an allen drei Universitäten. Der viersemestrige Studiengang umfasst außerdem ein drei Monate dauerndes Berufspraktikum sowie ein einsemestriges Auslandsstudium. Zulassungsvoraussetzung ist ein Bachelor- oder ein gleichwertiger Abschluss. Insgesamt stehen für den Studiengang, der jeweils zum Wintersemester beginnt, 24 Plätze zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.uni-potsdam.de/u/ls_interorg/aktuelles.htm 

 

Europäische Medienwissenschaft


Der Masterstudiengang Europäische Medienwissen-
schaften will interkulturelle Medienkompetenz vermitteln.
Foto: Fritze

Der ebenfalls zum Wintersemester 2003/2004 eingeführte Masterstudiengang Europäische Medienwissenschaft entstand als Reaktion auf starke Veränderungen im Medienbereich und den daraus erwachsenden neuen Anforderungen. Beispielsweise tritt eine zunehmende Vermischung des Fachgebietes mit anderen Bereichen wie Erziehung, Management und Verwaltung auf. Es entstehen neue Berufsfelder, die in diesen gemischten Disziplinen arbeiten. Andererseits muss die Medienproduktion auf ein zusammenwachsendes Europa reagieren und die Verschiedenartigkeit der jeweiligen nationalen Kulturen verstärkt berücksichtigen. Der neue Studiengang will deshalb interkulturelle Medienkompetenz vermitteln und seine Absolventen für eine Tätigkeit in den neuen Berufsfeldern ausbilden. Der viersemestrige Masterstudiengang, für den 24 Plätze zur Verfügung stehen, ist ein gemeinsames Projekt der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf". Er baut auf dem bereits zum Wintersemester 2000/01 eingeführten Bachelor-Studiengang Europäische Medienwissenschaft auf. Zulassungsvoraussetzungen sind ein mindestens guter Abschluss des Bachelor-Studiums oder eine vergleichbare Qualifikation und ein erfolgreich absolviertes Auswahlgespräch. Die Studierenden werden an der Universität Potsdam eingeschrieben. Sie können einen der Schwerpunkte Medienkulturwissenschaft, Ästhetik der Medien und empirische Publikumsforschung sowie Mediengestaltung und Intermedialität wählen.

Weitere Informationen: http://forge.fh-potsdam.de/~emw/ 

 

Grundständiger Lehramtsstudiengang Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde


In der Schule: Der Bedarf an Lehrern im Fach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde ist groß.
Foto: Fritze

Die Einführung des grundständigen Studiengangs Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER) trägt dem 1996 verabschiedeten brandenburgischen Schulgesetz Rechnung. Dieses sieht die flächendeckende Einführung von LER als allgemeinbildendes Schulfach vor. Darin sollen die Fragen der Schülerinnen und Schülern nach Lebensorientierung und Zusammenleben, nach religiöser Orientierung und nach dem Umgang mit anderen Religionen im Mittelpunkt stehen. Auch Fragen und Antworten, die Philosophien, Weltanschauungen und Religionen stellen und geben, sollen zur Sprache kommen. Die mit dem Schuljahr 1996/97 begonnene Einführung des Faches ist noch nicht abgeschlossen. Um den geforderten flächendeckenden Unterricht zu gewährleisten, besteht weiterhin ein großer Bedarf an Lehrern für dieses Fach. An der Uni Potsdam konnte LER bisher als Aufbaustudiengang studiert werden. Seit dem Wintersemester 2003/04 wird nun auch ein grundständiger Studiengang angeboten, der zum Unterrichten in der Sekundarstufe I befähigt. Schwerpunkte der Ausbildung liegen bei den Disziplinen Philosophie/Ethik und Religionswissenschaften. Hinzu kommen Psychologie und Soziologie. Das grundständige Studium bietet 50 Studienplätze und umfasst je nach gewähltem Lehramt eine Regelstudienzeit von acht beziehungsweise neun Semestern.

Weitere Informationen: www.uni-potsdam.de/u/studium/stud/la_ler.htm und www.uni-potsdam.de/u/philosophie/inst/LER.pdf (kommentiertes Vorlesungsverzeichnis)

 

Elementare Musikpädagogik

An Interessierte mit einer (musik-)pädagogischen Ausbildung sowie an diplomierte Instrumental- oder Vokalpädagogen richtet sich das Weiterbildungsstudium Elementare Musikpädagogik. Es wird vom Weiterbildungszentrum an der Universität Potsdam (WiB e.V.) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musik und Musikpädagogik angeboten. Zum Lehrangebot gehören die Didaktik und Methodik der Elementaren Musikpädagogik, Bewegungstechnik und -gestaltung, Spielpraxis der Orff-Instrumente, Rhythmik, Bewegungsbegleitung sowie Hospitation und Lehrversuche in Praxisgruppen verschiedenster Altersstufen. Das berufsbegleitend durchgeführte Studium umfasst vier Semester mit je acht Wochenstunden. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine bestandene Eignungsprüfung.

Weitere Informationen: www.uni-potsdam.de/u/wbz/wib/index.html 

 

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[Letzte Aktualisierung 25.01.2004, Knappe]