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Existenzgründungen leichter gemacht
Universität Potsdam auf dem Weg zur gründerfreundlichen Hochschule

Um den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern, beschäftigen sich an der Universität Potsdam verstärkt Mitarbeiter mit der Förderung des Existenzgründergedankens. Schon während des Studiums sollen interessierte Studierende aller Fachrichtungen die Möglichkeit erhalten, sich die Befähigung zur Führung eines Unternehmens anzueignen, aber auch Alumni können und sollen die Angebote nutzen.


Erst Informationen sammeln, dann Entscheidungen treffen.
Foto: Fritze

Existenzgründung und Mittelstandsförderung

Um ein Gründerklima zu etablieren und für Managementnachwuchs zu sorgen, wurde von der Universität Potsdam sowie von den Fachhochschulen Potsdam und Brandenburg das Brandenburgische Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung (BIEM) ins Leben gerufen. Das seit 2002 bestehende Institut hat das Ziel, unternehmerisches Denken und Handeln durch Schwerpunkte in Lehre und Forschung an den brandenburgischen Hochschulen zu verankern. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sollen regionale Innovationspotenziale mobilisiert werden. Die Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam unterstützt die Arbeit des BIEM durch die Finanzierung der Stiftungsprofessur für „Innovative Existenzgründungen und Mittelstandsentwicklung". Außerdem gibt es an der Fachhochschule Potsdam die Klaus-Krone-Stiftungsprofessur für „Innovative Dienstleistungen und technologieorientierte Existenzgründungen".

 

Hochschulnetzwerk BEGiN

Brandenburger Existenzgründer im Netzwerk (BEGiN) ist eine Gründungsinitiative der Universität Potsdam, der Fachhochschulen Potsdam und Brandenburg sowie der ZukunftsAgentur Brandenburg. BIEM hat das Projektmanagement von BEGiN übernommen. Unter dem Motto „Von den Inseln zu den Brücken" will BEGiN die Kultur der Selbstständigkeit an den Hochschulen fördern. Das Netzwerk wendet sich sowohl an Studierende als auch an Hochschulmitarbeiter und Alumni. Die Initiative schlägt Brücken zwischen den bereits existierenden Inseln der Gründungsförderung in der Region Brandenburg und stärkt das Netzwerk zwischen regionalen und überregionalen Partnern aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Politik. Gefördert werden Gründungen, Gründungsideen und Gründerpersönlichkeiten an den Hochschulen.

BEGiN bietet unter anderem kostenlose Beratungen für interessierte Gründer an und initiiert Info- und Lehrveranstaltungen an den Hochschulen. Dazu gehören die Summerschool für Existenzgründer, Ringvorlesungen sowie die Ideenwerkstatt „Brainpool". Inzwischen wurden an den Hochschulstandorten so genannte Gründerräume eröffnet. Damit sind Voraussetzungen dafür geschaffen, kostenlos in experimentierfreudiger Atmosphäre die erste Phase des Gründungsprozesses anzugehen. Hier besteht die Möglichkeit, Fragen zu Gründungsvorhaben zu stellen, Materialien einzusehen oder selbst zu recherchieren. In Lehr- und Übungsfirmen setzen sich die Studierenden spielerisch mit Fragen der wirtschaftlichen Betätigung auseinander. BEGiN bietet mit dem Projekt ABusIness auch Schülern die Möglichkeit, sich als Existenzgründer zu erproben.

 

Bestnoten

Die Zeitschrift „Finanztest" hat im vergangenen Jahr alle Einstiegsseminare für Existenzgründer in der Region Berlin-Brandenburg geprüft. Die von der Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam im Rahmen von BIEM angebotene Summerschool 2002 schneidet dabei als eines der besten Seminare ab.

 

UniClever

UniClever, die studentische Unternehmensberatung an der Universität Potsdam, hat es sich zum Ziel gesetzt, Unternehmen der Region kostenlose Unternehmensberatung anzubieten. Den Verein UniClever gibt es seit 1998. Die jeweiligen Projekte werden dabei von Studierenden aus den verschiedensten Fachbereichen im Rahmen eines Netzwerkes aus Professoren sowie Persönlichkeiten der Wirtschaft übernommen. Der Verein organisiert auch die jährlich im November stattfindende Praktikanten- und Absolventenmesse „Uni trifft Wirtschaft", auf der sich Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Verbände den Studierenden präsentieren, Einblicke in spätere Tätigkeitsfelder ermöglichen, Praktika vermitteln und Kontakte knüpfen.

 


Bald ein Ort für Selbstständige: Die Vorbereitungen für ein
Technologiezentrum im Wissenschaftspark Golm bekommen
immer schärfere Konturen.
Foto: Archiv Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Innovationszentrum in Golm

Die Vorbereitungen für das Technologiezentrum „GoIn – Golm Innovation" im Wissenschaftspark Golm bekommen immer schärfere Konturen. Dem Technologiezentrum Teltow GmbH wurde im Dezember 2003 durch das Land Brandenburg der Zuwendungsbescheid für die Errichtung des Zentrums erteilt. Jungen Mitarbeitern aus den in Golm ansässigen Instituten der Universität Potsdam, der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft soll hier die Möglichkeit geboten werden, sich vor Ort aus der Forschung heraus selbstständig machen zu können. Diesem Bedarf wird nun durch den Bau eines Gebäudes mit einer hohen Flexibilität der Nutzungsmöglichkeiten und mit modernster labor-, gebäude- und kommunikationstechnischer Ausstattung entsprochen. Das neue Gebäude mit einer Nutzfläche von 4.000 Quadratmetern wird mit einem Gesamtaufwand von etwa 13 Millionen Euro bis zum Frühjahr 2005 fertig gestellt.

be

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[Letzte Aktualisierung 25.01.2004, Knappe]