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7. Ausgabe: Dezember 2009
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Botschafter für die Universität Potsdam

Ausländische Ehemalige werben in ihren Heimatländern für ein Studium in Potsdam

Im Rahmen des internationalen Studierendenmarketings der Universität Potsdam engagieren sich seit diesem Jahr ehemalige Studierende aus Polen und der Russischen Föderation für die Universität Potsdam. Sie werben und begeistern Studieninteressierte in ihren Heimatregionen für ein Studium an der Universität Potsdam.

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Verbunden mit ihrer Alma mater: 23 russische und polnische
ehemalige Studierende wollen sich engagieren

Hochschulen gehen die Studierenden aus. Das jedenfalls ist die große Befürchtung angesichts der zu beobachtenden demographischen Entwicklung. Schon im nächsten Jahr könnte es deshalb passieren, dass Studienplätze in der Potsdamer Uni plötzlich leer bleiben. Im Rahmen des Studierendenmarketings hat das Alumni-Team deshalb die Idee entwickelt, auf dem internationalen Markt zusätzlich Studierende zu werben. Es war klar: Besser als Faltblätter zu drucken, ist es, direkt an Studieninteressierte heranzutreten und das persönliche Gespräch mit Abiturienten suchen.

Da bislang die meisten der ausländischen Uni-Absolventen aus Polen und der Russischen Föderation stammen, hat man sich zunächst auf diese Zielregionen festgelegt. Gesucht wurden in beiden Ländern Jungakademiker, die sich an ihre Studienzeit im Brandenburgischen gern erinnerten, engagiert sind und der Universität noch verbunden sind.

Im Februar wurden die Ehemaligen an die Universität Potsdam eingeladen. Sie wurden gezielt für ihren neuen ehrenamtlichen Job geschult, damit sie nicht nur persönliche Erfahrungen vermitteln sondern auch kompetent beraten können. Nun hat die Universität Potsdam 23 „Botschafter“, die in Schulen mit Deutschunterricht oder auf internationale Messen auftreten, um für die Universität Potsdam zu interessieren. Dabei vermitteln sie ihren Zuhörern Informationen zu Bewerbung, Vorbereitung oder Studienalltag aus erster Hand. Zugute kommen ihnen die eigenen ganz persönlichen Erfahrungen und natürlich der kaum vorhandene Altersunterschied. Auf Augenhöhe lässt sich manche Hürde leichter überwinden.

Inzwischen zeigt sich bereits: Die Initiative schlägt an. In Polen und der Russischen Föderation haben die Botschafter schon eine große Zahl von Informationsveranstaltungen durchgeführt. Eine höchst positive Resonanz kommt von den Deutschlehrenden vor Ort, die den sprachlichen und landeskundlichen Unterricht mit authentischen Berichten vom Studium in Potsdam anreichern können. Dass die Botschafter dauerhaft in den beiden Ländern über Leben und Studium in Potsdam informieren, dafür plädieren insbesondere die deutschen Sprach- und Kulturmittler vor Ort. Erste Anfragen für Informationsveranstaltungen mit Potsdamer Botschaftern für 2010 liegen bereits vor.

Auch Messebesuche in den Zielländern haben sich als außerordentlich wirkungsvolles Instrument erwiesen. Sowohl 2008 als auch 2009 besuchte eine Gruppe, bestehend aus Uni-Mitarbeitern und Alumni-Botschaftern internationale Bildungsmessen in der Russischen Föderation. Hier wird erneut die Besonderheit des Botschafter-Projekts deutlich. Während andere Messestände mit ebenfalls kompetenten Uni-Mitarbeitern nur wenig Besucherresonanz fanden, erfreute sich der Stand der Uni Potsdam reger Beliebtheit. Auch hier zeigt sich: Kompetente Beratung der Studieninteressierten ist wichtig, aber nicht alles. Das Konzept aus persönlicher Nähe und inhaltlicher Beratung ist auch auf Messen ein Erfolgsgarant. Die Messebesucher, teilweise noch sehr jung und verunsichert, angesichts der zahlreichen Messestände, fassen zu den Botschaftern sofort Vertrauen. Hier werden sie von fast Gleichaltrigen kompetent und darüber hinaus in ihrer Muttersprache beraten. Oft kehren sie später mit Freunden oder Bekannten an den Stand zurück.

Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre zeigen, dass ausländische Alumni einen wertvollen Beitrag zur internationalen Studierendenrekrutierung beitragen können. Auch der Deutsch Akademische Austauschdienst hat das erkannt: Er identifizierte das Projekt als richtungweisend für die internationale Alumni-Arbeit.

Weitere Informationen: www.uni-potsdam.de/alumni_botschafter/

Red.

 

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[Letzte Aktualisierung 29.11.2009, Räder]