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4. Ausgabe: Dezember 2006
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Die Spezialisten-Schmiede

Die Betriebswirtschaftlerin und Publizistin Annina Quitter übernahm als Anbieterin von Weiterbildungen die Geschäftsfelder des väterlichen Unternehmens

During her studies in business administration and journalism, diverse internships and free-lance work in public relations firms, Annina Quitter did not think about taking over her father's business. Working in a personnel consulting company after her studies, she gained knowledge on finding and developing personnel. After six months, she was entrusted with the leadership position in an independent competence center. Two years later, Annina Quitter entered as a manager into her family business, Bildungspartner IFM GmbH in Potsdam.

Während ihres Studiums der Betriebswirtschaft und Publizistik, diversen Praktika und freier Mitarbeit in PR Agenturen dachte Annina Quitter noch nicht darüber nach, einmal das väterliche Unternehmen zu übernehmen. In einem Personalberatungsunternehmen erwarb sie sich nach dem Studium Kenntnisse in der Personalentwicklung und -suche. Nach einem halben Jahr erhielt sie die Leitung für ein eigenständiges Competence Center. Zwei Jahre später stieg sie als Geschäftsführerin bei der Bildungspartner IFM GmbH in Potsdam in Ihr eigenes Unternehmen ein.


Freundliche Übernahme:
Annina Quitter stieg ins elterliche Unternehmen ein.
Foto: privat

Seit fünf Jahren bin ich Unternehmerin. Unsere Firma, Bildungspartner IFM GmbH, wurde 1993 in Potsdam von meinen Eltern gegründet. Wir bieten Weiterbildungsprogramme in betriebswirtschaftlichen Bereichen und auf dem Gebiet der Informationstechnologie an. Eines Tages in das Unternehmen meiner Eltern mit einzusteigen, war zunächst von mir nicht beabsichtigt. Ich studierte Betriebswirtschaft an der Universität Potsdam und parallel dazu Publizistik an der Freien Universität Berlin. In den Semesterferien absolvierte ich diverse Praktika und war freie Mitarbeiterin in verschiedenen PR-Agenturen. Meine Vorstellung war, nach dem Diplom- sowie Magisterabschluss beruflich in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für Firmen, im Journalismus, im Marketing oder im Personalwesen Fuß zu fassen.
Aber die Selbstständigkeit hat mich später doch gereizt, die Unternehmensverantwortung zu übernehmen und ein bereits erfolgreich geführtes Unternehmen mit neuen Geschäftsfeldern weiter zu entwickeln. Schon weil ich nicht nur Vorhandenes übernehmen wollte, war es absolut wichtig für mich, zuerst Erfahrungen in einer anderen Firma zu sammeln und nicht sofort nach dem Diplom in das Unternehmen des Vaters einzusteigen. Nach dem Studium arbeitete ich aus diesem Grund in einem Personalberatungsunternehmen mit Sitz in Frankfurt/Main, Berlin und Potsdam. Dort erwarb ich das notwendige Wissen, um für die unterschiedlichsten Branchen Beratungen in der Personalentwicklung durchzuführen und gezielt Personal suchen zu können.
Als ich schließlich in das Unternehmen Bildungspartner IFM einstieg, erhielt ich von Dozenten der Firma und den Partner-Firmen sehr viel Unterstützung. Dabei erwies sich der Weg, den ich gegangen bin, als gut gewählt. Im Gegensatz zu einer Neugründung hatte die Übernahme der Geschäftsfelder des väterlichen Betriebes, zumindest in meinem Fall, viele Vorteile: Das Unternehmen hatte ein positives Image, es verfügte über qualifizierte Trainer, ein engagiertes Team sowie über einen großen Kundenstamm. Ich fand eine gute Ausgangslage vor. Die Situation wurde jedoch nach einem Jahr durch die Arbeitsmarktpolitik stark negativ beeinflusst. Der fast vollständige Wegfall der staatlich geförderten Weiterbildung verlangte die Konzentration auf andere Geschäftsfelder. So kam es, dass wir mit innovativen Lehrinhalten und -methoden für Großunternehmen und mittelständische Firmen maßgeschneiderte Angebote entwickelten.


Unternehmerin auf dem hart umkämpften Weiterbildungsmarkt:
Annina Quitter.
Foto: privat

Auf diese Weise konnten wir uns weiter am Markt behaupten. Die Bildungsmaßnahmen, die unsere Firma anbietet, orientieren sich an den Anforderungen der Wirtschaft. Wir schließen die Bildungslücken, die zwischen der Ausbildung der Hochschulabsolventen und den Anforderungen der Führungskräfte in der Wirtschaft bestehen. Unser Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, Akademiker und Facharbeiter zu Spezialisten auszubilden. Dabei sind die einzelnen Fachgebiete sehr weit gefächert: Management, SAP, Informationstechnologie, Geo-Informationssysteme und auch Fremdsprachen. Für die Ausbildung haben wir uns kompetente Partner gesucht. Das sind Firmen, deren Trainer in der Praxis lange tätig waren und die sehr genau die Schwerpunkte der Unternehmen in den Spezialisierungen kennen. Zum anderen arbeiten wir mit Firmen zusammen, die sich neu im Land Brandenburg angesiedelt haben und eine sehr spezielle, eine maßgeschneiderte Ausbildung für ihre Mitarbeiter benötigen. Es handelt sich dabei um besonders anspruchsvolle Bereiche, wie beispielsweise Fernerkundung, IT-Security, Small World. Zum Kundenkreis gehören namhafte Einrichtungen und Institutionen wie Daimler Chrysler, die GASAG, Rapid Eye, der RBB oder auch Banken. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Verbänden aus den Regionen Berlin und Brandenburg sowie durch Kooperationen mit führenden Wirtschaftsunternehmen kann unsere Firma darüber hinaus Arbeitnehmern, die auf ständige Qualifizierung bedacht sind, Beratung und Betreuung in individueller Weiterbildung anbieten.
Im Frühjahr des Jahres hat unser Unternehmen eine große Hürde auf dem steinigen Weg des Erfolges genommen: die Zertifizierung im Qualitätsmanagement. Von ehemals 300 Bildungsträgern im Land Brandenburg sind in diesem Jahr noch rund 60 auf dem Markt. Unsere Firma gehört dazu und ist eine von nur vier zertifizierten Bildungsträgern in Potsdam - ein Grund für mich und das gesamte Team, darauf stolz zu sein. Unser erklärtes Ziel ist es, auf dem hart umkämpften Markt für Firmenseminare, innovative Seminare für Fach- und Führungskräfte anzubieten, um damit in zukunftsträchtigen Wirtschaftsbereichen tätig zu bleiben. Das bedeutet, dass wir weiterhin besonderes Augenmerk auf eine hohe Qualität der Weiterbildung legen werden.
Mein Vater wird dem Unternehmen noch einige Zeit beratend zur Seite stehen; bei schwierigen Entscheidungen ist das sehr hilfreich für mich. Es liegt schon ein gewisser Reiz darin, die hundertprozentige Verantwortung für Gedeih und Verderb eines Unternehmens, für ein Team und für die Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern zu tragen. Man schließt abends nicht einfach das Büro ab und sagt: "So, das war's.". Man beendet den Arbeitstag immer in der Vorschau auf den folgenden Tag und weiß, dass man wieder aufs Neue gefordert wird.

Annina Quitter

Kontakt: Annina Quitter, E-Mail: aquitter(at)ifm-potsdam.de

BILDUNGSPARTNER Institut für Managementberatung GmbH
Karl-Liebknecht-Strasse 21/22
14482 Potsdam
Tel.: 0331/70 178-0
Fax: 0331/70 178-23
www.ifm-potsdam.de

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[Letzte Aktualisierung 1.12.2006, Schroeter]