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3. Ausgabe: Dezember 2005
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"Kopfjäger" mit guten Absichten

Headhunter können Schwung in die Karriere bringen

Personalberater - oder englisch Headhunter - sind darauf spezialisiert, für Unternehmen die passenden Kandidaten für anspruchsvolle Positionen zu finden. Insbesondere Experten mit speziellem Fachwissen und Berufserfahrene, die Personal- oder Budgetverantwortung tragen beziehungsweise im Management tätig sind, können auf Vermittlungsdienste von Personalberatern bauen. Aber auch Berufseinsteiger profitieren mitunter von deren Know-how und Kontakten.


Chefsessel zu besetzen:
Ein Fall für Headhunter.
Foto: Fritze

Meist schalten Unternehmen Headhunter ein, wenn eine Stelle über den klassischen Rekrutierungsweg der Anzeige nicht besetzt werden konnte oder wenn das suchende Unternehmen aus Diskretionsgründen, wie etwa bei der Besetzung von Top-Manager-Positionen, eine Veröffentlichung vermeiden will. Der Headhunter sucht dann bei Mitbewerbern des Mandanten passende Personen und versucht sie zu einem Wechsel zu motivieren. Doch Jobsuchende können sich auch selbst an einen Personalberater wenden. Absolventen sollten allerdings gute Noten und einschlägige praktische Erfahrungen vorweisen können.
Grundsätzlich ist die Vermittlung eines Bewerbers kostenlos, es sei denn es nimmt eine aufwendige Karriereberatung in Anspruch. Die meisten Personalberatungen haben einen speziellen Branchen- beziehungsweise Positionsfokus. Es ist sinnvoll, diesen vor der Kontaktaufnahme zu kennen. Für einen Marketingexperten macht es zum Beispiel wenig Sinn, sich an eine auf IT-Spezialisten fokussierte Beratung zu wenden. Mit Headhuntern nimmt man am Besten zunächst telefonisch oder, beispielsweise auf Messen, persönlich Kontakt auf. Ist das Gespräch positiv verlaufen, sollten Bewerber ihre Unterlagen per E-Mail als Word- oder PDF-Dokument versenden, da sie in elektronischen Datenbanken abgelegt werden. Dabei gilt es nicht, einen Schönheitspreis zu gewinnen. Im Vordergrund stehen für Personalberater fachliche und persönliche Informationen über den bisherigen Werdegang.
Kann der Berater eine passende Position bei seinem Kunden anbieten, erhält der Kandidat zunächst meist eine kurze Stellenbeschreibung. Dann muss er entscheiden, ob diese Position grundsätzlich für ihn in Frage kommt. Es folgt ein persönliches Gespräch mit dem Headhunter. Hier erhält der Bewerber ausführliche Informationen über das Unternehmen, die Abteilung und die Position selbst. Im zweiten Teil des Gespräches richtet sich der Fokus auf den Werdegang des Kandidaten. Hier wird detailliert die fachliche Eignung geklärt. Weitere zu klärende Punkte sind die persönliche Karriereplanung des Kandidaten, Gehaltsvorstellungen und seine Verfügbarkeit. Wenn Berater und Kandidat nach dem Gespräch zu dem Schluss kommen, dass sich eine Vorstellung bei dem suchenden Unternehmen lohnt, erstellt der Berater für seinen Kunden einen ausführlichen Bericht über den Bewerber. Ab diesem Zeitpunkt beginnt der "normale" Bewerbungsprozess, das heißt, es folgen die Vorstellungsgespräche beim Unternehmen, eventuell Assessment Center. Der Berater steht aber sowohl dem Kandidaten als auch seinem Kunden weiter als Ansprechpartner zur Verfügung und übernimmt auch oft das Termin- oder Absagenmanagement.
David Cadek, Personalberater bei der Berliner Gesellschaft für Personal & Management (BGPM)

Weitere Informationen sowie eine Headhunter-Suchmaschine finden Sie unter www.karriere.de

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[Letzte Aktualisierung 26.11.2005, Bültge]