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2. Ausgabe: Dezember 2004
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Juni

Richtfest für Mensa in Golm



Ein Platz an der Sonne:
Im Sommer kann man künftig auch draußen speisen.
Foto: Roese

In Anwesenheit von Brandenburgs Finanzministerin Dagmar Ziegler und Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka wurde am 3. Juni Richtfest für den Umbau und die Sanierung der Mensa im Wissenschaftspark in Golm gefeiert. Das bestehende Gebäude wird durch einen zweigeschossigen Vorbau mit umlaufenden Arkaden ergänzt. In den Sommermonaten können dadurch die Mahlzeiten auch im Freien eingenommen werden. Mit rund 5,1 Millionen Euro soll gleichzeitig die Küchenausstattung komplett erneuert werden. Nach Fertigstellung wird die Mensa mit einer Nutzfläche von rund 1.600 Quadratmetern die Ausgabe von täglich 1.200 Essen ermöglichen. Im Dachgeschoss werden Übungsräume für Grundschulpädagogik und Musik untergebracht. Die neue Mensa ist eine wichtige Ergänzung zu den in Golm ebenfalls entstehenden großen Neubauten für die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät.

LER-Studiengang eingeführt

Zum Wintersemester 2003/2004 hat die Universität Potsdam Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER) als grundständigen Studiengang eingeführt. Nachdem der Studiengang erfolgreich in sein zweites Semester gegangen ist, stellte ihn die Universität Potsdam am 7. Juni im festlichen Rahmen der Öffentlichkeit vor. Die Festrede zum Thema "Wie christlich ist das Abendland?" hielt Prof. Dr. Richard Schröder von der Humboldt-Universität zu Berlin.

Tag der Offenen Türen



Staunen und Selbermachen:
Die Türen auf dem Golmer Campus standen allen offen.
Foto: Roese

Die naturwissenschaftlich interessierte Öffentlichkeit bevölkerte am 19. Juni den Wissenschaftspark Golm. Bereits zum vierten Mal gab es einen "Tag der Offenen Türen", in diesem Jahr auf dem Campus der Universität Potsdam. Naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse der Universität, des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung und der Max-Planck-Institute für Gravitationsphysik, Kolloid- und Grenzflächenforschung sowie Molekulare Pflanzenphysiologie wurden präsentiert. In zahlreichen Vorträgen, Führungen und Präsentationen konnten sich die etwa 2.000 Gäste über die Phänomene der Chemie, Physik und anderer Naturwissenschaften informieren, an Laborvorführungen teilnehmen und Experimente hautnah miterleben. Die Naturwissenschaften boten überraschende Antworten auf die Fragen, ob Essen krank machen kann, was Laser und soziales Verhalten gemeinsam haben oder welchen Anteil der Mensch an den Hochwasserkatastrophen hat. Spezielle Angebote gab es für Kinder. Sie konnten sich spielerisch an den Experimenten zum Staunen und Selbermachen der Institute beteiligen.

Unidram in neuem Haus



Das T-Werk: Neues Domizil fürs Theater.
Foto: Fritze

Der berühmte ägyptische König Osiris, einst von seinem Bruder zerstückelt und in den Nil geworfen, von seiner Schwester wieder herausgefischt und neu erschaffen, bildete den Auftakt für das diesjährige, elfte Osteuropäisch-deutsche Theaterfestival vom 12. bis 19. Juni. Erstmals präsentierten die Veranstalter ihr Programm im T-Werk in der Schiffbauergasse und konzentrierten es ausschließlich dort. Das Festival verließ damit das langjährige Provisorium im Babelsberger Waldschloss. Allerdings präsentierte sich das Programm im Vergleich zu den Vorjahren in reduzierter Form. Die wachsende Geldknappheit in allen Fördertöpfen zwang die Macher zu erheblichen Einschnitten. Unidram 2004 war übersichtlicher, konzentrierte sich auf das Bühnengeschehen vor Ort und verzichtete auf Veranstaltungen im städtischen Raum. Das Rahmenprogramm beschränkte sich auf Eröffnungs- und Abschlussparty, Diskussionsrunden sowie auf das Theater-Nacht-Café. Einladungen gingen in diesem Jahr nach Weißrussland, in die Schweiz, nach Tschechien, Slowenien, Italien und gleich mehrmals nach Ungarn. Präsentierte sich das Programm auch in verkleinerter Form, so gewann es an Internationalität aus Übersee: Erstmals reisten australische Theatermacher an. Als Höhepunkt zum Festivalabschluss präsentierte Unidram in Zusammenarbeit mit der fabrik Potsdam mit den aus London stammenden "Tiger Lillies" und deren neustem Konzert-Programm, der schwarzen Operette "Punch & Judy" erstmals eine Welturaufführung.
Weitere Informationen: www.unidram.de

Kooperation mit Montana

Der Rektor der Universität Potsdam, Prof. Dr. Wolfgang Loschelder und der Rektor der Universität Montana, Missoula/USA, Prof. Dr. George Dennison, unterzeichneten am 24. Juni einen Hochschulkooperationsvertrag. Für die Universität Potsdam handelt es sich um die vierte Hochschulpartnerschaft mit einer US-amerikanischen Universität. Das Interesse an einer Zusammenarbeit erstreckt sich über alle Fakultäten und umfasst den Studierendenaustausch ebenso wie die Forschungskooperation oder die gemeinsame Ausbildung von Doktoranden. Beide Hochschulen können bereits auf Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit zurückblicken, so zum Beispiel im Rahmen eines Graduiertenzentrums in den Naturwissenschaften. Im akademischen Jahr 2004/2005 werden erstmals Potsdamer Studierende ein Studienjahr in Missoula verbringen. Mit etwa 13.000 Studierenden hat die staatliche University of Montana eine mit der Universität Potsdam vergleichbare Größe.

Philosophische Fakultät feierte Jubiläum

Die Philosophische Fakultät lud aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens am 15. Juli zu ihrem diesjährigen Fakultätsfest ein. Auf der Veranstaltung wurden die etwa 100 Absolventen des ablaufenden Studienjahres verabschiedet sowie Promotions- und Habilitationsurkunden übergeben. Elf Wissenschaftler erhielten ihre Promotionsurkunden, fünf Habilitationsurkunden und drei wurden zu außerordentlichen Professoren ernannt. Auf dem Programm stand ebenso eine Podiumsdiskussion zum Thema "Brotlose Künste? Perspektiven der Geistes- und Kulturwissenschaften in Brandenburg". Zum Gedenken an den im Jahre 2001 verstorbenen Prof. Dr. Hans-Jürgen Bachorski aus dem Institut für Germanistik der Fakultät wird zum dritten Mal der Hans-Jürgen Bachorski-Preis verliehen. Die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung wird für herausragende studentische Abschlussarbeiten vergeben, die in exemplarischer Weise das Lehr- und Forschungsangebot der Fakultät repräsentieren. Vergeben wurde am Tag der Fakultät auch der Stiftungspreis im Fach Mittelalterliche Geschichte.

Coaching Service für Unternehmensgründer

In diesem Sommersemester hat das Brandenburgische Institut für Existenzgründung und Mittelstandsförderung (BIEM) mit Unterstützung der Siemens AG den Senior Coaching Service (SCS) eingerichtet. Dahinter verbirgt sich ein Netzwerk erfahrener, zum Teil bereits aus dem Berufsleben ausgeschiedener Führungskräfte und Unternehmer, die als Senior Coaches Gründungs- und Unternehmensnachfolgevorhaben beratend unterstützen und bei Bedarf über eine längere Zeit begleiten.
Weitere Informationen unter www.biem-potsdam.de

Konflikt zwischen Rektor und Studierendenvertretern

Ein Konflikt zwischen Rektor und Studierendenvertretern beschäftigte am Ende des Sommersemesters die Universität Potsdam. AStA, fünf Fachschaftsräte und das Studierendenparlament hatten eine Abwahlkampagne gegen Uni-Rektor Wolfgang Loschelder initiiert, unter anderem weil es unterschiedliche Auffassungen darüber gab, in welcher Weise die im Landeshochschulgesetz vorgesehene Unterstützung des Hochschulsports durch die Studierendenschaft zu leisten sei. Per Urabstimmung waren die 16.000 Studierenden der Universität aufgefordert, über die Rücktrittsforderung abzustimmen. Im Ergebnis votierten knapp 56 Prozent für den Rücktritt des Rektors, wobei sich rund 20 Prozent der Studierenden an der Wahl beteiligt hatten. Mit diesem Abstimmungsergebnis haben die Studierenden am 8. Juli eine Aussprache im Senat ausgelöst. Um eine baldige Lösung des Konflikts herbeizuführen, hat der Senat eine Debatte darüber geführt, ob ein Verfahren zur Abwahl des Rektors eingeleitet werden soll. Nach einer ausführlichen Diskussion entschieden sieben Senatoren gegen die Einleitung eines solchen Verfahrens, drei dafür (Im Senat sitzen elf Mitglieder, ein Senator war nicht anwesend). AStA-Vorsitzender Martin Bär erklärte nach erfolgter Abstimmung, dass er das Ergebnis respektiere. Inzwischen haben der Rektor und der AStA-Vorsitzende eine Vereinbarung über die Kooperation zur Förderung des Hochschulsports unterschrieben.

Absolventen feierlich verabschiedet



Sagten ade: Absolventen der Humanwissenschaftlichen Fakultät.
Foto: Roese

In drei Fakultäten fanden auch in diesem Jahr zum Abschluss des Studienjahres wieder Fakultätsfeste statt. Inzwischen ist es auch an der Uni Potsdam zur guten Tradition geworden, die Absolventen in festlichem Rahmen zu verabschieden. Die Humanwissenschaftliche Fakultät gestaltete für ihre Absolventen in diesem Jahr erstmals eine spezielle Feier. Dazu eingeladen wurden am 24. Juni die etwa 40 Diplom- und Magisterabsolventen des Studienjahres 2003/04. Sie studierten unter anderem Arbeitslehre, Psychologie, Linguistik und Sportwissenschaft. Diese Absolventenfeiern sollen in Zukunft jährlich in der Fakultät stattfinden.
Am 8. Juli trafen sich Studierende und Mitarbeiter der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät zu ihrem Fakultätsfest. Im vergangenen Studienjahr schlossen etwa 25 Studierende der Wirtschaftswissenschaften und rund 60 der Sozialwissenschaften ihr Studium mit dem Diplom beziehungsweise Magister ab. Drei Promovenden erhielten ihre Promotionsurkunden. In seinem Festvortrag sprach Dr. Detlef Stronk von der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH über die "Chancen des Wirtschaftsstandortes Brandenburg". Außerdem wurde bereits zum sechsten Mal der nach dem Uni-Standort Griebnitzsee benannte Griebnitzpreis verliehen. Die Auszeichnung vergeben die Fachschaften der Fakultät an ehemalige Studierende für besonderes Engagement in der studentischen Selbstverwaltung.

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[Letzte Aktualisierung 05.12.2004, Tobias Queck]