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Medieninformation der Universität Potsdam

Nr. 2012-215 vom 05.11.2012


Friedrich Jakobs (privat)

Eva-Theresa Pyl (privat)

Andreas Schulze (privat)

Wilhelm Braun (privat)

Sonja Burgemeister (privat)

Auszeichnung der Besten

Preise und feierliche Verabschiedungen am Tag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Potsdam

Zum Tag der Fakultät lädt die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Potsdam am 7. November 2012 auf den Campus Golm ein. Neben der Verabschiedung von über 200 Graduierten  stehen ein  Festvortrag und die Verleihung von Preisen an Jahrgangsbeste auf dem Programm.

Mit dem Thema „Kunst und Naturwissenschaften“ befasst sich der Festvortrag am Tag der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Referenten werden Roland Oberhänsli, Professor für Mineralogie an der Universität Potsdam, und Dr. Käthe Klappenbach von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sein. Im Rahmen der Festveranstaltung werden die Graduierten der Fakultät feierlich verabschiedet. Seit Juli 2011 haben die Institute über 200 Promovenden und zehn Habilitanden zum Abschluss geführt.
Einen Höhepunkt des Tages der Fakultät bilden die Preisverleihungen: So wird der Michelson-Preis für die beste Promotion, der Jacob-Jacobi-Preis für den besten Studienabschluss und der Leopold-von-Buch-Bachelorpreis des Jahrgangs 2011/12. Außerdem wird erstmals der Fakultätspreis für hervorragende Lehre vergeben.
Der Michelson-Preis wird in diesem Jahr an zwei Wissenschaftler verliehen: Dr. Eva-Theresa Pyl und Dr. Andreas Schulze. Eva-Theresa Pyl erhält den Preis für ihre mit summa cum laude bewertete Arbeit „Networks and Growth in Arabidopsis: Two Strategies to Perturb a Complex System“ auf dem Gebiet der Molekularen Pflanzenphysiologie. In ihrer Dissertation hat sie die natürlichen Unterschiede in der Ausprägung der genetischen Informationen zwischen Ökotypen der Modellpflanze Arabidopsis thaliana genutzt, um Einblicke in regulatorische Netzwerke zu erhalten. Dieser Ansatz kann ergänzende Informationen zu bisher verwendeten Netzwerken liefern, die auf nur einem Ökotyp basieren, der verschiedenen Stressbedingungen ausgesetzt wurde. Außerdem beschäftigte sie sich mit dem Einfluss von Tages- beziehungsweise Nachttemperaturen auf den Stoffwechsel und das Wachstum von Arabidopsis. Die gewonnenen Ergebnisse könnten dabei helfen, Modelle zu verbessern, die die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung auf Pflanzen untersuchen. Eva-Theresa Pyl ist derzeit als Postdoc am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie beschäftigt.
Andreas Schulze erhält den Preis für seine Arbeit auf dem Gebiet der Astrophysik zum Thema „Demographics of Supermassive Black Holes“. Die Dissertation wurde ebenfalls mit summa cum laude bewertet. Der Wissenschaftler ging der Frage nach, wie supermassereiche Schwarze Löcher im Universum verteilt sind und wie sie über kosmische Zeitskalen wachsen. Supermassereiche Schwarze Löcher, mit einer Masse von einigen Millionen bis zu mehreren Milliarden Sonnenmassen, befinden sich im Zentrum von massereichen Galaxien und wechselwirken mit ihnen. Für das Bild der Entstehung und Entwicklung von Galaxien ist es daher unerlässlich, das Wachstum von Schwarzen Löchern sowie die Verbindung zu ihren Galaxien zu verstehen. Deshalb hat Andreas Schulze eine Volkszählung relativ naher aktiver Schwarzer Löcher durchgeführt. Der Preisträger arbeitet derzeit als Postdoctoral Fellow am Kavli Institute for Astronomy and Astrophysics at Peking University in China.
Der Preis ist mit insgesamt 1.500 Euro dotiert und nach dem Physiker und Nobelpreisträger Albert Abraham Michelson benannt, der in Potsdam bahnbrechende Forschungsergebnisse erzielte. Der Preis wurde mit Unterstützung der UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam ausgelobt.
Den Jacob-Jacobi-Preis erhält Friedrich Jakobs. Er schloss 2011 sein Diplomstudium der Mathematik mit Auszeichnung ab. Anschließend begann er sein Promotionsstudium als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Mathematik der Universität Potsdam. In seiner Diplomarbeit hat er die Theorie der linksgeordneten Gruppen vom Conrad-Typ präsentiert. Im Rahmen der Arbeit ist es ihm gelungen, eigene, völlig neue Ideen hervorzubringen.
Der nach dem in Potsdam geborenen Mathematiker Carl Gustav Jacob Jacobi benannte Preis ist mit 500 Euro dotiert und wird vom Leibniz-Kolleg Potsdam finanziert.
Der Leopold-von-Buch-Bachelorpreis wird in diesem Jahr geteilt. Preisträger sind Sonja Burgemeister und Wilhelm Braun. Sonja Burgemeister hat ihr Bachelorstudium im Fach Physik mit Auszeichnung abgeschlossen. In ihrer Bachelorarbeit beschäftigte sie sich mit der „Analyse zweier kürzlich entdeckter Wolf-Rayet-Sterne im Scutum-Crux-Arm“. Die Ergebnisse ihrer Arbeit hat sie als Mitautorin in einer Fachzeitschrift publiziert. Seit Oktober 2011 absolviert sie ein Masterstudium Physik an der Universität Potsdam. Außerdem organisiert sie seit einigen Jahren das Astronomische Sommerlager, ein Ferienlager für astronomiebegeisterte Jugendliche.
Wilhelm Braun hat sein Bachelorstudium der Physik ebenfalls mit Auszeichnung abgeschlossen. In seiner Bachelorarbeit befasste er sich mit „Dynamics of Oscelliator Populations under Common Noise“. Die Ergebnisse seiner Forschungen wurden zur Publikation in einer Fachzeitschrift eingereicht. Wilhelm Braun absolviert derzeit ein Masterstudium an der University of Cambridge, Großbritannien.
Der Leopold-von-Buch-Bachelorpreis ist mit insgesamt 300 Euro dotiert. Der Namensgeber stammt aus der Uckermark und gilt als einer der ersten geologischen Feldforscher. Der Preis wurde mit Unterstützung der UP Transfer GmbH für die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ausgelobt.

Hinweis an die Redaktionen:

Zeit: 14. November 2012, 15:00 Uhr
Ort: Universitätskomplex Golm, Karl-Liebknecht-Str. 24-25, Haus 27, Hörsaal 0.01
Kontakt: Dr. Barbara Eckardt, Tel.: 0331/977-2964, E-Mail: eckardt(at)uni-potsdam.de
Fotos: Eva-Theresa Pyl, Andreas Schulze und Friedrich Jakobs (privat)  

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Herausgegeben: 05.11.2012, 11:55, Autor: Eckardt/Sattler

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