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Medieninformation der Universität Potsdam

Nr. 2012-068 vom 27.04.2012


Dr. Florian Graf beantragt Entziehung seines Doktortitels

Bei der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam ist heute von Dr. Florian Graf die Entziehung seines Doktortitels beantragt worden. Herr Graf hatte an der Universität Potsdam im Jahr 2010 mit einer Dissertation zum Thema „Das innerparteiliche Bild von Oppositionsparteien nach dem abrupten Verlust langjähriger Regierungsverantwortung am Beispiel der Christlich Demokratischen Union (CDU) in der Hauptstadt Berlin während der 15. Wahlperiode (2001-2006)“ als externer Doktorand promoviert. Der Promotionsausschuss der Fakultät wird am 2. Mai 2012 beraten und über den Antrag entscheiden.

Vorausgegangen war dem am 24. bzw. 25 April 2012 die Überprüfung und Aufhebung einer Sperrfrist für die Veröffentlichung der Dissertation durch die Vorsitzende des Promotionsausschusses und Dekanin der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam, Prof. Dr. Theresa Wobbe. Nachdem Zweifel an der wissenschaftlichen Qualität der Dissertation aufgekommen waren, hat die Dekanin den Qualitätsrichtlinien der Universität entsprechend eine Prüfung der Dissertation veranlasst. Daraus ergab sich ein Plagiatsverdacht, zu dem Dr. Graf um Stellungnahme gebeten wurde. Daraufhin stellte er heute den Antrag auf Entziehung des Doktorgrades.
Das Promotionsverfahren von Herrn Graf endete im Dezember 2010. Im Rahmen des Verfahrens lag die Dissertationsschrift sechs Wochen hochschulöffentlich aus und ist in der geforderten Anzahl der Universitätsbibliothek zur Verfügung gestellt worden. Die Sperrfrist für die allgemeine Veröffentlichung der Dissertation erging, weil der Autor einen Beitrag in einer Fachzeitschrift zu diesem Thema plante.
Derzeit arbeitet die Universität Potsdam im Rahmen einer Initiative des Netzwerks Mittelgroßer Universitäten an der Etablierung hochschulübergreifend und universitätsweit verbindlich geltender Qualitätsstandards für die Promotionsphase. Die Hochschulen beabsichtigen hierdurch die im November 2011 vom Wissenschaftsrat veröffentlichten Standards zur Qualitätssicherung der Promotion als erste Universitäten deutschlandweit in großen Teilen umzusetzen.

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Herausgegeben: 27.04.2012, 18:42, Autor: Horn-Conrad/Voigt

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