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Medieninformation der Universität Potsdam

Nr. 2011-223 vom 02.11.2011


Nieder- und Oberlausitz - Konturen einer mittelalterlichen Integrationslandschaft

Tschechisch-polnisch-deutsche Tagung zur Geschichte und Verflechtung benachbarter Landschaften

Wie schreibt man Nachbarschafts-Geschichte? Eine polnisch-tschechisch-deutsche Tagung, die vom 3. bis 5. November 2011 in Doberlug-Kirchhain und Cottbus stattfindet, befragt dazu die Geschichte und kulturelle Entwicklung in der Nieder- und Oberlausitz in ihren Verflechtungen mit Böhmen, Schlesien und der Römischen Kirche und dem Heiligen Römischen Reich zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert. Historische Landschaften werden dabei als Schnittstellen europäischer Transferprozesse neu vorgestellt.
 
Auf Initiative der Professur für Mittelalterliche Geschichte der Universität Potsdam und gemeinsam mit der Brandenburgischen Kommission e.V. kommen dazu Historikerinnen und Historiker verschiedener Fächer in Doberlug-Kirchhain und Cottbus zusammen. Die Konferenz setzt die Kooperation zwischen der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam und der Philosophischen Fakultät der Prager Karls-Universität fort und wird zusammen mit dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, den Städtischen Sammlungen Cottbus und der Stadt Doberlug-Kirchhain durchgeführt. Ermöglicht wird diese internationale Begegnung durch die Fritz-Thyssen-Stiftung für Wissenschaftsförderung.

Die Tagung zielt darauf, in grenz- und epochenübergreifender Perspektive den Eigentümlichkeiten landschaftskulturgeschichtlicher und regionaler Integrations- und Identitätsbildungen in Formen der Verflechtungen und Beziehungen der Nieder- und Oberlausitz während des Hohen und Späten Mittelalters nachzugehen. In fünf Sektionen werden territoriale und landeskulturgeschichtliche Entwicklungen als „Europäische Angelegenheit“ untersucht. Im Vordergrund stehen die Signaturen der Christianisierung in den beiden Lausitzen sowie die weitreichende Bedeutung der Zisterzienserabtei Dobrilugk, die kirchlich-administrative und politische Raumbildung. Ebenso werden die grenzübergreifende Mobilität und Vernetzung des Adels und der Landstände, der Ausbau der Kulturlandschaft (Dorfsiedlungen) und die Wirtschaftsgeschichte (Flussnutzung) sowie Formen des kulturellen Austausches in der regionalen Kunst- und Literatur thematisiert.

Die Eröffnung der Konferenz findet am 3. November um 14.00 Uhr in Doberlug-Kirchhain im Refektorium des ehemaligen Zisterzienserklosters statt. Am 4. und 5. November wird die Tagung in Cottbus, im Stadthaus/Sitzungssaal der Stadtverordneten, fortgesetzt. Den öffentlichen Abendvortrag am Freitag, 4.11.2011, 20.00 Uhr hält die renommierte Prager Historikerin Frau Prof. Dr. Lenka Bobkova, Karlsuniversität Prag zum Thema „Die Nieder- und die Oberlausitz – die Länder der Böhmischen Krone in der Zeit der Luxemburger“.

Hinweis an die Redaktionen:

Zeit: 03. bis 05.11.2011,  03.11., 14:00 Uhr, 04./05.11., 09:00-18:00 Uhr
Ort:  am 3.11. in Doberlug-Kirchhain, Refektorium, Schlossplatz
am 4.11. im Stadthaus Cottbus, Sitzungssaal der Stadtverordneten, Altmarkt 21
Kontakt: Prof. Dr. Heinz-Dieter Heimann, Universität Potsdam, Geschichte des Mittelalters, Tel.: 0331/977-1123, E-Mail: heimannh@uni-potsdam.de

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Herausgegeben: 02.11.2011, 11:53, Autor: Zimmermann/Peter

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