Medieninformation der Universität Potsdam
Nr. 2011-190 vom 28.09.2011
Technologietransfer-Preis des Deutschen Handwerks für Dr. Markus Abel und Schuke GmbH
PD Dr. Markus Abel, Physiker an der Universität Potsdam, erhielt einen der drei mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Professor-Adalbert-Seifriz-Preise 2011. Geehrt wurde er für ein gemeinsames Projekt mit der Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH. Mit dem Preis werden vorbildhafte und innovative Kooperationen aus Wissenschaft und Handwerk ausgezeichnet.
Seit Jahren arbeiten der Physiker Markus Abel und die Handwerksmeister der Alexander Schuke Potsdam Orgelbau GmbH zusammen. Für das Projekt „Entwicklung einer Regeleinrichtung für die Windversorgung einer Orgel zur Einstellung von gewünschten Windeffekten“ wurden sie jetzt geehrt.
Die Luftversorgung einer Orgel ist ein hochkompliziertes System von Kanälen, Balgen und Ventilatoren, die je nach Bauweise die verschiedensten Tonmodulationen hervorrufen können. Der sogenannte Orgelwind kann einen Klang lebendig, langweilig oder auch unangenehm nervös werden lassen. Im preisgekrönten Projekt wurde beispielhaft die Luftversorgung einer Orgel modelliert, numerisch simuliert und konkrete Regelungsvorschläge entwickelt. Sie ermöglichen es, die Windzufuhr so zu regeln, dass die Veränderungen gezielt hervorgerufen werden können. Diese Beeinflussung war bisher nicht möglich. Die Zusammenarbeit der Wissenschaftler und Handwerker demonstriert eindrucksvoll, wie Theorie und Praxis erfolgreich Hand in Hand gehen.
Der 1968 geborene Markus Abel studierte Physik und Mathematik und promovierte 1998 an der Universität Potsdam.
Seit über 20 Jahren wird der Technologietransfer-Wettbewerb des deutschen Handwerks vom Wirtschaftsblatt handwerk magazin zusammen mit der Steinbeis-Stiftung und der Signal Iduna Gruppe Versicherungen und Finanzen veranstaltet.
Hinweis an die Redaktionen:
Kontakt: PD Dr. Markus Abel, Tel.: 0331/977-5139,
E-Mail: markus.abel@physik.uni-potsdam.de

