uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Mit „StRATEGy“ El Niño auf der Spur – 14. März, Tilcara - Salta: Finale: Humahuaca, Huaca

Reisetagebuch: Doktoranden auf Exkursion in Nordwestargentinien

Aufbruch zur 3 stündigen Wanderung. Foto: Angela Landgraf.

Tilcara: Aussteiger-, Hippie- und Touristen-Hochburg des „Humahuaca“-Tals. Wir sind in sauerstoffreicherer Höhe und können wieder besser schlafen. Es ist ein relativ kurzer Tag, denn auch wenn jeder von der Exkursion begeistert ist, merken wir, dass das Ende und Salta nicht mehr weit entfernt sind. Wir studieren eine Störung, die relativ junge Konglomerate (68.000 Jahre) und darunterliegende tertiäre Sedimente (4,8 Millionen Jahre) durchschneidet. Dies gibt erneut Hinweise für – auf geologischen Zeitskalen – junge und aktive Tektonik in diesem Gebiet.
Wir fahren weiter Richtung Süden und packen unsere Tagesrucksäcke für eine dreistündige Wanderung in die westliche Flanke des „Humahuaca“-Tals. Die Sonne brennt, die Wasserflaschen sind gefüllt. Wir diskutieren die unterschiedlichen sedimentären Einheiten und deren Beziehung zueinander. Bergrutsche sind natürlich auch wieder mit dabei. Auf dem Weg bemerken wir, dass einer der Teilnehmer seinen Geologenhammer auf dem bisherigen Fußweg verloren hat. Wir entsenden den Teilnehmer und zwei „Assistenten“, sich auf die Suche zu begeben. Das ungeschriebene Gesetz besagt: „Ein verlorener Geologenhammer entspricht einem Kasten Bier.“ Die Suche blieb erfolglos ...
Der Rest der Gruppe steigt auf dem Rückweg in eine enge, wasserlose Schlucht hinab – dem Flussbett folgend durch Ablagerungen eines Bergsturzes. Starkregenereignisse saisonale Abflüsse generiert, die nun ausgetrocknet sind und unsere Füße trocken lassen.
Wir kratzen die verbliebenen Reste unserer Verpflegung zusammen und essen – begleitet von traditioneller Musik – am frühen Nachmittag auf der Plaza von Purmamarca die letzte gemeinsame Mahlzeit. Wir nehmen uns Zeit für den Einkauf von Souvenirs, bevor es schließlich zurück nach Salta geht – und dem Ende unserer Exkursion in die Nordwestlichen Anden Argentiniens zu.

Wir danken allen Verantwortlichen und Kooperationspartnern der Internationalen Graduiertenkollegs „StRATEGy“, die uns die beeindruckenden Erlebnisse der letzten zehn Tage ermöglicht haben. Insbesondere danken wir der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die diese Exkursion finanziert hat.

Hintergrundinformationen zur Reise der Potsdamer Geowissenschaftler gibt es hier.

Text: Henry Wichura
Online gestellt: Matthias Zimmermann
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de

Zum vorherigen Tagebucheintrag
Alle Einträge in einer Übersicht