uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Kooperative NS-Raub- und Beutegutdatenbank wird präsentiert

Eine Datenbank über Raub- und Beutegut aus der Zeit des Nationalsozialismus wird am 10. März vorgestellt. Präsentiert wird die interaktive Sammlung Looted Cultural Assets in der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum gemeinsam von Sebastian Finsterwalder (Mitarbeiter Referat Provenienzforschung der Zentral- und Landesbibliothek Berlin) und Sina Latza (Mitarbeiterin Stabsstelle NS-Raub- und Beutegut der Universitätsbibliothek der Freien Universität). Die Veranstaltung eröffnet der Gründungsdirektor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, Dr. Hermann Simon. Medienvertreter und andere Interessierte können den Zugang zur Datenbank im Rahmen der Veranstaltung testen und die Ausstellung »Geraubt und genutzt« – Bücher von verfolgten und ermordeten Juden in Berliner Bibliotheken besuchen. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Aufgrund der Sicherheitskontrollen wird empfohlen, den Einlass von 13.30 Uhr an zu nutzen. Um Anmeldung bei Wiebke Trebbin unter info@centrumjudaicum.nomorespam.de wird gebeten.

Die Datenbank führt die Ergebnisse der Recherchen nach NS-Raub- und Beutegut in den Beständen mehrerer Bibliotheken in Berlin und Brandenburg zusammen. Darunter sind die Bibliothek der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin, die Universitätsbibliothek der Universität Potsdam und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin. „Die Besonderheit der Datenbank liegt darin, dass sie alle Vorbesitzermerkmale verzeichnet, die in den beteiligten Bibliotheken gefunden werden und Auskunft über die Rechercheergebnisse gibt“, erklärt Ringo Narewski (Leiter Stabsstelle NS-Raub- und Beutegut und stellvertretender Leiter der Benutzung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin). Intern werden die Informationen zu einzelnen Provenienzen aus den verschiedenen Projekten verknüpft; auf diese Weise wird eine gemeinsame Bearbeitung einzelner Fälle ermöglicht. Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin bemüht sich seit 2013 im Rahmen ihrer NS-Raub- und Beutegutforschung um eine stärkere Vernetzung der Projekte in Berlin und Brandenburg. „Interessierte öffentliche Einrichtungen können sich an der Kooperation beteiligen und so bei eigenen Projekten von der Erfahrung aller Kooperationsteilnehmer profitieren“, sagt Ringo Narewski. Mit dem Ansatz, Rechercheergebnisse der beteiligten Projekte und die Erfahrung aller Beteiligten zusammenzubringen, die eigene Arbeit transparent zu gestalten und offen zu sein für die Mitarbeit anderer Institutionen sowie interessierter Laien schließe Looted Cultural Assets eine Lücke in der Provenienzforschung in deutschen Bibliotheken.

Die vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Ausstellung  „Geraubt und genutzt“ zeigt an ausgewählten Beispielen die Wege geraubter Bücher und erzählt die Geschichten ihrer rechtmäßigen Eigentümer und deren Nachkommen. Die Zentral- und Landesbibliothek Berlin und das Centrum Judaicum geben einen Einblick in das noch junge Arbeitsfeld der Provenienz-Recherche zu NS-Raubgut in deutschen Bibliotheken.

Weitere Informationen

  • Donnerstag, 10. März 2016, von 14.00 bis 16.00 Uhr
  • Repräsentantensaal der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum, Oranienburger Str. 28-30, 10117 Berlin.
  • Anmeldung bei Wiebke Trebbin: info@centrumjudaicum.nomorespam.de

Im Internet:

Kontakt

Ringo Narewski
Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
Telefon: 030 / 838-574 70
E-Mail: narewski@ub.fu-berlin.nomorespam.de

Text: Lena Pflüger (FU Berlin)
Online gestellt: Agnes Bressa
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de