uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Wildpflanzen auf dem Balkon – Vortrag zum Artenschutz im Botanischen Garten

Um den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz gefährdeter Wildpflanzen geht es in den aktuellen Naturschutzprojekten des Botanischen Gartens der Universität Potsdam. Am 8. März werden sie in einem Vortrag im Großen Hörsaal an der Maulbeerallee näher vorgestellt. Die Biolo-gen Dr. Daniel Lauterbach und Dr. Michael Burkart präsentieren hier unter anderem ein Projekt, das auf bürgerschaftliches Engagement und eine breite Beteiligung der interessierten Öffentlichkeit ausgerichtet ist. Gefährdete heimische Pflanzenarten werden im Botanischen Garten vorgezogen und mit einer Anleitung versehen an Privatleute zur Weiterkultur und Vermehrung ausgegeben. Die auf dem Balkon oder im eigenen Garten gezogenen Wildpflanzen sollen später zurück in die Natur gebracht werden. Auch an der Pflege natürlicher Biotope können sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen.

Der Botanische Garten der Universität Potsdam ist seit über zwölf Jahren im heimischen Naturschutz aktiv. Unter dem Namen „WIPs-De“ beteiligt er sich derzeit am Aufbau eines nationalen Verbundes zum Schutz gefährdeter Wildpflanzen. Auf der Internationalen Gartenausstellung in Berlin-Marzahn wird der Potsdamer Botanische Garten gemeinsam mit dem Späth-Arboretum der Humboldt-Universität zu Berlin eine „Arche-Fläche“ betreuen, auf der 34 der zu schützenden Arten zu sehen sein werden. Ähnliche Vorhaben laufen in Dresden und Marburg, die Projektleitung liegt in Potsdam.
Daneben engagieren sich die Potsdamer Botaniker in internationalen Projekten, etwa beim Erhalt einer seltenen Aloe auf der ostafrikanischen Insel Pemba. Die lokal als Heilpflanze genutzte Aloe kommt nur auf dieser Insel vor, der Nachbarinsel von Sansibar. Das Vorhaben ist durch die neue Städte-partnerschaft Potsdams mit Sansibar-City auch kommunalpolitisch von Bedeutung.
Dr. Daniel Lauterbach erforschte bereits als Doktorand gefährdete einheimische Pflanzen und ihre Erhaltung in Botanischen Gärten. Im Botanischen Garten der Universität Potsdam kümmert er sich um den Aufbau eines nationalen Verbundes zum Schutz gefährdeter Wildpflanzenarten in besonderer Verantwortung Deutschlands.
Dr. Michael Burkart engagiert sich seit vielen Jahren als wissenschaftlicher Leiter des Botanischen Gartens der Universität Potsdam für den Naturschutz. Besonders wichtig ist ihm die Erforschung von Möglichkeiten und Grenzen des Naturschutzes im Garten. Er ist Sprecher einer deutschlandweiten Naturschutz-Arbeitsgruppe der Botanischen Gärten.

Zeit: 08.03.2017, 17:00 Uhr
Ort: Großer Hörsaal Botanik, Maulbeerallee 2, 14469 Potsdam
Eintritt: 2 Euro, Mitglieder des Freundeskreises frei.
Kontakt: Freundeskreis des Botanischen Gartens
Telefon: 0331/977-1936
E-Mail: mburkart@uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: www.botanischer-garten-potsdam.de
Foto: Wiederansiedlung von Arnika-Pflanzen, die im Botanischen Garten der Universität Potsdam vermehrt wurden, in der Niederlausitz (Foto: Daniel Lauterbach)

Medieninformation 03-03-2017 / Nr. 029
Antje Horn-Conrad
Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1474
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presse@uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: www.uni-potsdam.de/presse